Visualisierung von Zielen

    Orientierend an meinem letzten Blogpost, dass jede von uns mit dem Großteil ihrer Zeit, die Dinge tun sollte, die für sie am Bedeutendsten sind, wollte ich nochmal näher auf dieses Thema eingehen. Wenn du dich noch nicht genügend ermutigt oder motiviert fühlst, mit dem Sparen und Investieren zu beginnen, ist vielleicht dein “Warum?” noch nicht groß genug. Achtung, Klugscheißerspruch im Anmarsch: Wenn dein Warum groß genug ist, wirst du auch ein Wie finden.

    Damit meine ich, wenn das Ziel, auf das du dich konzentrierst, so mächtig ist, dass du es erreichen musst, wird es dir leichter fallen Rückschläge hinzunehmen und deinen Weg unbeirrt weiter zu gehen. Wie schaffe ich es nun genau diese Vorstellungen in meinem Kopf so zu festigen, dass mir alle Handlungen auf diesen Weg bis dorthin als selbstverständlich erscheinen, mir nahezu leicht fallen, weil es für mich völlig logisch ist genau das zu tun, weil es auf meine Ziele einzahlt, mich meinem Traum einen Schritt näher bringt?

    Unsplash / Denys Nevozhai / 2019

    Stell dir vor du hättest dein Ziel bereits erreicht

    Dabei kann es dir helfen, wenn du dir dein Ziel, welches auch immer das ist, genau vorstellst. Egal, ob es mehr Zeit mit deiner Familie, längere Reisen oder was auch immer dich glücklich macht. Das entscheidest du ganz allein, denn jeder von uns hat seine eigenen, individuellen Lebensträume und -wünsche. Mit genau vorstellen meine ich, du musst es nicht nur bildlich vor dir sehen, du musst in die Situation eintauchen. So kannst du eine Verbindung zu deinem Unterbewusstsein herstellen. Das ist jetzt kein esoterisches Gefasel, sondern Fakt ist, dass über 90% unserer Gedanken und Handlungen von unserem Unterbewusstsein gesteuert werden. Heißt, wenn du deinem Unterbewusstsein mitteilst, was du dir wünschst und es auf deiner Seite hast, wirst du dich automatisch in die Richtung deines Ziels bewegen.

    Erlebe dein Ziel mit allen Sinnen

    Am besten du schreibst deinen Traum in einem Tagesablauf nieder, wenn das für deine Ziele passt. Dabei solltest du ihn mit allen Sinne wahrnehmen. Also nicht nur, was siehst du vor dir, sondern auch was hörst du, was fühlst du, was schmeckst du und was kannst du riechen. Ich möchte dafür ein kurzes Beispiel geben:  

    Du befindest dich in einem leichten Halbschlaf. Noch nicht ganz wach, aber du spürst schon die leicht warmen Sonnenstrahlen in deinem Gesicht. Plötzlich durchfährt dich ein leichter Ruck, der, aber sofort wieder nachlässt. Für eine Sekunde dachtest du, du hättest verschlafen. Doch dann fällt dir ein, dass du nicht verschlafen kannst, denn es gibt keine verpflichtende Aufgabe, die dir jeden Tag vorschreibt, wann dein Wecker zu klingeln hat. Das entscheidest du ganz allein und heute hast du dich dafür entschieden, dich von der Morgendämmerung wecken zu lassen. Tiefenentspannt schlenderst du in die Küche. Dabei nimmst du deine Umgebung genauestens wahr. Deine weichen Hausschuhe an deinen Füßen, die leuchtenden Farben der Bäume, wenn du aus dem Fenster schaust und den Duft des Blumenstraußes, den du dir gestern gekauft hast. Denn du hast die Zeit, genau all diese Dinge wahrzunehmen. In aller Ruhe bereitest du in einem aufwändigen Verfahren deinen morgendlichen Kaffee zu. Es ist eines der Rituale, das nun zu deiner Morgenroutine gehört. Durch die intensiven Aromen, die vom gemahlenen Kaffee ausgehen, kannst du schon jetzt spüren, wie gut dieser später schmecken wird. Deine Hände umschließen die warme Tasse, der Kaffee entfaltet seinen vollen Geschmack und du weißt, dass ein wundervoller Tag vor dir liegt.

    Unsplash / Sonnie Hiles / 2019

    Diesen Tag kannst du mit den Dingen füllen, die dich am Glücklichsten machen. An einem Ort der dich mit Freude erfüllt. Bei mir wäre das Zeit mit meiner Familie zu verbringen, draußen in der Natur zu sein, ein Buch zu lesen, mit meiner Gitarre unrhythmisch ein paar Lieder zu schrammeln und mich auf gar keinen Fall durch den abendlichen, Berliner Stadtverkehr zu quälen.      

     

    Titelbild: Unsplash / Sharon McCutcheon / 2019