In 7 Schritten zur finanziellen Freiheit

    In 7 Schritten zur finanziellen Freiheit

    Du weißt, dass du dich endlich mal um deine Finanzen kümmern solltest, hast aber überhaupt keine Idee, wo du anfangen sollst? Dann habe ich für dich hier mal sieben einfache Schritte zusammengestellt, an denen du dich entlanghangeln kannst. Und ich verspreche dir, wenn du diese sieben Schritte durchgearbeitet hast, hast du deine Finanzen im Griff. Klingt gut? Dann lass uns loslegen.

    1. Basiswissen

    Im ersten Schritt solltest du dir das nötige Fachwissen aneignen. Ja, auch, wenn das jetzt nach viel Arbeit klingt, kommst du darum nicht herum. Denn die Kenntnis über bestimmte Begriffe und, wie gewisse Konstrukte funktionieren, stellen das absolute Grundgerüst für deine finanzielle Unabhängigkeit dar. Aber keine Angst, auch, wenn du vielleicht im ersten Moment das Gefühl haben solltest, keinen Durchblick zu haben, wird sich dieses Gefühl schnell legen. Schaue dir zunächst mal an, wie folgende Begriffe definiert sind:

    Titelbild: Unsplash / Fuu J / 2019

    2. Status quo

    Nachdem du dir das nötige Basiswissen angeeignet hast, kannst du dich nun daran machen deinen derzeitigen finanziellen Status genauer unter die Lupe zu nehmen. Dabei schaust du alle deine Vermögenswerte und alle deine Verbindlichkeiten genau an. Ziel bei dieser Übung ist es, herauszufinden, wie du finanziell aufgestellt bist, welche Einnahmen du hast und welche Kosten jeden Monat auf dich zukommen. Am Ende dieser Aufgabe solltest du wissen, in welcher Höhe dein monatlicher Sparbetrag ausfällt. Dazu würde ich dir empfehlen dir folgende Artikel näher anzuschauen:

    3. Zielsetzung

    Du weißt nun, wie deine aktuelle finanzielle Lage aussieht. In diesem Schritt geht es darum, zu bestimmen in welche Richtung sich deine Finanzen entwickeln sollen. Wo möchtest du in einem Monat, in einem halben Jahr oder in fünf Jahren stehen. Um Klarheit über deine Ziele zu erlangen solltest du dir folgende Punkte näher anschauen:

    Am Ende dieses Schritte solltest du eine Zahl vor Augen haben, die du in einem bestimmten Zeitraum x erreicht haben möchtest, um damit y anstellen zu können.

    Ein Beispiel: 

    Mein zu erzielendes Endkapital beträgt etwa 300.000 EUR. Dieses Endkapital ermöglicht es mir teilweise von meinem passiven Einkommen leben zu können und nur noch in Teilzeit arbeiten zu müssen. Mein Startkapital liegt bei 20.000 EUR.    

    4. Risikobereitschaft

    Nun da du ein festes Ziel und einen konkreten Betrag vor Augen hast, solltest du dir anschauen, wie du dieses Ziel erreichen kannst. Dabei ist die Festlegung deiner Risikobereitschaft ein entscheidender Faktor. Um zu bestimmen solltest du dir diese Beträge genauer anschauen:

    Ziel dieser Übung ist es, herauszufinden, wie es um deine finanzielle Risikobereitschaft bestellt ist. Dabei zählt nicht, ob du in deiner Freizeit gern Fallschirmsprünge oder alpine Mountainbike-Touren machst. Hier geht es darum, auf welche Anlageformen du deinen Sparbetrag aufteilst.

     

    Dein Ziel kann erweitert werden um:

    Mein zu erzielendes Endkapital beträgt etwa 300.000 EUR. Dieses Endkapital ermöglicht es mir teilweise von meinem passiven Einkommen leben zu können und nur noch in Teilzeit arbeiten zu müssen. Mein Startkapital liegt bei 20.000 EUR. 

    Dafür werde ich in den nächsten 15 Jahren monatlich 800 EUR in ETFs investieren und 260 EUR auf einem Tagesgeldkonto zur Seite legen. So verteilt sich meine Risikobereitschaft folgendermaßen: risikobehafteter Teil: 76% / risikoloser Anteil: 24%.

    5. Strategie

    Um deine Strategie festzulegen, müssen vorerst noch mal etwas Theorie nachholen. Lies dir dafür am besten folgende Artikel nochmal durch:

    Wenn du diese einzelnen Punkte nochmal durchgegangen bist, erschließt sich dir nochmals, die Funktionsweise von ETFs und, wie du diese für dich nutzen kannst. Breite Streuung und langer Anlagehorizont sind hier die Schlüsselbegriffe, die deine Strategie darstellen.

     

    6. Weltportfolio

    Jetzt stellt sich dir noch die Frage, wie du am einfachsten die optimale Diversifikation erreichen kannst? Kein Problem, denn zum Glück haben sich schlaue Köpfe bereist dazu schon Gedanken gemacht. Wenn du mehr über die verschiedenen Weltportfolio-Varianten erfahren willst, empfehle ich dir entweder mein Buch: “Vom Fast Fashion Wahn zur finanziellen Freiheit” 

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    oder meinen Online-Kurs für deinen Vermögensaufbau. Danach solltest du dir auf jeden Fall nochmal das Buch: “Souverän investieren mit Indexfonds & ETFs” von Gerd Kommer zu Gemüte führen. Wenn du diese beiden Bücher durch hast, bist du bestens über die verschiedenen Weltportfolio-Varianten informiert und kannst selbst entscheiden, welche für dich am besten geeignet ist. 

    7. Produkte & Kauf

    Nach all der ganzen Theorie und Vorbereitung kommen wir nun zum letzten Schritt deines Vermögensaufbaus: der Auswahl deiner Produkte und dem Kauf. Ein bisschen lesen musst du dafür allerdings noch. Du solltest unbedingt wissen:

     

    Am Ende dieser Aufgabe solltest du einen Online-Broker ausgewählt haben und dir entsprechend deiner Weltportfolio Variante die jeweiligen ETFs anhand der vorgeschlagenen Kriterien herausgesucht haben. Du weißt nun genug, um tatsächlich auf das Knöpfchen für den Kauf zu drücken. Optimalerweise fließen nun zu Beginn jeden Monats Sparbeträge auf dein Verrechnungskonto für dein Depot und auf dein Tagesgeldkonto. Und du bist deiner finanziellen Freiheit ein ganzes Stück näher gekommen. Herzlichen Glückwunsch! 🙂 

    Alle sieben Schritte kannst du im Detail und ausführlich auch nochmal in meinem Buch nachlesen. Du hast das Gefühl, dass ein Buch dir nicht die nötige Unterstützung bietet, die du dir vorstellst, wenn es um deinen Vermögensaufbau geht, dann ist mein Online-Kurs genau das Richtige für dich. Hier gehen wir gemeinsam jeden einzelnen Schritt durch von den einzelnen Begrifflichkeiten bis hin zum Kauf deines ersten ETFs. 

    *Affiliatelinks/Werbelinks

    Meine Top Ten Bücher für deine Finanzen

    Meine Top Ten Bücher für deine Finanzen

    Normalerweise stelle ich euch ja jeden Monat drei Bücher vor, die ich in den vergangenen Wochen gelesen, beziehungsweise gehört habe. Ich bin ein großer Fan von Audible (keine Werbung, weil immer alles selbst gekauft. Audible, wann sponsorst du mich endlich??!!!) Da kann ich in jeder Lebenslage lesen, egal ob morgens beim Fertigmachen, Autofahren oder Abendbrotessen. Ein Hörbuch geht eben immer. Daher kommt da schon mal einiges an Büchern zusammen, die ich euch hier natürlich nicht alle vorstelle, da sich dort auch mal der ein oder andere Roman einschleicht oder Bücher, die mit Finanzen und Persönlichkeitsentwicklung so gar nichts zu tun haben. 

    Aus diesem Grund habe ich euch hier nochmal meine absoluten Favoriten zu den Bereichen Finanzen und Persönlichkeitsentwicklung zusammengestellt. Du fragst dich jetzt vielleicht, warum ich diese beiden Fachgebiete jetzt in einen Topf werfe. Für mich gehört das eine einfach untrennbar mit dem anderen zusammen. Wenn man vorher, so wie ich, eine recht verschwenderische und konsumgesteuerte Lebensweise an den Tag gelegt hat, dann reicht es eben nicht aus, sich nur Fachwissen anzueignen, sondern muss seine komplette Einstellung ändern. Zumindest war das bei mir der Fall.

    Also dann kommt jetzt hier die ultimative, dein Leben verändernde, sagenumwobene Bücherliste für deine Finanzen. 😉

    Titelbild: Unsplash / Eli Francis / 2019

    1. „Die 7 Wege zur Effektivität“ von Stephen R. Covey

    Eines muss ich direkt mal vorweg sagen, das ist eines der besten Bücher, die ich bisher jemals gelesen habe. Aus diesem Grund erscheint es hier auch direkt auf Platz eins meiner persönlichen Top 10. Ich kann es jedem einfach nur empfehlen, der an persönlicher Weiterentwicklung interessiert ist. Ich konnte aus diesem Buch einfach unheimlich viel mitnehmen. 

    “Die 7 Wege zur Effektivität” wurde bereits 1989 das erste Mal veröffentlicht, hat aber bis heute nichts an seiner Aktualität verloren. Nicht umsonst zählt dieses Buch zu den Klassikern unter den bedeutendsten Business-Bestsellern. Ich finde, es fasst alle wichtigen Lehren angefangen bei der Fabel der Gans mit den goldenen Eiern bis hin zu dem Punkt, dass du dir deine eigene Realität erschaffst, ausgezeichnet zusammen. Covey untermauert all seine Standpunkte mit Beispielen aus dem täglichen Leben. So war es für mich als Leser auch einfach diese in meinen Alltag zu übertragen. Also es wird nicht einfach nur wild mit Theorien um sich geworfen, sondern man kann die gelernten Dinge direkt anwenden. Ein Buch, das wahnsinnig motivierend und nachhaltig beeindruckend ist. Definitiv lesenswert. 

     

    2. „Souverän Investieren“ von Gerd Kommer

     

    Das Buch zum Thema passives Investieren und ETFs schlechthin. Es wird auch oft geschrieben, dass Gerd Kommer diese Anlageform für die breite Masse bekannt gemacht hat. Allerdings muss ich dazu sagen, dass es für absolute Neulinge auf dem Gebiet schon, gelinde gesagt, etwas kompliziert geschrieben ist. Daher würde ich dieses eher wissenschaftliche Fachbuch erst nach einigen vorherigen Recherchen in diversen Blogs oder nach Durcharbeiten meines Buches empfehlen. Ich war froh, dass ich mir vorher schon jede Menge zu Börse, Aktien und ETFs angelesen hatte, bevor ich mir Gerd Kommer zur Brust nahm. So war es für mich wesentlich einfacher bestimmte Fachbegriffe, Strategien und Herangehensweisen nachzuvollziehen. Nichtsdestotrotz ist das ein Buch, das man gelesen haben muss, bevor man sich an die ersten Käufe wagt. Deshalb der absolut berechtigte zweite Platz.

    2.1 „vom Fast Fashion Wahn zur finanziellen Freiheit“ von Jessica Howad

    Wie gerade schon angemerkt würde ich dir empfehlen, bevor du dich an den stark wissenschaftlichen Teil wagst, vorerst ein Buch zu lesen, dass dir die Grundkenntnisse auf verständliche Art und Weise näherbringt. Genau für diesen Zweck gibt es “Vom Fast Fashion Wahn zur finanziellen Freiheit” ähmmm ja..von mir. 😉 In diesem Buch erkläre ich dir wirklich Schritt für Schritt, wie du dich als Laie in das Thema Finanzen einarbeiten kannst. So hast du das nötige Rüstzeug an der Hand, um dich danach ganz beruhigt Gerd Kommer zu widmen.

     

    3. “Wie man Freunde gewinnt” von Dale Carnegie

     

    Wenn auf Platz eins meiner persönlichen Favoritenliste nicht die 7 Wege zur Effektivität wären, dann würde dort dieses Buch: “Wie man Freunde gewinnt”, stehen. Der Titel ist vielleicht ein bisschen irritierend. Zumindest war das der Grund, warum das Buch am Anfang etwas länger in meinem Regal stand. Als ich dann jedoch einmal mit dem Lesen angefangen hatte, konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Es hat weniger damit zu tun, wie man Freunde gewinnt, sondern eher wie man den richtigen Umgang mit seinen Mitmenschen pflegt und mit der richtigen Kommunikation an sein Ziel kommt, ohne seinen Gegenüber in die Ecke zu drängen. 

     

    Geschrieben wurde es von dem bereits 1888 geborenen Dale Carnegie, der sich als Motivations- und Kommunikationstrainer einen Namen machte. Auch, wenn das Buch bereits im Oktober 1936 sein erstes Veröffentlichkeitsdatum hat, verhält es sich auch hier, wie mit vielen anderen bedeuten Klassikern. Damals wie heute ein Werk, das zu deinem Standardrepertoir gehören sollte. 

    4. „Grenzenlose Energie“ von Anthony Robbins

     

    Grenzenlose Energie – das Powerprinzip geschrieben von dem NLP- und Mentalcoach schlechthin – Anthony Robbins. Ein Buch, das man auf jeden Fall gelesen haben muss. Für mich damals ein absoluter [Achtung! Marketingsprech] Gamechanger. Aber ich kann es leider nicht anders sagen. Nochmal ganz kurz zur Erklärung: NLP bedeutet neurolinguistische Programmierung. Im Prinzip geht es dabei darum deine Ziele so an dein Unterbewusstsein zu kommunizieren, dass du diese auch mit Leichtigkeit erreichst. Wenn man sich einmal auf das Thema eingelassen hat, kann man unheimlich viel mitnehmen. Viele, der in dem Buch beschriebenen Techniken, habe ich auch schon oft selbst angewendet. Hübscher Nebeneffekt ist, dass man viel achtsamer mit seinen Gedanken und Handlungen umgeht. Was nicht zuletzt auch im Hinblick auf deine Finanzen entscheidend ist.

    5. „Ein neues Leben in 7 Tagen“ von Paul McKenna

    Auch hier tauchen wir wieder tief ins Unterbewusstsein ein. Paul McKennas Schwerpunkte liegen in den Bereichen Hypnose und NLP (neurolinguistische Programmierung). Wenn du jetzt denkst:”Ach mit so einem esoterischen Kram kann ich nichts anfangen.”, dann würde ich dich trotzdem bitten dich näher mit dem Thema zu befassen und dich mal darauf einzulassen. Wenn man die Mechaniken des NPL kennt und verstanden hat, ist es eher ein tolles Tool, als Hokuspokus. In “Ein neues Leben in 7 Tagen” (was ich doch ein bisschen zu überambitioniert finde) werden dir jeden Tag verschiedene Techniken vorgestellt, die du direkt anwenden kannst. Ich habe selbst viele davon ausprobiert, aber man kann jetzt nicht erwarten, dass sich über Nacht wie von Zauberhand dein komplettes Leben verändert. Es ist ein etwas weiterer Weg, den es sich aber lohnt, zu gehen. 

    6. „Die 4 Stunden Woche“ von Timothy Ferriss

    Nach einem Burnout wollte Tim Ferriss durch die Welt reisen und konnte so trotzdem innerhalb von 4 Stunden sein Unternehmen führen.

    Auch, wenn die meisten (also ich zumindest für meinen Teil) meilenweit davon entfernt sind, ihr eigenes Unternehmen zu führen, geschweige denn dies innerhalb von vier Stunden in der Woche zu tun, ist dieses Buch dennoch ein unglaublicher Motivationsgeber. Es zeigt, dass auch, wenn du gerade noch lange nicht an diesem Punkt angekommen ist, einfach alles möglich ist. Allein für diesen Aspekt ist das Buch, die Zeit, die man darin investiert, allemal wert.

    7. „Das Harvard-Konzept – richtig verhandeln“ von Roger Fisher, William Ury, Bruce Patton

    Das Havard-Konzept ist eines der Standardwerke, wenn es um das Thema “Verhandeln” geht. Mit diesem Buch bekommst du wirklich wertvolle Tools an die Hand. Egal, ob Gehaltsverhandlung, Diskussionen mit dem letzten Vermieter oder Meetings mit verärgerten Kunden – mit den Inhalten aus diesem Buch bist du für alles gewappnet. Jeder von uns hat sich schonmal in einem Gespräch befunden, in dem er ein bestimmtes Ziel verfolgt hat, dass er beim Gegenüber platzieren wollte. Um dieses Ziel auch strategisch und diplomatisch zu erreichen, ohne den anderen zu übervorteilen, helfen die Tipps und Anwendungsbeispiele aus diesem Buch enorm.

    8. „Denke nach und werde reich“ von Napoleon Hill

    Napoleon Hill wurde 1883 geboren. Nichtsdestotrotz gelten seine 13 Gesetze des Erfolgs auch heute noch. Das Buch „Denke nach und werde reich“ erschien bereits im Jahre 1937 und ist ein zeitloser Klassiker, den man gelesen haben sollte. Napoleon Hill hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine Vielzahl der mächtigstens und einflussreichsten Persönlichkeiten seiner Zeit zu interviewen. Die Quintessenz ihrer Erfolge hat Hill in 13 Gesetze gegossen. Somit bekommst du das Wissen so vieler Menschen in einem Buch kombiniert und auf das Wesentliche komprimiert.  

    9. „Die Gesetze der Gewinner“ von Bodo Schäfer

    Ich finde dieses Buch ist noch mal eine gute Zusammenfassung der wichtigsten Punkte zu den Themen Finanzen und Persönlichkeit. Es besteht aus 30 kleinen Gesetzen, die anhand von Beispielen nochmal erläutert werden. Diese zeigen, warum es so wichtig ist, die “Gesetze der Gewinner” anzuwenden. Zusätzlich gibt es am Ende eines jeden Kapitels kleine Aufgaben, die helfen das Gelernte in die Praxis umzusetzen. Einige Inhalte des Buches kommen dir vielleicht schon bekannt vor, wenn du bereits tiefer in die Materie eingetaucht bist. Allerdings finde ich das gar nicht so schlecht, da man sich die einzelnen Themenschwerpunkte sowieso regelmäßig ins Gedächtnis rufen sollte. 

    10. „Die Macht der Gewohnheit“ von Charles Duhigg

    Hole ich mir, wie immer den Coffee-to-go auf dem Weg zur Arbeit? Packe ich den 5 EUR Schein, wie immer in die Spardose? Bestelle ich, wie jeden Samstag mein Essen beim Lieferdienst? Packe ich mir, wie jeden Tag meine Tupperdose für die Arbeit ein? All diese Tätigkeiten sind Gewohnheiten, die darüber entscheiden, wie dein Leben in einem Jahr aussieht. Sie helfen uns dabei, die Dinge in unserem Leben routiniert und Leichtigkeit zu erledigen. Natürlich können sich dabei auch ungewünschte Angewohnheiten einschleichen. Genau an dieser Stelle setzt das Buch von Charles Duhigg ein. Er erklärt: Was sind Gewohnheiten und wie entstehen sie? Wie kann ich Gewohnheiten erkenn und verändern? Dabei bezieht er diese Fragen nicht nur auf einzelne Personen, sondern auch auf große Gruppen, wie beispielsweise ein Unternehmen oder eine Kirchengemeinde. 

    10 schlechte Angewohnheiten, die deinen Finanzen schaden

    10 schlechte Angewohnheiten, die deinen Finanzen schaden

    Das morgendliche Zähneputzen, das Lenken und gleichzeitig Schalten beim Autofahren, der Griff in die Süßigkeitenkiste, wenn man gestresst ist. All das sind Gewohnheiten. Anhand dieser Beispiele kannst du schon sehen, dass sie uns manchmal sehr nützlich, aber oft auch sehr hinderlich sein können. Diese Gewohnheiten schleichen sich in dein alltägliches Leben und beeinflussen so natürlich auch deine Finanzen. Welche 10 schlechten Angewohnheiten deinen Finanzen schaden können und die du tunlichst vermeiden solltest, zeige ich dir hier. Viel Spaß dabei 🙂

    Titelbild: Unsplash / Manan Chhabra / 2019

    1. Du überprüfst deine Finanzen nicht

    Dazu gehören für mich zwei Dinge. Zum einen, dass du deinen Status quo überprüfst, das heißt, wo stehst du gerade mit deinen Einkommen (vielleicht hast du mehrere), deinen Ausgaben und welche weiteren Assetklassen stehen dir zur Verfügung. Hast du vielleicht auch Schulden. Zum anderen, dass du ein Haushaltsbuch führst. Wenn du deine Einnahmen und Ausgaben noch nicht genau strukturiert hast, ist ein Haushaltsbuch das ideale Tool, um dich dabei zu unterstützen.

    2. Du investierst dein Geld nicht

    Ja, wir wären hier auch nicht bei themoneygirl, wenn ich dir nicht dazu raten würden, dass du dein Geld natürlich an der Börse anlegen sollst. Es ist toll, wenn du bereits Geld sparst, aber damit dein Geld auch wirklich etwas für dich tun kann, solltest du es nicht auf dem Sparbuch, dem Tagesgeld- oder Girokonto versauern lassen. Bei der derzeitigen Zinspolitik springt für dich dabei leider gar nichts raus. Ganz im Gegenteil du verlierst noch Geld, indem die Inflation langsam, aber stetig daran nagt.

    3. Du lässt dich leicht beeinflussen

    Das ist insofern problematisch, wenn du dir ständig auf Instagram die neuesten Taschen und Kleider der Influencer anschaust. Zumindest war ich dafür immer besonders anfällig. Natürlich gilt auch das Gleiche für den neuen BMW des Nachbarn oder die ausgedehnte Reise deiner Kollegin auf die Malediven. Schau nicht neidisch nach links und rechts und lass dich nicht von den vermeintlichen Reichtümern in deinem Umfeld beeinflussen. Es ist nicht immer alles Gold was glänzt. Konzentriere dich auf dich und vergleiche dich nur mit dir selbst. Nur so kannst du deine wahren Erfolge erkennen.

     

    4. Du schiebst deine Probleme auf das Geld

    “Ja, wenn ich auch so viel Geld hätte, wie Tante Luise, dann könnte ich ja auch mehr sparen / einen Notgroschen anlegen / an der Börse investieren oder würde mich um meine Finanzen kümmern. Aber so…” Halt Stopp! Nicht das Geld ist hier das Problem, sondern (tut mir leid, dass ich das so hart sagen muss) deine Einstellung. Du kannst all diese Dinge trotzdem tun. Ich weiß, dass es für viele Menschen sehr hart ist, das will ich auch nicht wegreden. Nichtsdestotrotz kann sich jeder mit seinen Finanzen auseinandersetzen. Und vielleicht gibt es ja doch noch das ein oder andere Einsparpotenzial. Und vielleicht ist da doch noch eine Möglichkeit sein Einkommen irgendwie zu erhöhen. Sei es durch eine Gehaltserhöhung, einen anderen Job oder durch Verkäufe auf dem Flohmarkt. Und vielleicht bleiben dann doch 25 EUR am Ende des Monats übrig, die in einen ETF fließen können. Aber für all diese Dinge kannst nur DU sorgen, nicht dein Geld und auch nicht Tante Luise.

    5. Du verhandelst nicht

    Dazu kann ich eine kleine Anekdote erzählen. Als ich nach Berlin gezogen bin, musste ich auch mein Auto ummelden. Das konnte ich direkt bei der Kfz-Stelle in der Nähe meiner Arbeitsstelle tun. So weit so einfach. Dazu gehörte natürlich auch ein neues Kennzeichen und auch neue Nummernschilder. Da das vor einer Anmeldestelle ein super lukrativer Platz ist, haben sich zig kleine Buden angehäuft, die dir direkt, während des Anmeldeprozesse, in fünf Minuten die Schilder fertig machen. Zu diesem Zweck finden sich vor diesen Buden Preisschildchen, auf denen steht, was denn zwei solche Schilder kosten sollen. 70 EUR sollten es dann sein. Da ich vorher mal kurz im Netz geschaut hatte, was den so ein Nummernschild kosten sollte, nämlich zwischen 20 und 30 EUR, schien mir diese Summe doch sehr hoch. Also, als der nette Herr mir dann sagte, wie viel es kosten sollte, meinte ich zu ihm, dass ich 25 EUR bezahlen würde. Das wich natürlich stark von seiner Preisvorstellung ab, dennoch konnten wir uns dann auf 30 EUR einigen. Damit hatte ich meine Schilder und wir beide fühlten uns nicht übermäßig übers Ohr gehauen. Manchmal sollte man nicht alles als gegeben hinnehmen, sondern sich auch mal trauen zu verhandeln. 

    Gleiches gilt selbstverständlich auch für dein Einkommen. Trau dich. Sammle Argumente zusammen, was du in den letzten sechs Monaten erreichst und umgesetzt hast, ich bin mir sicher, dass dir da einiges einfällt und frage auch deine Kollegen welche positiven Punkte sie dem hinzufügen können. Mir hat das zumindest sehr geholfen, da ich auf einige Punkte von allein gar nicht gekommen wäre. Und, wenn ich in den letzten Jahren nicht schon mehrfach über eine Gehaltserhöhung verhandelt hätte, würde ich wahrscheinlich immer noch bei meinem mickrigen Starteinkommen rumdümpeln. Also sei mutig und verhandle auch dein Gehalt.

    6. Du suchst nicht nach Rabatten

    Hiermit meine ich allerdings nicht, dass du zwei Pullis anstatt einen kaufst, weil dann der zweite um 5 EUR günstiger ist. Denn im Endeffekt hast du gerade den kompletten Preis, egal, wie hoch, für zwei Pullis ausgegeben, die du wahrscheinlich nicht mal brauchtest. Benötigst du allerdings bestimmte Dinge (ja darunter kann natürlich auch mal ein Pullover sein), dann achte wirklich darauf, dass du nach einem im Preis-Leistungs-Verhältnis günstigen Angebot schaust. Das kann das regionale und saisonale Gemüse sein, das Fahrrad, das im Februar den günstigsten Preis hat oder die Sonderaktion für Joghurt. Aber achte dabei darauf, dass du dir immer die Frage stellst: “Brauche ich das jetzt wirklich?” oder ist gerade Black Friday und du tappst die Salesfalle.

    7. Du lässt dir Geld durch die Lappen gehen

    Es gibt tatsächlich manchmal Momente im Leben, in denen dir Geld geschenkt wird.

    Kannst du dir nicht vorstellen? Ich auch nicht, fast. Deshalb möchte ich hier nur ein paar Beispiele geben. 

    • Rechne deine Steuern durch und schaue, ob es sich lohnt eine Steuererklärung zu machen
    • In einigen Städten gibt es für Studenten bei der Ummeldung Begrüßungsgeld
    • Auch für Neugeborene gibt es einigen Städten “Begrüßungsgeld”
    • Bei der Ummeldung von der Sparkasse zur comdirect habe ich 140 EUR gutgeschrieben bekommen
    • Mit dem kostenlosen Angebot (FitmitAOK) meiner Krankenkasse bekomme ich ab einem bestimmten Punktestand 200 EUR gutgeschrieben
    • Ich verkaufe regelmäßig Bücher und Bekleidung über momox, rebuy und remixshop, so kann ich aus den Dingen, die ich eh nicht mehr brauche noch etwas rausholen

    8. Du hast keine klaren Ziele

    “Ich will etwas mehr Geld sparen.” Das ist ein klassisches Beispiel für ein sehr unkonkretes Ziel. Und, wenn du kein konkretes Ziel hast, darfst du dich nicht wundern, wenn du ganz woanders landest, als vielleicht ursprünglich gedacht. Du solltest deine Ziele nach folgenden Kriterien aufstellen:

     

    S – Spezifisch: Versuche dein Ziel so genau wie möglich zu beschreiben

    M – Messbar: Bestimme qualitative und quantitative Messgrößen, anhand du später überprüfen kannst, ob du dein Ziel erreicht hast

    A – Attraktiv: Plane so, dass du dich immer motiviert fühlst dieses Ziel zu erreichen

    R – Realistisch: Das Ziel sollte innerhalb mit den, dir zur Verfügung stehenden Mitteln erreicht werden können. Bei dem Punkt realistisch scheiden sich die Geister. Ich bin ehrlich gesagt auch dafür lieber etwas höher zu pokern und meinem Unterbewusstsein damit das Signal zu geben, nach Lösung für diese anspruchsvollere Aufgabe zu suchen. Auch, wenn ich dann am Ende vielleicht nur 90% des Ziels erreicht habe, ist das immer noch mehr, als, wenn ich mir von Beginn an ein viel zu niedriges Ziel gesteckt hätte.   

    T – Terminiert: Bis wann möchtest du dieses Ziel erreichen?

    Also dein Ziel könnte nun folgendermaßen aussehen:

    Momentan spare ich 150 EUR pro Monat. Ab dem nächsten Monat möchte ich jeweils 300 EUR sparen, sodass ich innerhalb eines Jahres 3.600 EUR zusammen habe.

    9. Du bist zu ungeduldig

    Davon kann ich ein Lied singen. Ich will meistens immer alles sofort, daher konnte ich auch sonst den Wunsch nach neuen Klamotten oder einer neuen Lidschatten-Palette ganz schwer auf später verschieben. Es musste stets alles jetzt sein. Das führte jedoch häufig dazu, dass der nächste Wunsch nicht lange auf sich warten ließ. So ging das Spiel von vorne los. Mittlerweile habe ich mich, was das Aufschieben von Wünschen anbelangt schon recht gut im Griff und das ist auch notwendig. Um meine Finanzen unter Kontrolle zu haben, musste ich lernen, auf Impulskäufe zu verzichten. Zusätzlich sind ETF Sparpläne nun mal darauf ausgerichtet ein langfristiges Bedürfnis zu erfüllen. Zum Beispiel, dass ich zukünftig weniger arbeiten muss. Meine gewählte Strategie geht mit einem langen Anlagehorizont einher. Da muss man sich schon mal darauf einstellen, die nächsten 10 Jahre die Füße still zu halten. Also (leider) bewahrheitet sich auch vor allem bei deinen Finanzen der Spruch: “Geduld ist eine Tugend.”

    10. Du hast ein negatives MoneyMindset  

    “Geld stinkt.” “Geld verdirbt den Charakter.” “Geld allein macht auch nicht glücklich.” “Reiche Menschen sind Betrüger.” … Ich könnte die Liste dieser negativen Glaubenssätze zum Thema Geld endlos fortführen. Unsere Einstellung gegenüber den Dingen beeinflusst maßgeblich unsere Entscheidungen. Daher ist es wichtig, dass du stets deine Glaubenssätze überprüfst. Sei achtsam mit deinen Gedanken und ersetze gegebenenfalls negative Grundannahmen durch positive. Nur so kannst du langfristig etwas an deiner Situation ändern.

    5 Tipps, um endlich loszulegen

    5 Tipps, um endlich loszulegen

    Was unterscheidet denjenigen, der seine Ziele erreicht, von dem, der immer  nur darüber spricht, was er erreichen will? Richtig! Ersterer handelt. 

    Wenn du erfolgreich in dem sein möchtest, was du dir vornimmst, reicht es nicht nur, wenn du dir deine Ziele steckst, sondern du musst auch etwas dafür tun. Wie durch Zauberhand werden sich die Dinge in deinem Leben nicht verändern. Du bist die- oder derjenige, der etwas ändern kann und dafür musst du aktiv werden. 

    So ist es natürlich auch im Hinblick auf deine Finanzen. Sich nur vorzunehmen, dass man sich ja eigentlich mal darum kümmern müsste, ist leider nicht genug. Und auch, wenn du es geschafft hast, dir das entsprechende Wissen anzueignen, fehlt noch der entscheidende Schritt: die Umsetzung!

    Damit dir das gelingt und du immer öfter die Dinge anpackst, anstatt sie zu verschieben, habe ich hier einige Tipps für dich:

    Schritt 1: Setze dir Ziele, aber richtig

    Die meisten von uns haben schon mal etwas von der SMART Methode gehört, falls nicht erkläre ich es hier noch mal kurz.

    S – Spezifisch: Versuche dein Ziel so genau wie möglich zu beschreiben

    M – Messbar: Bestimme qualitative und quantitative Messgrößen, anhand du später überprüfen kannst, ob du dein Ziel erreicht hast

    A – Attraktiv: Plane so, dass du dich immer motiviert fühlst dieses Ziel zu erreichen

    R – Realistisch: Das Ziel sollte innerhalb mit den, dir zur Verfügung stehenden Mitteln erreicht werden können. Bei dem Punkt realistisch scheiden sich die Geister. Ich bin ehrlich gesagt auch dafür lieber etwas höher zu pokern und meinem Unterbewusstsein damit das Signal zu geben, nach Lösung für diese anspruchsvollere Aufgabe zu suchen. Auch, wenn ich dann am Ende vielleicht nur 90% des Ziels erreicht habe, ist das immer noch mehr, als, wenn ich mir von Beginn an ein viel zu niedriges Ziel gesteckt hätte.   

    T – Terminiert: Bis wann möchtest du dieses Ziel erreichen?

    Bildquelle: Tim Graf / Unsplash / 2019

    Schritt 2: Nutze die Salamitaktik

    Schneide dir dein großes Ziel in viele kleine Scheiben, sprich Mini-Aufgaben, die du an einem bestimmten Tag auf jeden Fall bewältigen kannst. Wenn du dich immer noch nicht durchringen konntest, dich mit deinen Finanzen zu beschäftigen, aber dich wirklich darum kümmern willst, dann nimm dir doch vor, heute mal zehn Seiten in deinem Buch zu diesem Thema zu lesen oder eine kleine Lektion im Online-Kurs zu erledigen oder du legst heute die Excel-Tabelle an, in der du nun immer deine Einkäufe notieren willst oder oder oder… Falls du nicht weißt wo du anfangen sollst, habe ich das hier in 5 Schritten nochmal zusammengefasst.

    Schritt 3: Beginne deine Aufgabe im Kopf

    Manchmal, wenn ich wirklich keinen Bock habe etwas zu machen und ja ich hab super oft keinen Bock bestimmte Dinge zu tun, so wie jeder andere auch. Neben so nervigen Dingen wie Haushalt betrifft das manchmal auch meine Hobbies. Da sinkt die Begeisterung heute wieder die Gitarre in die Hand zu nehmen, auch mal gegen null. Wie schaffe ich es dann trotzdem zu üben? Oft hilft es mir dann mich vorher gedanklich darauf einzustellen und mir dann vorzustellen, wie ich die Gitarre aus der Halterung nehme und diesen oder jenen Song übe, dann ist die Umsetzung in die richtige Handlung keine so große Hürde mehr. 

    Schritt 4: Tue es ohne nachzudenken

    Das ist im Prinzip das komplette Gegenteil zum dritten Tipp. In einigen Situationen hilft eben diese Strategie, unter anderen Umständen eben eine andere Herangehensweise. Wenn du gedanklich schon eine so große Abneigung gegen das Thema entwickelt hast, wird es dir auch nicht helfen noch weiter darüber zu nach zu grübeln. Ich hab das manchmal auf der Autofahrt nach Hause, wenn ich dann gedanklich noch die restliche Strecke durchgehe, dann muss ich schon zwei mal tief durchatmen, dass ich nicht gleich wieder total entnervt bin. Also einfach fahren. 

    Schritt 5: Gedanken > Gefühle > Handlungen > Ergebnisse

    Wenn ich negative Gefühle einer Sache gegenüber habe, dann gehe ich im Kopf immer diese Kette durch. Ich frage mich dann selbst: Welche Gedanken bringen dich jetzt dazu dieses Gefühl zu entwickeln? Welches Gefühl ist das genau und wie beeinflusst das jetzt meine Handlung? Welches Ergebnis werde ich damit erzielen? Dieses bewusste Hinterfragen hat mich schon aus so manchem Tief geholt. Also sei immer achtsam mit deinen Gedanken, sie beeinflussen deine Ergebnisse. Klingt jetzt nach sonem Konfuzius-Kalenderspruch, aber probier es selbst mal aus.

    Wenn du noch weitere Anregungen brauchst, kann ich dir wärmsten das Buch von Ralf Senftleben – Entdecke deine Willenskraft empfehlen. Er geht hier ganz detailliert nochmal auf einzelne Tipps ein und unterbreitet zahlreiche weitere Lösungsansätze.

    Also komm ins Handeln! 🙂

    Titelbild: Danielle Macinne / Unsplash / 2019

    5 Schritte, um deine Finanzen in den Griff zu bekommen

    5 Schritte, um deine Finanzen in den Griff zu bekommen

    Du bist gerade völlig erschlagen von den ganzen Themen rund um deine Finanzen und hast überhaupt keinen Plan, wo du anfangen sollst? Dann bist du nicht allein, denn mir ging es damals ganz genauso, als ich mich das erste Mal wirklich mit meinen Finanzen beschäftigen wollte. Ich habe mich an die Aufgabe Schritt für Schritt herangetastet.

    Schritt 1: Wissen aneignen.

    Schau dir vorher an wie die Börse funktioniert, was Aktien, Anleihen und natürlich ETFs sind. Achte dabei aber darauf dich nicht zu verzetteln. Du solltest ein sicheres Gefühl haben, bei dem was du tust, aber es sollte dich nicht länger als drei Monate kosten, an diesen Punkt zu gelangen.

    Schritt 2: Ermittle deinen Status quo.

    Während du dir das entsprechende Know-How erarbeitest, solltest du dir einen ersten Überblick über deine Finanzen verschaffen. Welche Einnahmen habe ich? Wie hoch sind meine Ausgaben? Habe ich irgendwo noch Reserven, an die ich vorher nicht gedacht habe. Ein Depot, dass meine Eltern mal für mich angelegt haben, ein Tagesgeldkonto, auf dem noch ein paar Tausender schlummern oder eine Immobilie (unwahrscheinlich, dass du diese bei deinem Überblick vergessen könntest, aber der Vollständigkeit halber, sei sie mit erwähnt), mit der du Mieteinnahmen generierst.

    Schritt 3: Sparbetrag festlegen.

    Was bleibt mir denn am Ende des Monats? Das kannst du dann mittels des Haushaltsbuches ganz genau herausfinden. Ein Haushaltsbuch schafft schnelle Erkenntnisse. Dieses Haushaltsbuch kannst du dann auch mal ganz akribisch drei Monate lang führen. Für schnellere (aber möglicherweise ungenauere) Ergebnisse kann die Überprüfung deiner Kontoauszüge der letzten 3 bis 12 Monate sorgen. Falls du alles mit Karte zahlst, ist das ok, wenn du viele Beträge bar bezahlst, erhältst du hier eher unrealistische Zahlen. Wichtig ist, dass du am Ende deinen Sparbetrag ermittelst.  

    Kann ich irgendwo noch mehr rausholen? Es gibt zwei Möglichkeiten sein Einkommen zu erhöhen: 1. Mehr sparen / Ausgaben kürzen, 2. Einnahmen erhöhen / mehr verdienen. Überdenke alle Möglichkeiten, die du hast, um an diesen beiden Stellschrauben zu drehen.  Bevor du beginnst dein Geld anzulegen, lege dir einen Notgroschen an.

    Schritt 4: Risikobereitschaft bestimmen.

    Wie risikofreudig bin ich im Hinblick auf meine Finanzen und welchen Teil lege ich wie an? Ermittle also deine Risikobereitschaft. Mittels der von Gerd Kommer beschriebenen Weltportfolios in seinem Buch Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs , das ich dir nur wärmsten empfehlen kann, kannst du dir dann deine eigene Variante ganz easy zusammenstellen.

    Schritt 5: Endlich loslegen.

    Du hast alle Punkte für dich abgehakt? Dann kannst du nun starten, dein Geld für dich arbeiten zu lassen. Komm ins Tun und hau rein!


    Falls du dich noch unsicher fühlst, dann kannst du auch gern meinen Online-Kurs machen. Dort erkläre ich dir alle Schritte nochmal ganz ausführlich. Du kannst diesen in deinem eigenen Tempo absolvieren und bist danach bestens gerüstet, um dein Geld in ETFs anlegen zu können.

    Titelbild: Kelly Sikkema / Unsplash / 2019