ETFs – Geldanlage für Faule?

    Ich kann absolut verstehen, wenn bei den meisten das Thema Finanzen nicht gerade Begeisterungsstürme auslöst. Nichtsdestotrotz ist es natürlich ein Bereich unseres Lebens, mit dem wir uns alle mal auseinandersetzen sollten. Die Verbindung aus Dringlichkeit und “boaah ist das anstrengend” macht es umso schwerer einen Einstieg zu finden und dann lässt man es lieber gleich bleiben. Aber deine FInanzen einfach links liegen zu lassen, ist natürlich keine Lösung. Sondern ETFs. Eine schlaue Geldanlage für die “Faulen” unter uns. Und dazu zähle ich mich auch 😉

    Titelbild: Unsplash / Javier Mazzeo / 2020

    Du kannst dir das benötigte Wissen selbst aneignen

    Ein besonders großer Vorteil den die indexbasierten Fonds mit sich bringen, ist das du dir das benötigte Wissen, um direkt loszulegen, selbst aneignen kannst. Du brauchst weder Bankberater, Experten, noch Finanzgurus, die dir alles mögliche erzählen können. Ja zugegeben, hier musst du tatsächlich selbst mal etwas tun. Aber, wenn du hier am Anfang ein etwas höheres Maß an Zeitaufwand investierst, hast du danach keine Arbeit mehr und es erwarten dich keine bösen Überraschungen, weil du das Kleingedruckte nicht gelesen hast. Mit etwas Zeitaufwand meine ich ca. 4 – 8 Wochen. Diese Zeitspanne sollte ausreichen, dass du dich eingehend mit deinen Finanzen beschäftigt und dir das nötige Wissen angeeignet hast. Am Ende deiner kurzen Reise steht dann noch der Kauf deiner ETFs und ab da kannst du dich zurücklehnen. Und was sind da schon ein bis zwei Monate, wenn es um dein Geld und deine finanzielle Zukunft geht? Eben!

    Einen guten Einstieg für deinen Wissensaufbau findest du hier:

    ETFs – eine Strategie für Faule?

    Ich habe es ja schon angekündigt, dass nach einer kurzen Einarbeitungsphase (jaa, um die kommst du leider nicht herum) endlich der entspannte Teil folgt. Aber was macht ETFs zu einer idealen Geldanlage für uns “Faule”? In erster Linie die Strategie, die mit einem ETF einhergeht. 

    Bei dem Kauf eines ETFs ist ein langer Anlagehorizont von mindestens zehn Jahren (also nichts für die ungeduldigen unter uns) entscheidend. Dein Kredo lautet Buy and Hold. Das bedeutet so viel, dass du nach dem Kauf deiner ETFs nichts weiter damit tust. Genau du hast richtig gelesen. Jetzt kommt die Phase in der du dich zurücklehnst und dein Geld für dich arbeiten lässt. Faul sein ist hier nicht nur erwünscht, sondern auch Teil deiner Strategie. Denn im Gegensatz zum aktiven Investieren kommt es beim passiven Investieren nicht darauf an, ständig zu kaufen oder zu verkaufen. 

    Mehr zu deiner Strategie findest du hier:

    ETFs – Zeitaufwand maximal eine Stunde im Jahr?

    Kleine Ausnahme ist das jährliche oder alle zwei Jahre stattfindende Rebalancing. Dafür müssen wir nochmal kurz einen Schritt zurückgehen in deine arbeitsintensivere Vorbereitung. Teil dieser Vorbereitung ist es, sich für ein Weltportfolio zu entscheiden und dieses entsprechend nachzubilden. Dabei haben unterschiedliche ETFs eine unterschiedliche Gewichtung. 

    Ein Beispiel:

    Weltportfolio bestehend aus:

    • Industrieländern 75%
    • Schwellenländern 25%

    Bei 100 EUR pro Monat würdest du also 75 EUR in den ETF für Industrieländer und 25 EUR in den ETF für Schwellenländer investieren. 

    Aufgrund der unterschiedlichen Wertentwicklung kann es vorkommen, dass sich diese Gewichtung verschiebt. Damit verschiebt sich auch gleichzeitig deine Rendite-Risiko-Verteilung.

    Sieht deine Gewichtung also plötzlich so aus:

    • Industrieländern 55%
    • Schwellenländern 45%

    musst du entsprechend Geld in den ETF für Industrieländer investieren, sodass deine Gewichtung wieder der 75 / 25 Verteilung entspricht. 

    Aber auch diese Aufgabe sollte dich im Jahr nicht mehr als eine Stunde Zeit kosten. 

    Also mit einem kleinen Zeiteinsatz von ca. vier bis acht Wochen am Beginn deiner Finanzreise und maximal einer Stunde pro Jahr, sind ETFs definitiv die perfekte Geldanlage für “Faule” 😉

    Das Rebalancing sollte dich pro Jahr nicht mehr als eine Stunde Zeit kosten.