Mein Fazit für Oktober

    Ich möchte jeden Monat einmal kurz anhand meiner gesteckten Ziele zusammenfassen. Dazu gehören:

    • 3 neue Bücher pro Monat lesen
    • Sparrate 58%
    • keine Bekleidung kaufen > Dieser Teil wird das erste Mal in diesem Monat entfallen, da ich meine 365 Tage #noshoppingchallenge letzten im September hinter mich gebracht habe. Ich werde mir hierfür einen neuen Punkt überlegen.

    Drei neue Bücher pro Monat lesen

    Also zu meinem ersten Ziel drei neue Bücher zu lesen. Ich hatte mich für folgende Lektüre entschieden:

    *

    *

    *

    Titelbild: Unsplash / Debby Hudson / 2019

    *

    Was habe ich aus “Sei einzig, nicht artig” mitgenommen

    Martin Wehrle ist ein bekannter Karrierecoach, der sich mit dem Buch “Sei einzig, nicht artig” als Autor versucht. Letztens habe ich auf Instagram einen Post gelesen, der in etwa so lautete: Wenn wir eins aus Tetris gelernt haben, dann das: wenn du dich anpasst, verschwindest du. So in etwa könnte man auch den Inhalt dieses Buches beschrieben. Es geht darum sich weniger von den Zwängen der Gesellschaft vorschreiben zu lassen in welche Richtung man zu gehen hat, als sich mehr von seinen eigenen Wünschen und Vorstellungen leiten zu lassen.

    Punkte, die ich spannend finde:

    • nachdem uns zuvor unsere Eltern uns den Weg vorgegeben haben, ist es im zunehmenden Alter die Marketingbranche, das fing früher mit TV-Serien an und ist heute auf Instagram durch zahlreiche Influencer der Standard geworden (keine Wertung an dieser Stelle von meiner Seite)
    • wir haben eine starke Abneigung dagegen ein Außenseiter zu sein
    • Grundsteine dazu werden schon in der Kindheit gelegt und negative Bemerkungen werden zu sich selbst erfüllenden Prophezeiungen
    • wenn du etwas möchtest, formuliere es niemals negativ
    • das Kind ersetzt schnell seine eigenen Wünsche durch die der Eltern
    • Kinder müssen Stärken und Schwächen selbst erkennen und nichts von Autoritätspersonen aufgezwungen bekommen
    • Willst du respektiert oder gemocht werden? > stelle dir diese Frage bei deinen Entscheidungen immer wieder 
    • Tust du etwas gerade nur, weil andere das gut finden oder, weil du es gut findest?
    • bleibe dabei authentisch, das erzeugt Respekt und stärkt wiederum dein Selbstbild
    • es gibt unterschiedliche Konflikte im Leben, die wir jeden Tag aufs neue in unserem Innern austragen
    • Appetenz-Aversions-Konflikt (Karriere machen, aber nicht mehr arbeiten)
    • Appetenz-Appetenz-Konflikt (Pizza & Pasta essen)
    • Aversions-Aversions-Konflikt (weder den Job noch den Partner verlieren)
    • denke dran, dass du nie rein rational funktionierst, aber du bist deinen Emotionen nicht willkürlich ausgeliefert, reflektiere! 
    • der absolute Traumjob ist eine Illusion, also überlege dir welches wichtige Prinzip erfüllt sein muss, damit du dich gut fühlst und dich mit den restlichen Dingen, die vielleicht nicht perfekt sind, arrangieren kannst
    • beschwere dich nicht, sondern übernimm Verantwortung

      Was habe ich aus “Die Kunst des digitalen Lebens” mitgenommen

      Das ist nicht Rolf Dobellis erstes Buch. Den meisten von uns sollte er durch sein Buch “Die Kunst des klaren Denkens” bekannt sein. In “Die Kunst des digitalen Lebens” beschreibt Dobelli, die für ihn völlig überschätzte Welle an News, die quasi sekündlich über uns hereinbricht und bietet für die Reizüberflutung auch gleich eine Lösung an. Kompletter Verzicht. Ob diese Vermeidungstaktik aufgeht?

      *

      Wichtigste Erkenntnisse:

      • der Autor setzt sich selbst nach täglichen Überdosierungen auf News-Diät und begründet auch warum er Nachrichten als unsinnige Zeitverschwendung ansieht
      • Dafür nennt er folgende Gründe:
        • die meisten Nachrichten betreffen uns nicht persönlich, also sie nehmen keinen direkten Einfluss auf uns
        • es ist eher Sensationsgier als echte Anteilnahme, die wir beim News-Konsum empfinden 
        • das meiste davon vergessen wir sofort wieder und haben uns damit einfach nur unterhalten lassen
        • falls wir uns nicht informieren, tun das andere schon für uns
      • Ängste, wie nicht genügend über das aktuelle Zeitgeschehen zu wissen oder keinen geeigneten Gesprächspartner abzugeben, verflüchtigen sich schnell, wenn man sich darauf einlässt und einfach den anderen berichten lässt
      • die Lösung trotzdem nicht als völlig ahnungslos da zu stehen, besteht Dobellis Ansicht nach darin  Bücher und gut recherchierte, lange Artikel zu den Themen zu lesen

      Ich muss ehrlich sagen, dass ich zu dem Thema eine eher zwiegespaltene Meinung habe. Auf der einen Seite gehe ich absolut mit Dobelli mit, dass die täglich auf einen einprasselnden Nachrichten teilweise für einen selbst unerheblich sind. Sie bieten keinen persönlichen Mehrwert und dienen mehr der Unterhaltung. Auf der anderen Seite habe ich gerade selbst erst am Wochenende beim Zusammentreffen mit Freunden bemerkt, wie unwissend man sich fühlt, wenn man sich nicht mit den aktuellen Weltgeschehen beschäftigt. Ich sage die Kunst besteht nicht darin News aus seinem Leben zu verbannen, sondern das Wichtige vom Unwichtigen zu unterscheiden. 

       

      *

      Was habe ich aus „Magic Cleaning“ mitgenommen

      Ich habe schon viel davon gehört, in diversen Podcasts und Blogs ist das Thema immer mal wieder aufgeploppt und dann gab es sogar einen eigene Netflix-Serie dazu. Die Rede ist vom Magic Cleaning nach Marie Kondo. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich mich immer um das Thema gedrückt habe. Auch bin ich zu Hause nun wirklich nicht die Ordentlichste. Da ist eher mein Mann ein gutes Vorbild an dem man sich orientieren könnte. Bei mir ist das vielmehr so, dass ich schon stolz darauf war, als ich es geschafft hatte mir anzugewöhnen die dreckige Wäsche in den dafür vorgesehen Korb zu werfen. Anstatt wie sonst in jedem Raum einen kleinen Klamottenberg zu hinterlassen. Oft sehe ich auch diese kleinen Dinge, die wahllos herumliegen einfach nicht oder es stört mich schlichtweg nicht. Auch auf meinem Schreibtisch dürfen gern mehrere aufgeschlagene Bücher, Notizhefte, Zettel und diverse Stifte rumliegen. Wie arbeitet man denn sonst?! Und für mich ist es auch wichtig nichts wegzuräumen, damit ich am nächsten Tag direkt an meinen vorherigen Gedanken anknüpfen kann.

      Also ihr seht schon Aufräumen ist definitiv keines meiner Lieblingsprojekte. Nichtsdestotrotz habe ich mir nach langem Ringen dann doch das Hörbuch von Marie Kondo geholt und bin gerade mitten drin…also im Hören noch nicht beim Aufräumen. Soweit ich das mitbekommen habe, geht es bei ihr in erster Linie auch darum Sachen auszumisten und wegzuschmeißen. Ich würde die Liste hier gedanklich um verkaufen und verschenken erweitern. Ein bisschen hat mich jetzt schon die Lust gepackt auch in unserer Wohnung mal so richtig auszusortieren. Mir fallen schon lange viele Gegenstände auf, die mich einfach nerven, weil sie eben doch total unnütz sind, an diese Stelle nicht hingehören und wie generell zu viel Krempel haben. Das Gute an meiner Shopping-Abstinenz war natürlich, dass wenigstens nichts neues in meinem Kleiderschrank landete. Aber das ist auch gleichzeitig die Krux an der Sache. Ich darf mir nichts neues kaufen, wie zur Hölle soll ich da bitte etwas anderes aussortieren???!! Das ist doch alles was ich habe!!! Nichtsdestotrotz habe ich es jetzt schon geschafft drei große Kartons an Remixshop zu schicken und bisher habe ich es nicht bereut. 

      Fazit zum Buch: Marie Kondo gibt wirklich gute Tipps vor allem für das systematische und strukturierte Aussortieren und Ordnen von allen möglichen Gegenständen. Die zahlreichen Beispiele, die sie im Buch anbringt, machen Lust sofort durch die eigenen Wohnung zu wirbeln. Plötzlich bekommt man ein genaueres Auge für die DInge, die keinen festen Platz in der Wohnung haben und einfach nur irgendwo rumliegen. Wie bei allem, das Selbstreflektion erfordert, ist es auch hier wichtig sich darauf einzulassen. Das Einzige, das etwas störend ist, ist das ständig nur von wegschmeißen gesprochen wird. Selbst das Verschenken wird nur als Verlagerung des Problems betrachtet. Das sehe ich etwas anders. Ich finde es vollkommen in Ordnung auch mal etwas von den eigenen Habseligkeiten zu verschenken. Insbesondere, wenn die Gegenstände noch einen Wert haben, finde ich verkaufen definitiv nicht verkehrt. Das bessert dann auch wieder die Sparrate auf. 

      Sparrate von 58%

      Also im September habe ich noch darüber berichtet, wie schlecht die Sparrate in diesem Monat ausgefallen ist und dass sich das im Oktober auf jeden Fall ändern muss. Das ist es dann auch leider geblieben – ein guter Vorsatz. Der Oktober war mit Abstand der schlechteste Monat, seitdem ich begonnen habe, mich wirklich um meine Finanzen zu kümmern. Einen nicht geringen Anteil daran hatte mein Rückfall, den ich während der Glamour Shoppingweek erlitt. Mein Hirn hat einfach all die neuen Gewohnheiten nach hinten geschoben und wieder auf alte Muster zurückgegriffen. In den letzten Monaten ist eine elend lange Wunschliste in meinem Kopf entstanden, die dann endlich abgearbeitet werden wollte. Und nur in diesem einen Zeitraum, nur jetzt, gibt es überall Rabatte, die ich unbedingt nutzen muss. Richtig zu Bewusstsein bin ich erst wieder gekommen, als alle Warenkörbe in handliche Pakete auf dem Weg zu mir waren. Und die Tragweite meines Handels offenbarte sich mir erst, als ich dann für den Blogbeitrag zusammenrechnete, wie viel ich wirklich ausgeben hatte.

      Und wie hat sich das letztendlich auf meine Sparrate ausgewirkt? Den Grundbetrag, der jeden Monat auf mein Depot wandert und der immer gleich hoch ist (es sei denn ich nehme generelle Anpassungen vor) ist genauso geblieben. Also die 55% meines Gehaltes sind wie immer am ersten auf das Verrechnungskonto übertragen worden. Wovon habe ich dann all die neuen Dinge bezahlt? Ich habe dafür mein komplettes Spaß-Konto (auf dem sich schon einiges angesammelt hatte) leergeräumt und auch noch ein weiteres Tagesgeldkonto angezapft, dass normalerweise für andere Dinge gewesen wäre. Wenn ich also nun die Ausgaben gegen die Einnahmen rechne, kommt dabei folgende erschreckende Zahl heraus: -32% 

      Ich habe also 32% mehr ausgegeben, als ich in diesem Monat überhaupt eingenommen habe. Absolut keine gute Bilanz.

      *Affiliatelinks/Werbelinks