Mein Fazit für November

    Mein Fazit für November

    Ich möchte jeden Monat einmal kurz anhand meiner gesteckten Ziele zusammenfassen. Dazu gehören:

    • 3 neue Bücher pro Monat lesen
    • Sparrate 58%
    • keine Bekleidung kaufen

    Drei neue Bücher pro Monat lesen

    Also zu meinem ersten Ziel drei neue Bücher zu lesen. Ich hatte mich für folgende Lektüre entschieden:

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    Was habe ich aus “Die Kunst des guten Lebens” mitgenommen

    Auch, wenn mich das letzte Buch von Rolf Dobelli (Die Kunst des digitalen Lebens) nicht wirklich überzeugt hat, wollte ich ihm noch eine Chance geben und habe mich für “Die Kunst des guten Lebens” entschieden. Bei vielen Rezensoren habe ich gelesen, dass gerade dieses Buch bei ihnen auf positives Feedback stieß.

     

    Punkte, die ich spannend finde:

     

    • Situationen haben nur die Bedeutung, die du ihnen gibst > Beispiel: wenn du Geld verlierst oder es dir gestohlen wird, sehe es als Spende für jemanden, der es wirklich braucht, lege für ich selbst einen Geldbetrag fest, der dich nicht verrückt macht, sondern, den du als “weißes Rauschen” wahrnimmst
    • Decision fatigue: Entscheidungsmüdigkeit, muss das Hirn zu viel entscheiden, wählt es nicht selten die leichteste Variante, was natürlich nicht die beste ist
    • die Aktie weiß nicht, dass sie gekauft wurde (Warren Buffett) ihr ist es egal welche Gefühle sie dabei empfinden > akzeptiere die Realität und erkläre dir selbst deine eigenen Fehler (Flugzeugabstürze werden immer analysiert, um weitere Abstürze zu verhindern)
    • peak -End-Regel: wir erinnern uns immer nur an den Höhe- oder Tiefpunkt und an das Ende > erlebe den Moment und erlebe nicht, um nur Erinnerungen zu sammeln, Erinnerungen werden verzerrt, lebe im hier und jetzt
    • Eine Tätigkeit hat immer eine Sinnkomponente und Genusskomponente > die beiden Grundsteine von Glück > finde in deinen Tätigkeit eine Balance aus beidem 
    • Wenn Menschen an ein neues teures Auto denken empfinden sie starke Freude, aber, wenn sie in diesem Auto sitzen, ist das Gefühl von Genervtheit durch Stress im Job, Staus etc. bei allen gleich > egal, ob BMW oder Opel Corsa
    • Fantasie ist das, was man schon kennt zu Ende zu denken, nicht dass was man schon gedacht hat, auszusprechen
    • Prä-mortem: Denke 15 Minuten in der Woche an das schlimmste was passieren könnte und denke dann darüber nach, wie du das vermeiden kannst
    • Lies selektiv und mehrfach: diesen Ansatz finde ich tatsächlich sehr interessant > man kann sich häufig kaum an die meisten Bücher, Texte, Reportagen erinnern, weil wir davon zu viel, zu schnell konsumieren > Dobelli beschränkt sich selbst auf 100 Bücher für die nächsten 10 Jahre :O > in den ersten 40 Jahren alles lesen, um sich später dann ein Urteil bilden zu können
    • Wenn wir nicht mal wissen, wie ein Reißverschluss funktioniert, wie wollen wir dann über komplexe gesellschaftliche Proble Urteile bilden, auch, wenn wir dazu sofort eine Meinung herausposaunen
    • Mentale Substraktion: fühle dich in eine sehr schrecklich Situation hinein und du empfindest direkt mehr Freude für dein Leben
    • Wir gewöhnen uns aber schnell an schlimme Situationen, leider auch an gute > Menschen, die täglich gute Situationen durchgehen, gewöhnen sich daran und sind dadurch weniger glücklich :O
    • Die Welt erschließt sich dir nur sehr selten durch nachdenken, sondern durch tun, einfach mal anfangen
    • Der Cargo Kult: du immitierst etwas, in der Hoffnung das gleiche Ergebnis zu erzielen, wie dein Vorbild > äffe nicht das Verhalten erfolgreicher Menschen nach, wenn du nicht wirklich weißt, was diese Menschen ausmacht

    Fazit: Viel aus Warren Buffett, Charlie Manger und Ausschnitte aus “Die Kunst des digitalen Lebens”. Entweder habe ich bereits zu viele Bücher zu diesem Thema gelesen oder es gab wirklich nicht viele neue Erkenntnisse in diesem Buch. Die Beispiel, die angebracht werden, verdeutlichen aber sehr schön die beschriebenen Thesen. Außerdem finde ich, dass man aus jedem Buch etwas mitnehmen kann. Ich kann auch dem zweiten Buch nicht so sehr viel abgewinnen.

    Was habe ich aus “Der Cashflow Quadrant” mitgenommen

     

    Obwohl die Bücher von Robert Kiyosaki auf Amazon viele sehr gute Bewertungen bekommen, muss ich ehrlich sagen, dass er mich mit seinem ersten Buch „Rich Dad Poor Dad“ nicht überzeugen. Da ich jetzt aber die App Bookbeat (keine Werbung, selbstgekauft) benutze und nicht mehr jedes Buch einzeln kaufen muss, habe ich beschlossen Herrn Kiyosaki noch eine zweite Chance zu geben. Dieses Mal hat mich das Buch tatsächlich mehr gepackt und ich konnte einiges daraus mitnehmen.

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    Wichtigste Erkenntnisse:

    • Level 1 Investoren: Reich aussehen, bedeutet manchmal nur hohe Schulden zu haben, nichts von dem was er kaufte machte ihn reicher, sondern verlor an Wert, ein Minus-Investor, schlechte Schulden anhäufen (Haus, Auto, etc.)
    • Level 2 Investoren: Sparer, Geld wird durch die Inflation immer weniger wert 
    • Level 3 Investoren: zu beschäftigt Investor, der Geld abgibt an andere, die sich darum kümmern, lernen aber nichts, wenn sie ihr Geld verlieren
      • ETFs gehören auch hierzu (seiner Meinung nach)
    • Level 4 Investoren (S-Quadrant): Do it yourself Investoren, wenig finanzielle Bildung und informieren sich nur über ein sehr kleines Gebiet (Aktien, Immobilien, Wertpapiere, Rohstoffe usw.)
      • Nutzt eigenes Geld zum Investieren
      • Schwer Geld zu beschaffen
    • Level 5 Investoren: die Kapitalisten, ein Unternehmer aus B Quadrant, der in I investiert
      • investiert OPM (other peoples money)
      • leicht Kapital zu beschaffen
    • Level 5 Investoren bekommen das Geld aus dem 2. und 3. Level von den Banken
    • Bewegung von E/S zum B/I Quadranten

    • nicht wichtig, wie viel du verdienst, sondern wie viel du behältst und wie du es schaffst es zu vermehren
    • sehen, was ein wirkliches Risiko ist, Investieren ist gefährlich > ja, wenn man keine Ahnung hat 
    • Vermögenswert ist wirklich nur das, was einen Cashflow erzeugt
    • Haus unterliegt Marktschwankungen, Hypothek bleibt immer gleich hoch
    • selbst nach Abzahlung, muss immer noch Geld investiert werden (Auto, Haus)
    • Denke bei allem, was du über Geld weißt, darüber nach, ob es wirklich ein Fakt ist oder einfach nur eine Meinung
      • Kenne den Unterschied zwischen Fakt und Meinungen, z.B.:
        • Such dir einen sicheren Arbeitsplatz und bleibe dort dein Leben lang
        • Es gibt nicht genügend Geld, dass jeder reich sein könnte
        • Menschen, die Fehler machen sind dumm
        • Er hat ein großes Haus, er muss reich sein
    • Das Leben wird von Ansichten bestimmt, nicht von Fakten, um dein Leben zu ändern, musst du deine Ansichten ändern
    • analysis paralysis: Überanalyse und dann überfordert sein

      Persönlichkeit entwickeln

    • Sein > Tun > Haben
    • Angst verdrängt deine Leidenschaft, Unternehmen werden durch Leidenschaft aufgebaut, nicht durch Angst
    • Ziele sind der Haben Teil
      • Beispiel: Diät ist das Tun und Menschen, die abgenommen haben, kehren dann wieder zu alten Gewohnheiten zurück, und beschäftigen sich nicht mit dem, wie sie als Mensch sein müssen, um ihr Ziel zu erreichen
    • Du willst das haben, was Reiche haben wollen, anstatt derjenige zu sein
    • Aktion schlägt Tatenlosigkeit – immer
    • Jede Verbindlichkeit, die du hast, macht dich zu einem Vermögenswert für jemand anderen
    • Experten haben Coaches, suche dir positive und auch negative Bilder
    • Schaue dir an, mit welchen sechs Personen du die meiste Zeit verbringst > das ist deine Zukunft
      • auf welchem Feld operiert diejenige Person, also wo bezieht sie ihr Haupteinkommen her und auf welchem Investoren-Level derjenige sich befindet

    Fazit: Wen das erste Buch von Robert Kiyosaki nicht überzeugt hat, sollte sich davon nicht abschrecken lassen und dem Cashflow Quadranten noch eine Chance geben. Ich muss sagen, dass ich aus dem Buch wirklich einiges an Informationen und Ansichten für meinen (finanziellen) Alltag mitnehmen konnte. Die Stunden, die man in dieses Buch investiert, lohnen sich wirklich.

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    Was habe ich aus „Lebe nach deinen eigenen Regeln“ mitgenommen

    In diesem Buch geht es wieder mehr um die Persönlichkeitsentwicklung. Mittlerweile habe dazu schon einige Titel gelesen. Daher (finde ich) häufen sich viele Ansichten. Nichtsdestotrotz konnte ich auch in „Lebe nach deinen eigenen Regeln“ zahlreiche Anregungen finden, die zur Selbstreflexion anregen. 

    meine wichtigsten Denkanstöße:

    • hinterfrage deine Glaubenssätze – sind es deine Wahrheiten oder nur die deiner Umwelt?
    • setze dir Ziele, aber mache nicht dein Lebensglück davon abhängig, sei jetzt glücklich
    • setze dir Setpoints für alle Bereiche des Lebens, wie beispielsweise ein bestimmter Kontostand, der nicht unterschritten werden darf, oder ein Gewicht, dass nicht überschritten werden darf
    • wir sollten nie etwas tun, um glücklich zu sein, sondern umgekehrt, wir sind glücklich, um unsere Ziele erreichen zu können
    • verwechsle nicht das, was die Gesellschaft erwartet mit deinen eigenen Zielen
    • unsere Zufriedenheit im Alltag hängt davon ab, wie wir selbst unsere Emotionen beeinflussen
    • jeder Mensch, der in unser Leben kommt, erteilt uns eine Lektion und lässt uns wachsen und weiterentwickeln, denk daran, dass andere, die verletzten, selbst verletzt wurden, vergib, um zu lieben
    • lass dich nicht von Verlustängsten einschränken, setze deine Bestimmungsziele so, dass sie nur von dir selbst abhängigen, so kann kein Verlust deine Ziele / Bestimmungen beeinflussen
    • Lob und Kritik haben mit dir nichts zu tun, sondern entsprechen nur dem Realitätsbild, dessen, der sie aussprich

     

    Titelbild: Unsplash /Maddi Bazzocco / 2019

    Sparrate von 58%

    Diesen Monat hat sich wieder einiges auf den Konten bewegt, leider jedoch nicht in eine positive Richtung. Mit meinen Daueraufträgen ließen sich zwar über 50% des Gehalts sparen. Dennoch musste einiges an Geld vom Spaßkonto auf mein Girokonto wandern, um mir einen lang gehegten Wunsch zu erfüllen. Eine neue Gitarre fand den Weg in mein Wohnzimmer. Dafür muss jetzt leider das geplante Fahrrad zurückstecken, aber man muss ja auch Prioritäten setzen. 

    Zudem waren auch noch einige Rechnungen vom großen Shoppingrausch übrig. Daher taucht auch hier der Posten Bekleidung wieder auf.

    Keine Bekleidung kaufen

    Eigentlich hatte ich ja angekündigt, dass ich mir für diesen Punkt etwas anderes überlegen wollte. In meiner Vorstellung lief das ja so, dass ich nach meiner einjährigen Pause wirklich nur noch dann Bekleidung kaufe, wenn ich die wirklich brauche und das nur noch ganz selten vorkommt. Nach meinem Rückfall im Oktober stellte sich heraus, dass das (vorerst) theoretisches Wunschdenken bleibt. Ich hatte ja erst die Befürchtung, dass ich wieder nicht aufhören könnte einzukaufen, da ich bereits die nächsten Teile im Visier hatte. Das hat sich jedoch zum Glück relativ schnell wieder gelegt. Also ich habe im November keine neue Bekleidung gekauft.  

    Ich habe mir vorerst jetzt kein Zeitziel gesetzt, also so etwas, wie ein ganzes Jahr keine Bekleidung mehr zu kaufen oder etwas ähnliches. Ich werde (so wie vorher auch) diesen Punkt jeden Monat genau unter die Lupe nehmen und reflektieren. 

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    Fazit: Ein Jahr keine Bekleidung kaufen

    Fazit: Ein Jahr keine Bekleidung kaufen

    WOW! Gestern endete meine selbstauferlegte #noshoppingchallenge. Ein ganzes Jahr, 365 Tage sind vergangen seitdem ich (zum ungefähr 100. Mal) beschlossen habe, (nun aber wirklich) keine Bekleidung mehr zu kaufen. Nicht nur, dass ich es geschafft habe, nicht mehr shoppen zu gehen, sondern, ich habe mein komplettes Konsumverhalten hinterfragt. Die Frage: “Brauche ich das wirklich?”, stellt sich nun immer häufiger. Was mich dann letztendlich am besten zum Durchhalten animiert hat, war mein wachsendes Depot. Zu sehen, dass ich mit meinem Geld noch etwas besseres kaufen konnte, als Klamotten, nämlich ETFs. Diese Tatsache hat mir geholfen die letzten 12 Monate durchzuhalten.

    Titelbild: Unsplash / Gyorgy Bakos / 2019

    Wie alles begann – ein Rückblick

    Ich fühlte mich gehetzt und getrieben, ständig auf der Suche nach dem nächsten tollen Outfit. Permanent war ich damit beschäftigt diverse Online Shops und soziale Netzwerke zu durchstöbern, immer den neuesten Trends auf der Spur. „Glücklicherweise“ wurde ich auch immer fündig und konnte mir so jeden Tag einreden, nur noch dieses eine Teil kaufen zu müssen. Mein Kleiderschrank platzte aus allen Nähten, ich wusste schon lange nicht mehr wohin mit meinen Taschen und auch für meine Schuhe konnte es gar nicht genug Füße geben, um diese alle abzutragen. Darunter hat nicht nur mein Geldbeutel die letzten 10 Jahre erheblich gelitten, sondern auch irgendwann meine Beziehung. Klar, wenn ein Partner sein Geld permanent für unnütze (teilweise natürlich auch sehr schöne Dinge) verschleudert und der andere häufig für die hauptsächlichen Kosten aufkommen muss, dass da der Haussegen schon mal schief hängt. 

    Ich habe damals:

     

    Meine Einkäufe vor meinem Mann versteckt 

     

    Jeden Monat meinem Gehalt entgegengefiebert, um endlich die Rechnungen des alten Monats begleichen zu können

     

    Taschen in Raten abbezahlt

     

    Gespartes Geld so gut wie immer für den nächsten Einkauf auf den Kopf gehauen

     

    Mir keine Gedanken über meine finanzielle Zukunft gemacht

     

    Mich auf meine Familie verlassen, wenn es mal um größere Ausgaben ging

    Was habe ich in der Zwischenzeit gelernt?

    Mit der Entdeckung, dass ich mein Geld auch sparen und anlegen kann, anstatt es zu verprassen, hat es einfach klick gemacht. Zu sehen, dass mir keine rote Zahl mehr beim Blick auf meinen Kontostand entgegenspringt und ich auch keine Schweißausbrüche mehr beim Bezahlen mit Karte ausstehen muss, hat mich wahnsinnig motiviert. Auch, wenn in den ersten Tagen nach dem Kauf meiner ersten ETFs die Zahlen direkt in den Keller rauschten und ich dann doch noch einige schlaflose Nächte durchstehen musste, war es das alles wert. Denn direkt danach hat sich meine neue Einstellung und mein neues Wissen hundertfach wieder ausgezahlt. Allein so viel dazu zu lernen und die Erfahrung zu sammeln, dass es auch anders geht, haben mich schon erheblich bereichert. Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen schnulzig, aber ich bin wirklich dankbar, dass ich erkannt habe, dass es notwendig ist mein Verhalten zu ändern und es dann auch tatsächlich durchgezogen habe. Dabei steigt nicht nur der Betrag auf deinem Konto, sondern auch dein Selbstbewusstsein. Was ich hier natürlich nicht unerwähnt lassen will, es war zwischendurch auch wirklich hart für mich und es gab Situationen, in denen ich fast in mein altes Verhalten zurückgefallen wäre. Der nächste Online-Shop lauert um jeder Ecke und das nächste neue Kleidungsstück wartet nur darauf von mir gekauft zu werden. Auch zwischendurch habe ich mal noch in einen Blick in einen Newsletter geworfen und mir Neuheiten angeschaut, die es gerade so im Angebot waren. Auch beim Scrollen durch Instagram lauteten meine Gedanken manchmal: “Ach, wenn ich erst wieder einkaufen darf, dann hole ich mir das sofort.” Der Drang verflüchtigte sich jedoch dann auch wieder recht schnell. Deshalb ist es so wichtig immer achtsam zu bleiben und die eigenen Gefühle und Gedanken zu hinterfragen. Da wird einem dann auch schnell klar woher der dringende Wunsch etwas zu kaufen herrührt. 

     

    Ich habe heute:

     

    Seit einem Jahr keine Bekleidung mehr gekauft

     

    Mein Konsumverhalten komplett hinterfragt

     

    In einem Jahr über 50% meines Einkommens gespart und angelegt

     

    Großes Durchhaltevermögen bewiesen und kann wirklich stolz auf mich sein 🙂

     

    Wahnsinnig viel zum Thema Finanzen gelernt und dieses Wissen auch angewendet

     

    Keine Angst mehr vor meinem Kontostand oder größeren Ausgaben

     

    Den Mut und das Selbstvertrauen mich auch scheinbar unüberwindlichen Herausforderungen zu stellen

     

    Den Drang etwas zu besitzen, aufzuschieben und weniger ungeduldig zu sein

    Wie geht es zukünftig weiter?

    Natürlich könnte ich jetzt sagen: “Klar ich habs jetzt ein Jahr lang geschafft, keine Bekleidung mehr zu kaufen, jetzt gehe ich erstmal einkaufen.” Ganz ehrlich so soll es natürlich nicht weitergehen. Ich habe für mich einfach erkannt, dass ich nie wieder an den Punkt von vor einem Jahr zurück möchte. Dafür hat mir diese neue Erfahrung und auch dieses neue, ja Lebensgefühl zu viel gegeben, als das ich das wieder verlieren möchte. Daher heißt es für mich nun nicht, direkt ab ins nächstbeste Einkaufscenter oder den nächsten Online-Shop zum Absturz bringen, sondern ich werde so weit wie möglich, so weitermachen wie bisher. An meiner Kleiderschranksituation hat sich trotz mehrfacher Ausmistungsaktionen nichts geändert. Immer noch ist dieser vollgestopft bis oben hin und reicht wahrscheinlich für zwei Leben. Allein schon, um auch weiterhin meine derzeit festgelegte Sparrate halten zu können, führt an einem Klamottenverzicht quasi nichts vorbei. Dafür habe ich mir allerdings vor zwei Monaten auch ein Spaßkonto (das es zuvor nicht gab) eingerichtet. Auch, wenn dieses ausreichend gefüllt ist, stellt sich immer als erstes die Frage: “Was brauche ich?”. Ich denke so lange mich dieses Mindset begleitet, kann eigentlich nichts schief gehen. Ich hoffe, dass ich euch bisher mit meinem Weg inspirieren und auch motivieren konnte. Natürlich soll das auch weiterhin so sein und ich möchte jeden dabei unterstützen und ermutigen diesen Weg zu gehen. 🙂

    Mein Fazit für August

    Mein Fazit für August

    Ich möchte jeden Monat einmal kurz anhand meiner gesteckten Ziele zusammenfassen. Dazu gehören:

    • 3 neue Bücher pro Monat lesen
    • Sparrate 58%
    • keine Bekleidung kaufen

    Drei neue Bücher pro Monat lesen

    Also zu meinem ersten Ziel drei neue Bücher zu lesen. Ich hatte mich für folgende Lektüre entschieden:

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    Was habe ich aus “Die Scrum-Revolution” mitgenommen

    Scrum haben einige von euch vielleicht schon mal gehört, andere vielleicht noch nicht.

    Dabei geht es um ein effektives Projektmanagement-System, dass Zeit und Kosten sparen soll und gleichzeitig die Mitarbeiter motiviert. Klingt ja erstmal zu schön, um wahr zu sein.

    Ich kenne Scrum vor allem aus dem IT-Bereich, aber in dem Buch wird beschrieben, dass man es auch auf jeden anderen Bereich des Lebens anwenden kann, egal, ob es jetzt der Hausbau oder ein anderes größeres Projekt ist.

    Punkte, die ich spannend finde:

    • Die Rollen im Scrum:
      • Die einzelnen Teammitglieder
      • Der Scrum Master: dieser hilft dem Team effektiv mit dem Scrum Modell zusammen zu arbeiten
      • Product Owner: ist für die übergreifende Vision des Projektes zuständig, pflegt das Backlog und legt die Inhalte der nächsten Sprints fest
    • Ein Project-Backlog ist eine Liste, mit Aufgaben, die erledigt werden müssen, priorisiere dann nach Nutzen und zerteile sie in Sprint-Einheiten
    • Worin unterscheidet sich Scrum von anderen Projektmanagement-Modellen:
      • Es hat einen teamzentrierten Ansatz und ist auf ständige Evaluation des Projektes ausgelegt
    • Um die Produktivität des Teams zu erhöhen, gibt es vier wichtige Dinge zu beachten:
      • Die Team-Kollegen sollen entscheiden, wie sie ihre Ziele erreichen wollen
      • Gib ein gemeinsames Ziel vor, so können alle an einem Strang ziehen
      • Lass verschiedene Teams Ergebnisse untereinander austauschen, und sich neue autarke Teams bilden
      • Auf die Anzahl kommt es an: 7 Leute + / – 2 sind ideal
      • Zeitmanagement ist auch hier eine ausschlaggebende Methode zur Zielerreichung
      • Da die meisten Menschen recht schlecht darin sind selbst einzuschätzen wie viel Zeit eine Aufgabe in Anspruch nimmt, gibt es vordefinierte Arbeitsperioden, sogenannte Sprints
      • Sprints umfassen Zeitabschnitte von 1- 4 Wochen, in dieser Zeit wird eine spezifische Aufgabe erledigt, entscheidet euch dabei aber für einen festen Rhythmus
      • Nach Beendigung des Sprints setzt sich das Team zusammen, bespricht den Fortschritt der Aufgabe und passt ggf. Ziele an
      • So werden aufkommende Probleme schneller bemerkt und ihnen entgegengewirkt
      • Zusätzlich können auch noch Daily Scrums (nicht länger als 15 Minuten) abgehalten werden, das sind kleine Stand-Up Meetings, in denen das Team immer die gleichen Fragen beantwortet:
        • Was hast du gestern gemacht, um dem Team zu helfen, den Sprint zu schaffen?
        • Woran wirst du heute arbeiten?
        • Was steht dir im Weg?  
      • So wie ich es auch dem Jira-Ticket System kenne, kann man auch hier die einzelnen Projekte auf einer Scrum-Tafel abbilden mit den Spalten “in Bearbeitung”, “in Prüfung”, “erledigt”
      • Abschließend kann man auch eine Scrum Retrospektive machen in der man den Sprint rückblickend nochmal bewertet und Verbesserungen für die Zukunft mit aufnimmt

    Was habe ich aus “Die 4-Stunden-Woche” mitgenommen

     

     

    Nach einem Burnout wollte Tim Ferriss durch die Welt reisen und konnte so trotzdem innerhalb von 4 Stunden sein Unternehmen führen

    Auch, wenn das nicht für jeden gilt oder alle Punkte anwendbar sind, gab mir das Buch jedoch einen positiven Motivationsschub, einfach in die Richtung, dass doch immer alles irgendwie möglich ist, allein dafür mag ich das Buch schon sehr gern

     

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    Wichtigste Erkenntnisse:

    • Lass dir nicht einreden, dass du erstmal 40 Jahre super hart arbeiten musst, um dich dann später entspannen zu können,  Tim Ferriss geht es darum jetzt schon gut zu leben
    • Reich bedeutet für ihn genau jetzt das zu tun worauf er gerade Lust hat, dafür brauch er vor allem Zeit und seiner Meinung nach gar nicht so viel Geld, wie viele vermuten
    • Dafür sollte man mal (wie immer) seine eigenen Glaubenssätze hinterfragen und sich aus seiner Komfortzone bewegen 
    • Warte nicht auf die Rente, warte nicht auf den perfekten Zeitpunkt loszulegen, bewege dich aus dem Mittelmaß und denke groß, weniger Arbeit bedeutet nicht gleich Faulheit
    • So gut wie jeder Angestellte arbeitet 8 Stunden täglich, aber ist das wirklich sinnvoll? Brauch jede Aufgabe genau diese Zeit? Ist da wirklich produktiv und effektiv? Aber Zeit absitzen, heißt ja nicht, dass man diese effektiv genutzt hat
    • Um so mehr Zeit man hat, um so mehr Zeit verschwendet man auch mit einer Aufgabe
    • Don’t work hard, work smart! Konzentration auf die wirklich wichtigen Dinge > Pareto 80 / 20 
    • Meetings gibt es nur, wenn Entscheidungen getroffen werden müssen, ansonsten nicht hingehen
    • Verkürze Gespräche auf das Wesentlich, wenn du zum Beispiel einsteigst mit: ich habe nur 2 Minuten Zeit
    • Setze dich auf eine Informationsdiät: verzichte auf unnütze Nachrichten und Social Media, lass dir das Wichtigste innerhalb von 5 Minuten von einem Kollegen oder deinem Partner erzählen (man bekommt die Infos dann zwar etwas vorgefiltert, aber für mich klappt das tatsächlich sehr gut)
    • Produktiv: mit möglichst geringem Zeiteinsatz, nur die Dinge erledigen, die einem seinen Zielen näherbringen
    • Diese Dinge haben absolute Priorität und sind in wenigen Stunden erledigt, Anrufe und E-Mails checken fällt damit auf bestimmte kurze Zeiten (ich mache das auch oft, wenn ich wichtige Dinge, an diesem Tag zu erledigen habe, fange ich direkt damit an und lese nicht erst 20 Mails, das kostet mich zu viel Zeit)
    • Mach dich für deinen Arbeitgeber unersätzlich, beweise deinem Arbeitgeber, dass du zu Hause (oder von wo auch immer) viel produktiver bist als im Office
    • Beschäftige einen persönlichen Assistenten, der sich um die Aufgaben kümmert, die nicht von dir erledigt werden müssen
    • Dein Business muss auch ohne dich laufen können, Kommunikation läuft nicht über dich, sondern direkt, die anderen haben genügend Verantwortung, um Entscheidungen auch ohne dich treffen zu können
    • Du musst passives Einkommen erwirtschaften mit beispielsweise einem Online-Shop, du möchtest eine Muse > kein zeitaufwendiges Start-up gründen
    • Teste dafür vorab, ob ein Markt für dein Produkt besteht (mit max. 400 EUR und innerhalb von 4 Wochen), kleine Werbekampagne über Google Ads, ohne, dass es das Produkt überhaupt gibt
    • Überprüfe deine Effektivität: Erfindest du gerade Aufgaben, um die wichtigen Dinge zu umgehen?

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    Was habe ich aus „Entdecke deine Willenskraft“ mitgenommen

    Ich bin schon lange auf der Seite von Ralf Senftleben unterwegs und lese auch regelmäßig seinen Newsletter. Darin sind immer wieder inspirierende Anregungen für die Dinge des Leben, die im Alltag manchmal hinten runterfallen. Achtsamkeit und der Umgang mit den eigenen Gedanken und Emotionen spielen hier eine große Rolle. Daher freue ich mich umso mehr, dass es nun ein Buch von Ralf Senftleben gibt.

    meine wichtigsten Denkanstöße:

    • Wir können und müssen gutes Verhalten trainieren, wie einen Muskel
    • Teile deine Aufgaben in kleine Häppchen ein
    • Wir schieben auf, weil uns die Aufgabe zu groß erscheint, wir Angst haben Fehler zu machen und zu scheitern
    • Bereite dich gut vor, damit du gleich loslegen kannst (Sportsachen, Unterlagen etc. bereitlegen)
    • Frage andere, wenn du Hilfe brauchst
    • Formuliere deine Pläne so konkret wie möglich
    • Setze einen Vertrag mit dir selbst auf, wenn du ganz hart bist, kannst du dir auch Konsequenzen auferlegen, wenn du es nicht schaffst (zum Beispiel Spende an eine gemeinnützige Organisation)
    • Vorsätze können noch so konkret sein, wenn du keine Energie hast, ist jeder Plan vergeblich
    • Aber du kannst selbst über deine Power entscheiden, du kannst selbst bestimmen wie energetisch du bist
    • Energie = Erholung, Ernährung und Bewegung
    • Erholung fängt beim Schlafen an, ist die wichtigste Erholungsphase > ich lese mittlerweile abends nur noch entspannende Romane, anstatt Bücher, die ich durcharbeiten muss
    • Ernährung: wir wissen ja, dass wir uns mehr von Obst und Gemüse und weniger von Süßigkeiten und Chips ernähren sollen
    • Sport, Sport, Sport, ja auch das wissen wir, Bewegung ist essentiell, um in unserer Welt nicht durchzudrehen
    • Achte auf deine inneren Dialoge > musst du dich oft zwingen = Ich MUSS > dann solltest du den Sinn deiner Aufgabe erneut hinterfragen
    • Vernunftgründe: Geld verdienen, um die Familie zu ernähren
    • Emotionale Gründe: Was wünschst du dir wirklich? Anerkennung?
    • Nur über den Zwang kannst du so langfristig keinen Erfolg erzielen
    • Es kommt auch darauf an, wie du dich selbst siehst: bist du Sportlerin, Unternehmerin oder oder oder > ich finde diese Einstellung kann sehr viel mit einem machen
    • Nutze dein Umfeld, um deine Ziele zu erreichen (Freunde können helfen :)) teilen und überprüfen > sozialer Druck
    • Wir werden bei unseren Entscheidungen von 95% unserer Gewohnheiten beeinflusst
    • Überlege dir welche Dinge du ändern möchtest und welche Gewohnheiten du dir dafür aneignen müsstest
    • Einmal eingespielt, musst du nicht mehr darüber nachdenken
    • Schlechte Gewohnheiten ablegen, beseitige den Trigger (z.B. Stress) und ersetze das Verhalten durch eine andere Tätigkeit
    • Mach dir deine inneren Widerstände bewusst und frage dich warum du blockiert bist > warum du das nicht tust, was du dir eigentlich vorgenommen hast
    • Willenskraft kommt da ins Spiel wo unsere positiven Gewohnheiten und emotionalen Gründe nicht mehr ausreichen > härte dich also ab, um so öfter du siegst, um so leichter fällt es dir

    Sparrate von 58%

    Die August-Sparrate läuft unter dem Motto: “Knapp daneben ist auch vorbei”, aber was solls. Ein verfehltes zu hohes Ziel ist immer noch besser, als das Erreichen eines sehr niedrigen Ziels. Man muss sich das ja selber irgendwie schön reden. Also um es auf den Punkt zu bringen: wir landen diesen Monat bei 57%. Dennoch ein Grund zum Freuen, wie ich finde. Juhuuu. Da darf man auch mal kurz jubeln 🙂 Es ist auch wirklich nett anzusehen, wie sich die Konten langsam füllen und sich die harte Arbeit (ja, sparen ist harte Arbeit – zumindest für mich), auch lohnt. Mit das schönste Gefühl ist eben auch, dass man keine Angst mehr haben muss, dass einem beim Blick aufs Konto sofort die roten Zahlen entgegenspringen. Dass man jetzt zwar immer noch der Gehaltszahlung entgegenfiebert, aber nur weil man sich so freut, dass es eben mehr wird und nicht weil man noch schleunigst einige liegengebliebene Rechnungen begleichen muss. Das motiviert natürlich gleich doppelt 🙂

    Mein elfter Monat ohne neue Bekleidung zu kaufen

    Der elfte Monat ist angebrochen. Ich könnte jetzt sagen: “Nein es fiel mir überhaupt nicht schwer in der ganzen Zeit nichts zu kaufen. Vor allem zum Ende hin, wurde es immer leichter, da ich mich ja schon so daran gewöhnt hatte.”, aber das wäre eine glatte Lüge. Denn um ehrlich zu sein, fällt es mir gerade überhaupt nicht leicht, nichts zu kaufen. Instagram und Pinterest sei dank, werden täglich neue Wünsche in mir geweckt. Ja ich bin mir dessen bewusst und nein ich habe trotzdem keine Lust die Apps zu löschen. Warum? Weil es mir auch Spaß macht zu schauen und gucken ist ja wohl noch erlaubt. Also gekauft habe ich natürlich nichts, aber ich sehne schon das Ende meines selbst-auferlegten Klamotten-Zölibats entgegen, obwohl ich weiß, dass ich auch danach weiter sparen und definitiv nicht mein gesamtes Geld für Bekleidung ausgeben möchte. Bis hierhin war es auf jeden Fall eine tolle Erfahrung, denn ich bin wirklich über mich hinaus gewachsen. Ich habe etwas geschafft, dass mir viele andere und auch ich mir selbst nie zugetraut hätte. Und da darf man dann schon mal ein bisschen stolz auf sich sein 🙂 Beim ganzen Auf-die-Schulter-klopfen will ich natürlich nicht vergessen, dass die Zeit noch nicht rum ist und dass ich auch zukünftig immer darauf achten muss nicht wieder in die Konsumfalle zu tappen.  

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    5 Tipps für weniger Konsum

    5 Tipps für weniger Konsum

    1. Frage dich selbst: Brauche ich das wirklich?

    Was mir tatsächlich geholfen hat beim kompletten Verzicht auf Klamotten und auch weniger andere Produkte zu kaufen, war die Frage: Brauche ich das wirklich? Und damit meine ich wirklich, wirklich? Denn die meisten Käufe entstehen entweder aus dem kurzen Haben-wollen Impuls heraus oder sind ein langgehegter Wunsch. Jedoch kann es dir bei beiden Kategorien passieren, dass, wenn du genau darüber nachdenkst und in dich gehst, feststellst, dass dieser oder jener Gegenstand gar keinen echten Zweck hat, außer, dass du dich gerade für den Moment des Kaufes besonders gut fühlst. Im schlechtesten Fall spürst du auch noch eine kognitive Dissonanz, weil du auf der einen Seite diese eine Sache unbedingt haben willst, sie auf der anderen Seite aber sehr viel Geld kostet, das du eigentlich nicht ausgeben wolltest, weil du es nicht hast. Das war zum Beispiel bei mir oft der Fall. Ja klar freut man sich dann auch noch mal mega, wenn man die neue Tasche oder das neue Paar Schuhe perfekt zu Outfit xy kombinieren kann. Dieser Effekt hält leider aber nur sehr kurze Zeit an. Bei mir war es meist so, dass, wenn ich etwas ein Mal getragen hatte, es sich für mich als langweilig oder nicht mehr so aufregend anfühlte. Da war der nächste Einkauf vorprogrammiert. Heute hilft es mir, mich daran zu erinnern wie viele Paar Schuhe, wie viele Oberteile und wie viele Taschen ich besitze. Somit wird ein kann ich neuerliche Kaufimpulse gut in Schach halten. Schließlich kann ich auch nur immer eine Tasche und ein Paar Schuhe tragen und es muss nicht jeden Tag etwas Neues sein. 

    Titelbild: Department Store / Pixabay / 2019

    Bildquelle: XU Haiwei / Unsplash / 2019

    2. Warte ab

    Das einzige was ich früher abgewartet habe, war der Eingang meines Lohns, um dann endlich wieder shoppen gehen zu können. Mittlerweile handhabe ich es so, wenn ich mir etwas wünsche, es aber nicht so sehr benötige, dass ich es sofort kaufen muss, dann schreibe ich es auf eine Liste. Dann überlege ich was diese neue Anschaffung kosten würde und wann ich das Geld auf meinem Spaßkonto dafür zusammen hätte. Ab und an schaue ich dann mal wieder auf diese Liste. Manchmal stelle ich dann doch fest, dass sich der Wunsch nach längerem Abwarten doch in Wohlgefallen aufgelöst hat. Wenn ich mir dann aber immer super sicher bin, dass ich dafür mein Geld ausgeben möchte, dann weiß ich, dass es das auch für mich wert ist. 

     

    So kompliziert musst du es natürlich nicht machen. Oft hilft es auch mal eine Nacht darüber zu schlafen oder den Wunsch eine Woche ruhen zu lassen. Aber beim Kauf solltest du dir sicher sein und vor allem ein sehr gutes Gefühl haben und zwar jedes Mal, wenn du dein Wunschprodukt in die Hand nimmst.

     

    3. Sortiere aus

    Was ich soll aussortieren, obwohl ich mir nichts Neues kaufen darf? Ja und dafür gibt es mehrere gute Gründe. Zum einen kannst du die Dinge, die noch gut sind, die du aber nicht mehr benötigst wieder verkaufen und dir damit einen kleinen Zuschuss für deinen ETF-Sparplan verdienen. Zum anderen siehst du wie viele Dinge du noch besitzt und wovon du jetzt erstmal nichts Neues mehr kaufen musst. Darüber hinaus hilft dir das dich von altem Ballast zu befreien. So kannst du dich nicht nur des Gerümpels in deiner Wohnung entledigen, sondern auch alle negativen Gefühle loslassen, die du vielleicht noch mit bestimmten Gegenständen verbindest. 

    4. Erstelle eine Liste mit 50 Dingen, die du stattdessen machen könntest

    Nimm dir einmal ein paar Minuten Zeit und erstelle dir eine Liste mit 50 Dingen, die du tun könntest, während du jetzt gerade nicht shoppst. Bei mir stehen dort zum Beispiel Dinge wie: Gitarre spielen, lesen, backen, mit meiner Oma telefonieren, mit meinem Mann diskutieren, einen Blogbeitrag schreiben, meditieren, spazieren gehen, Yoga machen, Musik hören, tanzen,….

     

    Du siehst, es gibt eine Menge Alternativen. Lege dir einige davon zu recht, um im Notfall darauf zurückgreifen zu können.

                               Bildquelle: Tony Rojas / Unsplash / 2019

     Bildquelle: Simon Wilkes / Unsplash / 2019

    5. Sei bewusst und achtsam, mit deinen Gefühlen

    Dieser Tipp gilt übrigens nicht nur für dein Kaufverhalten, sondern für deinen gesamten Alltag. Wenn du einen Kaufimpuls verspürst, höre mal in dich hinein und schaue genau wo dieses Gefühl gerade herkommt und was es dir sagen möchte. Sagt es: Ich bin nicht genug. Ich brauche das, um mich besser zu fühlen. Dann nimm dir eine Beschäftigung von deiner Liste und lass das Gefühl auf andere Weise zu dir kommen. Du wirst sehen, dass du dich auch beispielsweise mit einem Telefonat oder körperlicher Betätigung besser fühlen kannst. Wahrscheinlich wirst du dich sogar doppelt gut fühlen, da die andere Tätigkeit dir einen größeren Mehrwert bietet, als das simple Einkaufen und Anhäufen von Dingen. 🙂 

     

    Mein Fazit für Juli

    Mein Fazit für Juli

    Ich möchte jeden Monat einmal kurz anhand meiner gesteckten Ziele zusammenfassen. Dazu gehören:

    • 3 neue Bücher pro Monat lesen
    • Sparrate 58%
    • keine Bekleidung kaufen

    Drei neue Bücher pro Monat lesen

    Also zu meinem ersten Ziel drei neue Bücher zu lesen. Ich hatte mich für folgende Lektüre entschieden:

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    Was habe ich aus “Zeit für einen Spurwechsel” mitgenommen

    In diesem Buch wird nochmal sehr schön beschrieben wie frühkindliche Erlebnisse Glaubenssätze entstehen lassen, die uns durch unser gesamtes Erwachsenenleben hindurch beeinflussen.

    Ein Aufruf zur Achtsamkeit. Bewusst unsere Gedanken wahrzunehmen, ist der erste Schritt um festgefahrene Annahmen zu hinterfragen und gegebenenfalls zu ändern.

    Punkte, die ich spannend finde:

    • wir verhalten uns immer wieder gleich, aufgrund unserer kindlichen Prägungen
    • negative Erlebnisse in der Kindheit führen zu bestimmten Verhaltensmustern, alternative, innere Realität, die nur in der Vorstellung existiert
    • bedingungslose Liebe ist der absolute Grundbaustein in der Kindheit, ist dieser nicht erfüllt, kann es sien, dass das Kind beispielsweise Liebe mit Leistung verknüpft oder sich selbst als Störfaktor wahrnimmt
    • innere Realität vs. wirkliche Welt, bauen Schutzschild auf, manifestieren sich in den Glaubenssätzen
    • Glaubenssätze / Gedanken > Gefühle > Handlungen
    • wir folgen dann im Autopilot diesen eingefahrenen Spuren
    • mit dem Dialogprinzip kann man  diese innere Realität aufarbeiten, wie findest du heraus was echt und was innere Realität ist
      • erkenne deine innere Realität, was sind deine Glaubenssätze
      • setze dich mit deinem Schmerz auseinander, wovor schützen dich diese Glaubenssätze
      • Wie fühlst du dich damit? Wie hat es sich als Kind angefühlt? Durchlebe deine Emotionen 
    • ein Tagebuch kann helfen die innere Realität aufzuarbeiten, die Aufarbeitung kann jedoch sehr schmerzhaft sein
    • es besteht die Möglichkeit danach die Welt ganz anders zu sehen

    Was habe ich aus “Grit” mitgenommen

    Angela Duckworth geht in ihrem Buch „Grit“ darauf ein, was wirklich für den Erfolg eines Menschen entscheidend ist und zwar nicht die angeborenen Talente. Eher eine Mischung aus Ausdauer und Leidenschaft machen den Unterschied.  

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    Wichtigste Erkenntnisse:

    • nicht Talent entscheidet, sondern aus den gegebenen Dingen das Beste machen durch Disziplin und Übung
    • wir sagen, dass harte Arbeit (Fleiß) wichtiger ist als Talent, jedoch denken wir unterbewusst, dass Talent der Schlüssel ist
    • schon Kindern sollte beigebracht werden, dass es nicht das Genie, sondern die Übung ist, die relevant ist, so haben die Kinder immer das Gefühl mehr erreichen zu können, wenn sie wollen
    • Erfolg braucht kleine Etappenziele und einen großen Traum, du darfst nicht nur kurz brennen, sondern du musst verliebt bleiben 
    • suche dir einen Job, der zu deinen Neigungen passt, aber suche nicht nach dem einen perfekten Job, Studie ergab, dass immer neuere Generationen nach dem einen perfekten Partner und dem einen perfekten Job suchen udn daran natürlich scheitern
    • beharrlich dran bleiben, wenn du etwas gefunden hast, dass dir gut tut
    • Arbeite smart, statt hart > Übung ist wichtig, aber es kommt auch darauf an, wie du übst
    • setze dir regelmäßig konkrete Ziele und lerne bewusst
    • bewusstes Reflektieren ist ausschlaggebend, um wirklich etwas zu lernen und sich zu verbessern

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    Was habe ich aus „Habitus“ mitgenommen

    Der Inhalt ist hier tatsächlich ein bisschen abgehoben, wie ich finde. Es geht in diesem Buch darum, wie man sich verhalten sollte, um in bestimmten Kreisen nicht negativ aufzufallen. Ich finde es aber auch in dem Sinne interessant, dass es wichtig für einen selbst ist, sich bereits jetzt so zu verhalten, als hätte man das Gewünschte bereits erreicht. Also wer vorhat groß aufzusteigen, kann sich jetzt schon die richtigen Verhaltensmuster aneignen.

    meine wichtigsten Denkanstöße:

    • gläserne Wand, an die wir stoßen, wenn wir über unsere soziale Herkunft hinaus wachsen wollen, wir können unseren Habitus jedoch an unsere Zielumgebung anpassen

    • In den Bereichen:
      • Wissenskapital
      • Sozialer Reichtum
      • Materieller Reichtum
      • Physischer Reichtum
      • Sprachlicher Reichtum
      • Psychologischer Reichtum
      • Kultureller Reichtum
    • der Umgang mit Wissen ist wichtiger, als das Wissen selbst
    • wofür wir unser Geld ausgeben, zeigt unseren sozialen Status
    • Habituelle Finanzelite: Investieren und Geld anlegen, anstatt Lebensmittel, Wohnung und Freizeit
    • der Krabbeneffekt: wenn Krabben in einem Korb liegen und eine Krabbe versucht heraus zu klettern, zerren die anderen Krabben sie wieder nach unten > Menschen sind da ähnlich, sie halten jemanden, der versucht aus der Gruppe auszubrechen, zurück
    • Menschen, die schon da sind wo wir hinwollen, imitieren
    • der kulturelle Habitus: wer allen Verpflichtungen nachkommt und dabei noch entspannt aussieht, hat es geschafft
    • nutze dein dynamisches Selbstbild > du kannst immer dazu lernen > Growth Mindset

     

    Titelbild: Unsplash /Maddi Bazzocco / 2019

    Sparrate von 58%

    In diesem Monat sieht es unglaublich gut aus. Ich habe mich sogar selbst übertroffen. Sage und schreibe 69% landen auf der Haben und auch Bleiben Seite. Da ich im Urlaub weder Tanken, noch extra (normale) Lebensmittel kaufen musste, fiel dadurch schon mal etwas weg. Auch zur Kosmetik und zum Gitarrenunterricht ging es nicht. Dadurch, dass ich vorher noch zwei Mal geschäftlich unterwegs war, wurde ich auch da natürlich voll versorgt. Was mir allerdings noch ein wenig Sorgen bereitet, ist der Bereich Extras . Diesen Monat befinden sich darin neben einem weiteren Bandshirt und die Mütze, auch entwickelte Fotos sowie etwas Kleinkram, der eben einfach mal anfällt. Nichtsdestotrotz möchte ich hier etwas kontrollierter herangehen.

    Mein zehnter Monat ohne neue Bekleidung zu kaufen

    Wie in meinem kurzen Urlaubsbericht geschildert, konnte ich dieses Jahr auf das große Vorshopping und den hemmungslosen Ferienkauf verzichten. Das ist für mich schon ein riesen Fortschritt und ich bin auch ein kleines bisschen stolz auf mich. 🙂 So verläuft auch der zehnte Monat ohne Komplikationen. 

    *Affiliatelinks/Werbelinks