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    Jan 27, 2021

    Negative Glaubenssätze auflösen in drei Schritten

    “Ich werde es nie schaffen zu sparen.” “Ich werde nie mehr Geld verdienen, als jetzt.” “Nach einer Gehaltserhöhung brauche ich gar nicht erst fragen.” “Ich gebe immer mehr Geld aus, als ich verdiene.” “Um Geld zu verdienen, muss man immer sehr hart arbeiten.” “Für die Tätigkeit, die mir Freude bereitet, würde mich nie jemand bezahlen.” – Hast du einen oder mehrere dieser Sätze auch schon mal zu dir selbst gesagt? Ich kann diese Frage auf jeden Fall mit Ja beantworten. Doch die gute Nachricht ist, all diese negativen Glaubenssätze sind nur deine momentane Wahrheit und du kannst diese Wahrheit verändern. Wie? Ich zeige dir hier, wie du in drei Schritten negative Glaubenssätze auflösen und umkehren kannst.

    Titelbild: Unsplash / Kent Pilcher / 2021

    Negative Glaubenssätze erkennen

    Bevor du dir neue, bejahende Glaubenssätze aufbauen kannst, musst du erstmal schauen, wo deine Defizite liegen. Was sind deine alten, dich behindernden Glaubenssätze? Dafür ist es besonders wichtig, dass du achtsam bist. Achtsam mit deinen Gedanken. Was denkst du denn den ganzen Tag so über dich? Fallen dir dabei häufig Sätze auf, wie “Ich habe nicht genug xy.”, “Ich bin nicht genug xy.”, “Wenn ich doch mehr von xy hätte, dann wäre ich mehr xy.”, “Ich bin zu xy.” Wenn du solche negativen Aussagen mehrmals täglich in deinem Kopf durchspielst und sie dich in deiner Umsetzung neuer Vorhaben behindern, dann handelt es sich hier womöglich um negative Glaubenssätze.

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    Bild: Unsplash / Sara Kurfess / 2021

    Negative Glaubenssätze auflösen in drei Schritten

    Wenn du diese negativen Glaubenssätze erstmal erkannt hast, ist das schon ein toller Schritt in die richtige Richtung. Nun kannst du daran arbeiten. 

    Die Us-Amerikanerin und Bestsellerautorin Byron Katie hat in ihrem Buch “the Work” ein System entwickelt, mit dem man in drei einfachen Schritten negative Glaubenssätze auflösen kann. Diese drei Schritte möchte ich dir hier kurz vorstellen.



    1. Negative Glaubenssätze aufschreiben

    Da du dich ja jetzt schon selbst eine Weile beobachtet hast und feststellen konntest, was du da den ganzen Tag so über dich denkst, nimm dir nun einen Zettel und einen Stift und notiere dir deine negativen Glaubenssätze. Damit kannst du natürlich nicht nur deine dich behindernden Wahrheiten über deine Geldbeziehung heilen, sondern dir all deine urteilenden Gedanken bewusst werden.

    2. Stelle dir zu deinen Glaubenssätzen diese 4 Fragen:

    1. Ist das wahr? 

    2. Kannst du mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist? 

    3. Wie reagierst du, was passiert, wenn du diesen Gedanken denkst?

    4. Wer wärst du ohne diesen Gedanken?

    Zu 1. Ist das wahr?

    Diese Frage kannst du entweder mit oder nein beantworten, wenn du sie mit Nein beantwortest, kannst du direkt zu Frage 3 übergehen. Sei ganz ehrlich zu dir selbst. Du musst hier niemandem etwas beweisen. Gehe in dich und beantworte dir diese Frage ganz aufrichtig.

     

    Zu 2. Kannst du mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist?

    Hier geht es nochmal an den Kern des Ganzen. Ist dein Glaubenssatz ein Fakt? Ist dieser Gedanke wirklich unumkehrbar, wie ein Naturgesetz? Oder haben deine Eltern, Geschwister, Freunde, deine Grundschullehrerin, dein Chef, dein Nachbar oder die Gesellschaft allgemein dir diesen Gedanken eingepflanzt?

     

    Zu 3. Wie reagierst du, was passiert, wenn du diesen Gedanken denkst?

    Fühle dich nun in deinen Glaubenssatz hinein und notiere dir, wie du dich dabei fühlst und welche Handlungen daraus hervorgehen. Nimm dir ausreichend Zeit, um in dich hinein zu fühlen und diese Frage für dich zu beantworten.

    Folgende Fragen können dir dabei helfen, die dritte Aufgabe besser für dich zu beantworten:

    • Welche Gedanken und inneren Bilder tauchen in dir auf, wenn du diesen Glaubenssatz denkst?
    • Welches Gefühl löst dieser Glaubenssatz in dir aus? 
    • Kannst du eine Reaktion deines Körpers beobachten, wenn du an diesen Glaubenssatz denkst?
    • Wie reagierst du, wenn du diesen Glaubenssatz denkst oder ihn laut vor dich her sagst?
    • Wie behandelst du dich selbst, wenn du diesen Gedanken denkst?
    • Wie behandelst du andere Menschen, wenn du diesen Gedanken denkst?

    Zu 4. Wer wärst du ohne diesen Gedanken?

    Jetzt musst du ein wenig deine Fantasie spielen lassen. Stell dir vor du hättest diesen Glaubenssatz, diesen Gedanken nicht. Wie würdest du dich dann fühlen? Wie würdest du dann handeln? Manchmal hilft es auch an einen Menschen in seinem Umfeld zu denken, der diesen Glaubenssatz auf keinen Fall denkt. Überlege dir wie dieser Mensch handeln würde. Es muss nicht zwingend ein Mensch aus dem näheren Umfeld sein. Du könntest dich auch fragen, was würde Oprah Winfrey tun, oder Serena Williams. Auch müssen diese Menschen weder real noch Menschen sein. So könntest du dich auch fragen, wie würde Peter Parker handeln oder Meister Yoda. Notiere dir deine neuen Gedanken, Gefühle und Handlungen.

    3. Kehre deinen Gedanken in einen positiven Glaubenssatz um

    Du hast jetzt schon unheimlich viel über dich gelernt. Du weißt, wo dich negative Glaubenssätze behindern, was sie mit dir machen und wie unglaublich du dich ohne sie fühlen könntest. Nun gilt es dieses neue wunderbare Gefühl in Worte zu fassen. Finde eine positive Aussage zu deinem bisherigen negativen Glaubenssatz. Manchmal gibt es nur eine Variante, wie du den bisherigen Glaubenssatz umschreiben kannst. Manchmal sind mehrere Versionen möglich. Nimm dir auch für diesen Schritt ausreichend Zeit. Denn hier ist besonders wichtig, dass dein neuer Glaubenssatz sich genauso wahr anfühlt, wie es zuvor dein alter getan hat. Du erschaffst dir hier deine neue Wahrheit, deine neue Realität. Suche dir drei Beweise für deinen neuen Glaubenssatz. Das wird dich weiter davon überzeugen, wie wahr dieser ist.

    Ich hoffe diese Übung hilft dir dabei deine bisherigen negativen Glaubenssätze aufzulösen und, dass du nun mit Leichtigkeit die Dinge erreichst, die du dir vorgenommen hast.

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