10 Gründe, warum du keine ETF kaufen solltest

    Mrz 24, 2021

    10 Gründe, warum du keine ETFs kaufen solltest

    Du möchtest deine Finanzen gern selbst in die Hand nehmen und hast irgendwo gelesen, dass man dafür ETFs kaufen sollte? An sich ist das gar nicht so verkehrt, aber es gibt 10 Gründe, warum du keine ETFs kaufen solltest. 

    Titelbild: Unsplash / Free To Use Sounds / 2021

    1. Du weißt gar nicht so genau, was ETFs sind

    Ich hab zwar gehört, dass das jetzt jeder macht, in ETFs investieren und an der Börse sein Geld anlegen, aber was ETFs genau sind, kannst ich gar nicht so richtig sagen. 

    Wenn dir dieser Gedanke bekannt vorkommt, dann solltest du auf jetzt auf keinen Fall in ETFs investieren. Der allererste Schritt, um an der Börse loszulegen, ist das Basiswissen. Du musst einen gewissen Grundstock an Know How aufbauen. Das muss allerdings gar nicht kompliziert sein. Setze dich mit den Grundbegriffen, wie Börse, Aktie, ETF, Inflation usw. Auseinander.

    Du weißt gar nicht so genau, was ETFs sind

    Bild: Unsplash / Jon Tyson / 2021

    2. Du hast Schulden

    Ich habe Schulden, aber, wenn ich in ETFs investiere, dann kann ich ja da das große Geld machen. Mit diesem Geld kann ich ja dann gut deine Schulden abbezahlen.

    Mööp, auf keinen Fall solltest du dein Geld in ETFs anlegen, wenn du noch Schulden hast. Der Schuldenabbau hat immer oberste Priorität und erst, wenn du diese losgeworden bist, kann die Börse eine Option für dich sein. Mit Schulden meine ich vor allem Konsumschulden für das neue iPhone oder die schicke Tasche.

    3. Du hast keinen Notgroschen

    Ich hab am Ende des Monats endlich einen kleinen Sparbetrag übrig und damit will ich nun direkt ETFs kaufen. Ansonsten habe ich jedoch keinerlei Rücklagen. 

    Mach das auf keinen Fall! Warum? Stell dir nun vor dein Auto geht kaputt oder du verlierst sogar deinen Job. Was dann? Für dieserlei Situationen solltest du definitiv einen Notgroschen von mindestens drei Netto-Monatsgehältern auf der hohen Kante haben. Damit bist du erstmal auf der sicheren Seite. Wie ärgerlich wäre es, wenn du dein Geld an der Börse angelegt hast, ein Notfall eintrifft und du mit Verlust verkaufen müsstest?

    4. Du möchtest dafür einen Kredit aufnehmen

    Die Zinsen sind ja gerade so niedrig, dann kann ich doch einen Kredit aufnehmen, um meine ETFs kaufen. Die Rendite macht das dann schon wieder wett.

    Nope! Die Rendite deiner ETFs ist nicht safe, aber die Rate deines Kredits ist es. Diesen musst du auf jeden Fall abbezahlen. Stell dir vor, deine Waschmaschine geht kaputt oder dein monatliches Einkommen ist niedriger als erwartete und du kannst deinen Kredit nicht abbezahlen. EIn Kredit kann eine sehr hohe psychische Belastung sein. Arbeite daran einen guten Sparbetrag am Ende des Monats zu haben, den du dann in ETFs investieren kannst.

    5. Du kennst dich mit deinen eigenen Finanzen nicht aus

    Diesen Monat sind mal 200 EUR übrig geblieben. Im vorherigen Monat waren es leider -50 EUR und ich war kurz in den Miesen. Ich weiß gar nicht genau, wie diese Beträge zustande gekommen sind. Ich schau mal wie viel es im nächsten Monat ist, aber jetzt kann ich ja die 200 EUR erstmal anlegen.    

    Wenn du keinen Plan hast, wie sich deine Einnahmen und Ausgaben zusammensetzen, ist jetzt für dich noch nicht der Moment gekommen, um dein Geld an der Börse zu investieren. Ich würde dir empfehlen mindestens über drei Monate hinweg ein Haushaltsbuch zu führen. Schau dir deine Einkünfte genau an und rechne sie mit deinen Fixkosten und deinen variablen Kosten gegen. Du wirst schnell sehen, wie viel Geld du für welche Dinge ausgibst, wo du sparen kannst und welche Beträge am Ende des Monats auf jeden Fall übrig bleiben sollten.

    Du weißt gar nicht so genau, was ETFs sind

    Bild: Unsplash / Bruce Mars / 2021

    6. Du willst deinen Dispo nutzen

    Ich bin zwar 50 EUR im Minus, aber im Grunde genommen, habe ich dann ja noch quasi 2000 EUR offen. Ich kann ja dann in den Dispo gehen.

    Ähhhh neee. Wenn es sich absolut unter keinen Umständen vermeiden lässt und auch wirklich nur dann, solltest du in den Dispokredit gehen. Denn definitiv ist der Dispo keine Option, die du oft in Anspruch nehmen und schon gar nicht, als dein Geld betrachten solltest. Auch hier schwingt nehmen horrenden Zinsen auch immer ein unangenehmes Gefühl mit. Ich weiß wovon ich spreche, leider. Auch der Dispokredit sind Schulden, die du zuerst abbezahlen solltest.

    7. Du willst das schnelle Geld machen

    Wenn ich heute günstig einkaufe und morgen teuer verkaufe, dann kann ich doch innerhalb kürzester Zeit einen super Gewinn machen.

    Na ja, möglich, aber dennoch etwas zu kurz gedacht. Ja, es kann passieren, dass du heute ein Wertpapier kaufst und es morgen teurer verkaufst. Auf diesen Gewinn fallen dann noch Steuern an und es ist an sich nur ein recht kurzes Vergnügen. Diese Börsen-Strategie, die man Market Timing nennt, klappt in den wenigsten Fällen und beruht häufig eher auf Zufall und Glück. Mit Buy-and-Hold, als dem langen halten deiner Wertpapiere kannst du nicht nur ruhiger schlafen, sondern auch langfristig ein Vermögen aufbauen. Diese Form des passiven Investierens lässt sich ganz hervorragend mit ETFs umsetzen.

    8. Du willst absolut kein Risiko eingehen

    Mein Geld ist ja dann schon sicher, wenn ich es in ETFs investiere oder? Denn am liebsten habe ich es eigentlich unter meinem Kopfkissen.

    Den Zahn muss ich dir gleich vorab ziehen. Nein, dein Geld ist an der Börse und auch in ETFs nicht absolut sicher. Denn: Rendite kommt von Risiko. Es kann immer zu starken Schwankungen und großem Wertverlust kommen. Allerdings lässt sich das Risiko durch verschiedenste Arten der Diversifikation optimieren.  

    9. Du planst sehr große Ausgaben in der Zukunft

    Ich plane mit meiner Familie in fünf Jahren in ein großes Haus zu ziehen. Aber bis dahin kann ich ja mein Geld erstmal in ETFs investieren.

    Nein, das solltest du nicht tun. Da das Geld, das du in ETFs investierst für einen sehr langen Zeitraum (Minimum 10 Jahre) angelegt werden sollte, ist diese Investition nicht frei, um von ihr in fünf Jahren ein Haus zu kaufen. Packe das Geld für das Haus separat zur Seite. Hast du dann noch etwas übrig, kannst du dieses Geld in ETFs investieren.

    10. Du willst dein Geld nur für 2 Jahre anlegen

    Ich wollte mal gucken, wie das an der Börse so läuft und denke ich probiere es mal zwei Jahre aus. Danach würde ich gerne eine große Reise machen, da brauche ich das Geld dann auch wieder. Hoffentlich mache ich dann einen großen Gewinn.

    Wie schon angesprochen, sind ETFs eine Langzeitinvestition, die du wenigstens für die nächsten 10 Jahre einplanen solltest. Bedeutet dieses Geld ist für diesen Zeitraum nicht verfügbar. Du kannst mit diesem Geld nichts anderes planen. Behandle es am besten so, als wäre es gar nicht da. Es liegt in deinem Depot und dort muss es auch bleiben.

    Dein “Finanzen leicht gemacht” PDF-Guide

    • Damit du all diese Gründe ausmerzen und endlich mit deinem Vermögensaufbau starten kannst, habe ich für dich den 100% kostenlosen “Finanzen leicht gemacht” PDF-Guide erstellt.
    • In diesem PDF gehen wir alle Schritte nochmal gemeinsam durch und schließen jeden Abschnitt mit einer Aufgabe ab.
    • Du wirst mit Abschluss des Guides dein Basiswissen aufgestockt, deinen Status quo ermittelt und deine Ziele in Zahlen gegossen haben.
    • Damit ist für dich der Start in deinen Vermögensaufbau sicher und der Weg zur Erreichung von mehr Unabhängigkeit und Freizeit geebnet. 
    Freebie_Vermögensaufbau 2021

    Lade dir direkt deinen “Finanzen leicht gemacht” PDF-Guide herunter und starte in deinen Vermögensaufbau.

    100% kostenlos – Du bekommst sofort ein 13-seitiges PDF per E-Mail zugeschickt.

     

    Inhalte werden geladen