Mein Fazit zur Masterclass of Personality Online von Tobias Beck

Mein Fazit zur Masterclass of Personality Online von Tobias Beck

Februar 2, 2021 7:17 am Veröffentlicht von

Um mein Humankapital etwas zu stärken, dachte ich mir, ich gönne mir am Wochenende mal die Masterclass of Personality Online von Tobias Beck. Die gesamte Veranstaltung war, wie der Name schon sagt, online, was sein Vor- und Nachteile hatte. Welche das waren, was ich aus der Masterclass of Personality Online mitnehmen konnte und, ob sich das Ganze gelohnt hat, erzähle ich dir in diesem Beitrag.

Titelbild: Unsplash / Chris Montgomery / 2021

Was ist die Masterclass of Personality Online?

Die Masterclass of Personality war in meinem Falle eine Online-Veranstaltung via Zoom. Diese fand Samstag und Sonntag jeweils von ca. 10 bis 18 Uhr statt. Dabei führte Tobias Beck höchstpersönlich durch das gesamte Event. Unterstützt wurde er dabei von einer Moderatorin und fünf weiteren Speakern, die jeweils noch eine Keynote gehalten haben. An diesem Wochenende waren das: Mareike Awe, Christian Gaertner, Veit LIndau, Denys Scharnweber und Yvonne Schönau. Alle Vorträge waren in ihrer Art recht unterschiedlich. Christian Gaertner beispielsweise hat mit seiner ruhigen Art überzeugt, während Mareike stets ihre Zielstrebigkeit anzumerken ist. 

Das Ticket für das gesamte Wochenende hat 65 EURO gekostet. Es gab auch noch die Möglichkeit für ein Diamant Ticket für zusätzliche 95 EURO, um in den, ich nenne es mal, Inner Circle zu kommen, mit der Möglichkeit auf ein persönliches Coaching mit Tobias Beck. Mit im Paket sind die beiden Online-Kurse “Unbox your Life” und “Unbox your Relationship”. Ein klassisches Up-Selling also. 

Positive Aspekte der Masterclass

Falls du weder Tobias Beck, noch die einzelnen Speaker je vorher gesehen hast, bekommst du hier ein buntes Potpourri von Bekanntheiten der Persönlichkeitsentwicklung. Du kannst dir einen ersten Eindruck der unterschiedlichen Personen verschaffen und für dich überlegen, ob du diese ansprechend findest. Falls ja, gibt dir das die Möglichkeit, dich weiter zu informieren und zu entscheiden, ob eines der Programme ansprechend für dich ist. Ich würde dir empfehlen vorher mal in einige Podcasts reinzuhören, wenn es diese gibt. Ich liebe ja Podcasts und kann dort für mich am meisten rausziehen. Natürlich konnte ich auch aus den Vorträgen das eine oder andere für mich mitnehmen. Super war für mich natürlich auch, dass das Event online war, ansonsten hätte ich mit einem fünf Monate altem Baby nicht daran teilnehmen können und ich habe auch viele andere Eltern mit kleinen Kindern gesehen.

+  mehrere Speaker auf einmal kennenlernen

+  Teilnahme ist online von überall möglich

+  für Anfänger gibt es einige Informationen und Übungen



Was habe ich aus der Masterclass of Personality für mich mitgenommen?

Eine Übung, die mir im Gedächtnis geblieben ist und die ich nun gern mit euch teilen möchte, ist die, ich betitle sie mal als “the Switch”:

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Schreibe auf, wie du dich in deinem Lower Self fühlst. Stell dir dafür für, du hast eine richtig schlechten Tag. Also einen wirklich richtig schlechten Tag. Dein Wecker klingelt und du fühlst dich, als wäre ein Zug über deinen Kopf gefahren. Beim Aufstehen stößt du dir deinen kleinen Zeh am Bett. Als du dir deinen Kaffee in der Küche machen willst, geht in diesem Moment die Maschine kaputt. Beim Weg auf die Arbeit merkst du, dass du eine Laufmasche in deiner Strumpfhose hast. Und dann hast du heute auch noch ein großes Meeting mit den Kollegen, bei dem du die Ergebnisse deines Projektes vorstellst. Dabei versagt direkt am Anfang die Technik und danach will dein Chef noch mit dir sprechen und sagt dir, dass er mit deinen Leistungen in den letzten Wochen nicht so zufrieden ist. Und danach….

 

Du kannst dir nun vorstellen, wie dein absolut besch***** Tag aussehen würde. Schreibe dir nun fünf Minuten lang auf, wie du dich fühlen würdest. 

  • dick, scheiße, überfordert, traurig, niedergeschlagen, verletzt, unfähig, …

Jetzt machst du das Gleiche umgekehrt mit deinem Higher Self. Du bist vor deinem Wecker wach und fühlst dich hellwach. Dein Partner hat dir bereits den Kaffee gemacht, der heute einfach auf dem Punkt ist. Dein Outfit sitzt fantastisch und du siehst einfach super. Die Präsentation auf Arbeit läuft so gut, dass dein Chef danach mit dir über deine Ergebnisse sprechen will. Er ist begeistert und kann sich eine Beförderung für dich vorstellen. 

Schreibe nun fünf Minuten lang Adjektive auf, die dir sagen, du bist in deinem Higher Self. Wie fühlst du dich dann?

  • Fantastisch, berauscht, beflügelt, erfolgreich, gut aussehend, überzeugend, unbesiegbar, erfüllt

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Nun überlegst du dir eine Geste z.B. auf die Brust klopfen oder auf den Oberschenkel, schnipsen oder was auch immer sich für dich gut anfühlt. Dann gehst du für eine Minute, eine ganze Minute (stell dir vielleicht einen Wecker) voll in das Gefühl des Lower Selfs. Ganz wichtig dabei ist, dass du komplett übertreibst. Stell dir vor du bist ein schlechter Hollywood Schauspieler, der voll und ganz in seiner Rolle des Lower Selfs aufgeht. Also schmeiß dich auf dich Boden, rauf dir die Haare, weine und schreie und sule dich in dem schlechten Gefühl des Lower Selfs. Denke dabei an deine Adjektive oder lies sie dir laut vor. Eine ganze Minute lang. 

Jetzt kommt der “Switch”. Mach deine Geste, die du dir zuvor überlegt hast und gehe eine ganze Minute lang komplett in das Higher Self. Steh auf, spring herum, führe deine Geste aus und erfreue dich deines Lebens. Denke dabei an deine positiven Adjektive. Also tanz umher und feier dich.

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Wiederhole diese Übung mit einem Zeitfenster von 30 Sekunden. Das kannst so lange machen, bis du denkst, dass du deine Geste so verinnerlicht hast, dass, wenn es dir wirklich mal schlecht geht und du einen Tag für die Tonne hast oder du kurz vor einer Präsentation stehst und am liebsten in einem Loch verschwinden würdest, du nur diese Geste auszuführen brauchst und du dich einfach wieder fantastisch fühlst.

Negative Aspekte der Masterclass of Personality Online

Da an der Masterclass zu Beginn etwa 4.000 teilgenommen und sich gleichzeitig bei zoom angemeldet haben, gab es am Anfang etwas technische Schwierigkeiten. So haben wir ca. 30 Minuten später angefangen. Auch zwischendurch war entweder der Ton, das Bild oder beides weg. Die Verbindung hat am ersten Tag etwas geruckelt. Alles in allem muss ich aber sagen, dass das jetzt nicht sooo dramatisch war. Am zweiten Tag waren diese Mängel auch weitestgehend behoben und alles lief reibungsloser. An beiden Tagen wurde versucht mit sogenannten Breakout Sessions den Teilnehmern dazu zu verhelfen sich untereinander besser kennenzulernen. Mit kleinen Gruppenübungen konnte man sich untereinander austauschen. Wenn man aber beim Austauschen von Kontakten nicht schnell genug war und es wieder zurück zur Hauptveranstaltung ging, war es schwer bis unmöglich sich wiederzufinden. Dadurch, dass wir wahllos zusammengewürfelt wurden, hatte man die Chance mit Menschen in Kontakt zu kommen, mit denen man sonst vielleicht nie ins Gespräch gekommen wäre. Allerdings ist das Netzwerken via zoom mit so vielen Menschen einfach nicht das Gleiche, als, wenn man sich auf einer Veranstaltung live gegenübersteht. Der echte Austausch fehlt einfach. Aber Corona lässt uns da ja einfach keine Wahl. 

  –    online und zu viele Teilnehmer, um gut netzwerken zu können

  –    für Fortgeschrittene zu oberflächliche Inhalte

(-)  Technik lief nicht reibungslos

(-)  fette Verkausparts 

Zu dem ersten Tag muss ich sagen, dass er mir nicht sehr viel neues geboten hat, da ich mich nun auch schon über drei Jahre mit persönlicher Weiterentwicklung beschäftige. Andere Teilnehmer sagten aber oft, dass sie mit dem Aufschreiben gar nicht hinterherkommen würden. Auch der eeeewig lange Verkaufspart für die Public Speaking Academy am Ende des ersten Tages hätte jetzt für mich nicht sein müssen, ist aber wahrscheinlich, wie bei den meisten Webinaren am Ende Gang und Gebe. 

Der zweite Tag lieferte da schon etwas mehr Substanz. Mit drei Vorträgen und Zwischensequenzen von Tobias Beck war die Zeit mit guten Inhalten gefüllt. Zwischendrin gab es auch eine etwa 40 minütige Meditation. Für Anfänger vielleicht nicht ganz so leicht zu händeln. Direkt im Anschluss wieder eine Ankündigung zu einem neuen Produkt – den Unbox your life Club. Meiner Meinung nach in einer besonders vulnerablen Phase des Teilnehmers. Das gab dann auch direkt 1.600 Anmeldungen für Tobi und sein Team. Kritik dazu im Chat wurde unmittelbar von den Schäfchen als Neid und Missgunst abgetan.

Bild: Unsplash / Antonio Uquiche / 2021

Mein Fazit zur Masterclass of Personality Online

Alles in allem muss sich ich sagen, dass mein Feedback nach dem ersten Tag eher negativ ausgefallen wäre. Über die kleinen und etwas größeren technischen Probleme kann ich noch gut hinwegsehen, aber inhaltlich hat mich Tobias Beck und sein Team zu diesem Zeitpunkt nicht überzeugt. Kleine Nebenstory: Ich war mal auf einem richtig schlechten, inhaltslosen Seminar, dass ich mir innerhalb meines Fortbildungskontingenz meiner Firma ausgesucht habe. Dafür bin ich extra zwei Tage nach München gefahren. Bis auf den schönen Aufenthalt in München mit meiner Kollegin war das Ganze Ding einfach Zeitverschwendung und eine echte Luftnummer. Am Ende der Veranstaltung meinte ein Teilnehmer als Feedback: “Na ja, man kann ja immer irgendwie irgendwas mitnehmen.” Genauso hab ich mich nach dem ersten Tag der Masterclass gefühlt. Mit viel Wohlwollen konnte ich doch irgendwie, irgendwas für mich mitnehmen. Auch, wenn es nur war, dieses Online-Event nicht nochmal zu machen. 

Der zweite Tag hat mich dann schon mehr überzeugt. Vor allem der Vortrag von Yvonne Schönau hat mich inhaltlich nochmal gut abgeholt, auch, wenn mir hier schon viele Dinge bekannt waren. Wiederholung schadet nie. Von der Vortragsweise hat Denys Scharnweber überzeugt und gezeigt, wie er den Zuschauer gut bei der Stange halten kann. 

Insgesamt würde ich sagen, ist die Masterclass of Personality Online vor allem etwas für Anfänger, die mit dem Thema Persönlichkeitsentwicklung noch nicht so oft in Berührung gekommen sind. Für 65 EURO bietet Tobias Beck ein gutes Rundum-Einsteigerpaket, bei dem man sich mal einen Überblick zu unterschiedlichen Themen und Personen verschaffen kann. Also, wenn du ein Neuling bei der persönlichen Weiterentwicklung bist, kann dir dieses Wochenende einen ersten guten Einstieg geben, nachdem du selbst entscheiden kannst, mit wem du weiter in welche Richtung gehen möchtest. Lass dich dabei aber nicht von den unterschiedlichen Verkaufsangeboten locken. Lass dich nicht unter Druck setzen und gib dir Zeit eine vernünftige Entscheidung zu treffen. Nicht jeder braucht die Public Speaking Academy für 995 EURO oder einen Unbox Your Life Club für 19,95 EURO pro Monat. Wenn du dich wirklich mit dem Thema Persönlichkeitsentwicklung beschäftigen und dich darin vertiefen möchtest, gibt es auch viele sehr gute kostenlose Podcasts und im Vergelich kostengünstige (Hör-) Bücher dazu. 

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