Was ein ETF neben Kaufsucht bekämpfen noch kann

    So jetzt hörst du auf mit dem Shoppen, du hast es geschafft dich in das Thema ETFs einzulesen, hast dich durch deine Finanzen gewurschtelt und nun? Du sparst und legst an und sparst und dann? Dein Geld vermehrt sich, alles ist super. Mal wird es weniger (im Sinne von fallenden Kursen), aber innerhalb der nächsten Jahre und Jahrzehnte immer mehr.

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    ETFs als Altersvorsorge

    Oft wird die Altersvorsorge als Grund für den Kauf von ETFs angegeben. Passt ja auch, wenig Aufwand, langer Anlagehorizont, relativ geringes Risiko. Ein gewisses Risiko besteht natürlich immer, denn merke: Rendite kommt von Risiko. Wie sicher unser derzeitiges Rentenkonzept ist und wie lange dieses noch so bestehen wird oder wie viel Rente du oder ich letztendlich bekommen, ist ein Aspekt, den man hier berücksichtigen sollte. Nicht umsonst hat Friedrich Merz im Dezember 2018 den Vorschlag gemacht, Steuervergünstigungen für eine private Vorsorge mit Aktiensparplänen zu veranlassen. Welche Motive sich noch so bei Herrn Merz hinter dieser Aussage verbergen, möge mal dahingestellt sein, dennoch geben solche Äußerungen schon Anstoß zum Nachdenken.

    Die Altersvorsorge sollte definitiv einen Grund für deine ETFs darstellen, schaden kann es zumindest nicht. Altersvorsorge klingt immer so, als müsse man dafür mindestens 70 Jahre alt, grau und klapprig sein. So muss das natürlich nicht sein. Dennoch kann und sollte man selbstverständlich in jedem Alter einen Blick auf seine Finanzen haben.

    Wie du dir mit ETFs Zeit kaufen kannst

    Bei einem Anlagehorizont von beispielsweise 20 Jahren musst du (je nachdem, wie alt du jetzt bist) nicht erst in das Seniorenalter eintreten, um dir in Form eines monatlichen Taschengeldes deine “Altersvorsorge” auszuzahlen. Stell dir doch einfach mal vor du könntest das schon mit 50 machen. Du könntest vielleicht weniger arbeiten gehen und dich mehr auf deine Hobbies, Familie, Freunde, Reisen was dir eben Freude bereitet, konzentrieren. Wenn du deinen Job abgöttisch liebst, ist das für dich jetzt eher das Gegenteil von sinnvollem Zeitvertreib, aber ich denke, es wird klar was ich meine 😉 

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    Ich glaube es ist nicht zu kühn von mir zu behaupten, dass nicht jede von uns die Erfüllung und ihren Lebenssinn in ihrem jetzigen Beruf findet. Auch das ist natürlich eine sehr individuelle Geschichte, die jede für sich selbst abwägen muss. Einige von uns fühlen sich in einem für sie sicheren Angestelltenverhältnis sehr wohl und andere blühen in ihrem eigenen Business als Selbständige auf. Und das ist auch vollkommen ok so. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile und jede von uns muss für sich selbst entscheiden, was in ihrer Situation die bestmögliche Lösung ist. Jedoch egal, wie die persönliche Lebenssituation aussieht, sollte doch jede von uns die Möglichkeit haben, den Großteil ihrer Zeit mit Dingen zu verbringen, bei denen sie sich am wohlsten fühlt.

     

    Titelbild: Unsplash / Aron Visuals / 2019