7 Fehler, die du beim Aktienkauf vermeiden solltest

    Erst neulich hat mir ein Bekannter berichtet, dass er diesem “ganzen Börsenquatsch” nichts mehr abgewinnen kann. Als ich dann genauer nachhakte, woher denn seine negative Einstellung kam, stellte sich heraus, dass dieser alle Fehler gemacht hatte, die einem beim Aktienkauf so unterkommen können. Besagter Bekannter deckte sich ganz weltmännisch mit Facebook Aktien ein. Zu einem Zeitpunkt, als die Kurse gerade im Vergleich recht hoch standen. Für ihn allerdings ein deutliches Zeichen eine gute Wahl getroffen zu hoffen. Als der Kurs jedoch Ende 2018 in einem steilen Sinkflug befand, wurde er panisch und verkaufte alle seine Facebook Aktien. Für 58 EUR weniger, als er gekauft hatte. Damit hatte er alle Fehler begangen, die einem beim Aktienkauf so unterlaufen können. Was hat er genau falsch gemacht?

    Titelbild: Unsplash / NeONBRAND / 2020

    1. Du hast keine Strategie

    Zu kaufen, wenn die Preise gerade besonders hoch sind und zu verkaufen, wenn sie niedrig sind, kann zugegeben eine Strategie sein, allerdings keine besonders intelligente. Aus diesem Grund solltest du dir vorher überlegen, welche Strategie du mit deinen Investments verfolgen möchtest. Sowohl bei Einzelaktien, als auch beim Kauf von ETFs kann Buy-and-Hold einen strategisch sinnvollen Weg darstellen. Dieser bietet dir mehrere Vorteile. Es kann dir recht schnurz-piep-egal sein, wie die Kurse während deines Einstiegs stehen und wie diese sich im kurzen Zeitverlauf entwickeln, denn du hältst und hältst und hältst. Gleichzeitig sparst du Kosten für weitere Käufe und Verkäufe, den, was einmal in deinem Depot landet, bleibt in deinem Depot.

    2. Du folgst der Herde

    Wenn man keine Strategie hat einfach mal schauen, was die anderen so machen? Keine gute Idee. In diesem Falle hieße das genau zu dem Zeitpunkt zu kaufen, wenn alle gerade kaufen, also, wenn die Nachfrage und damit natürlich auch der Preis besonders hoch sind. Gleiches gilt umgekehrt. Wenn alle verkaufen, dann muss man das Zeug schnell los werden. Hier kann irgendetwas nicht stimmen und alle anderen werden schon recht haben. Dann geht es dir wie meinem Bekannten und du verkaufst, wenn der Kurs gerade besonders niedrig steht.

    3. Du setzt auf famous brands

    Nur, weil es sich um Facebook, Apple oder Tesla handelt ist das noch lange kein Garant für ein sicheres Pferd, wenn man nur in eines dieser Unternehmen investiert. Auch, wenn eine bestimmte Marke in den Medien gerade besonders rauf- und runtergedudelt wird, sollte das noch lange nicht dein wichtigstes Entscheidungskriterium für eine Aktie sein. Zu einem guten Investment gehört mehr, als sich für den zu entscheiden, der gerade am lautesten schreit.

     

    4. Du recherchierst nicht

    Wenn du dich für eine Einzelaktie entscheidest, also alles auf eine Karte setzt, solltest du dich zuvor schon genau informieren. Worauf basiert die Geschäftsidee des Unternehmens? Welche Vision und Pläne hat das Unternehmen für die Zukunft? Könnte das Geschäftsmodell durch Gesetzesänderungen gefährdet werden? Und so weiter. Wenn du im Vorfeld detaillierte Recherchen anstellst und auf dem Laufenden bleibst, sollten dich auch eventuelle Kursschwankungen nicht sonderlich erschüttern. Damit ist natürlich auch ein gewisses Zeitinvestment verbunden.

    5. Du gehörst zu den „Zittrigen“

    Wenn du keine Ahnung hast, ist es natürlich ein Leichtes dich zu verunsichern. Jede Schwankung sieht dann für dich aus, wie der nächste große Börsencrash und die Panik, alles zu verlieren, ist allgegenwärtig. Jede Börsennachricht liest sich dann wie ein unheilverkündendes Omen. Um dir diese Achterbahnfahrt zu ersparen eignest du dir erst das entsprechende Wissen an und legst eine Strategie für dich fest. Dann ist der Zeitpunkt für dich gekommen an der Börse einzusteigen.

    6. Du diversifizierst nicht

    Mein Bekannter hat alles auf ein Pferd gesetzt. Er hat sich darauf verlassen, dass Aktien dieses einen Unternehmens in seinem Portfolio ausreichen. Was passiert jedoch, wenn dieses eine Unternehmen den Bach runter geht? Genau! Die Zahlen in deinem Depot entwickeln sich dementsprechend und rauschen in den Keller. Aus diesem Grund solltest du nie alles nur auf eine Karte setzen. Diversifikation lautet hier das Zauberwort.

    7. Du hast kein Vertrauen

    Ja, der Glaube an deine eigenen Fähigkeiten und Entscheidungen spielt ebenso eine wesentliche Rolle. Hast du dich informiert und aufgrund deines Wissens ein entsprechendes Investment ausgewählt, heißt es nun auch auf deine Einschätzung zu vertrauen. So sollten dich ein paar rote Zahlen nicht gleich ins wanken bringen können und dich zu unüberlegten Handlungen zwingen.