Was ist die Effizienzmarkt-theorie?

    Für mich bildet die Effizienzmarkttheorie die logische Grundlage für das passive Investieren. Falls du in deiner bisherigen Recherche noch nicht ganz vom Konzept der ETFs überzeugt warst, dann solltest du unbedingt diesen Beitrag lesen.

    Die Effizienzmarkttheorie wurde bereits 1970 vom US-amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler Eugene Fama entwickelt. Diese Theorie nimmt an, dass es nicht möglich ist, wie beim aktiven Anlegen versucht wird, den Markt zu schlagen. Der aktive Anleger spekuliert darauf, dass eine Aktie vom Markt unterbewertet wird und er somit eine Überrendite erzielen kann.

    Laut der Effizienzmarkttheorie werden jedoch alle Informationen, die dem Markt zur Verfügung stehen, direkt in den Kurs der Aktie eingepreist. In der Praxis muss das so nicht immer sein, allerdings belegen Studien über längere Zeiträume hinweg, dass es nur sehr wenigen aktiv gemanagten Fonds gelingt, eine Überrendite zu erzielen. Falls dieses Ereignis doch eintreffen sollte, wird dies von Befürwortern der Effizienzmarkttheorie, als glücklicher Zufall angesehen. Da sich aber beim Wertpapierhandel niemand gern nur auf glückliche Zufälle verlässt, kam es zur Entstehung von ETFs. So wird beim passiven Anlegen nun nicht mehr versucht den Markt zu schlagen, sondern es wird in ihn investiert.