Mein Fazit für Februar

    Ich möchte jeden Monat einmal kurz anhand meiner gesteckten Ziele zusammenfassen. Dazu gehören:

    • 3 neue Bücher pro Monat lesen
    • Sparrate 58%
    • keine Bekleidung kaufen

    Drei neue Bücher pro Monat lesen

    Also zu meinem ersten Ziel drei neue Bücher zu lesen. Ich hatte mich für folgende Lektüre entschieden:

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    Was habe ich aus “Rich Dad Poor Dad” mitgenommen

    Um ganz ehrlich zu sein, ich konnte leider nicht sehr viel aus diesem Buch mitnehmen. Aber irgendwas lernt man ja immer, daher habe ich das hier noch mal zusammengefasst.

    • in dem Buch wird beschrieben, wie Kiyosaki eine Unterhaltung mit einer anderen Autorin führt, die, wenig erfolgreich beim Verkauf ihres Buches ist
    • da rät Kiyosaki ihr einen Marketingkurs zu machen, um ihr Schreibwerk besser an den Mann bringen zu können
    • die Frau reagiert empört und meint, dass ihr Schreibstil so gut ist, dass dieser wohl für sich spräche
    • Kiyosaki erwidert daraufhin: Ja das mag ja sein, aber das ist auch der Unterschied zwischen den Beiden, auf seinem Buch stünde Bestseller und nicht Best-Writer

    Ich finde das scheint auch die ganze Geschichte dieses Buches zu sein, es gut zu verkaufen, ohne dabei übermäßig viel Inhalt zu liefern und nebenbei noch von anderen Produkten zu berichten und die Kiyosaki-Vertriebsmaschinerie am Laufen zu halten  

    Einen Hauptmerksatz habe ich dennoch aus dem Buch mitnehmen können: Schaffe Vermögenswerte und keine Verbindlichkeiten

      • Verbindlichkeiten sind Dinge, die ständig Geld von dir einfordern, wie beispielsweise regelmäßige Kosten an einem Eigenheim oder ein Auto, das mit jeder Nutzung weiter an Wert verliert
      • Vermögenswerte sind Dinge, die dir Geld zukommen lassen, wie Renditen oder Dividenden aus Kapitalanlage
      • also lass dich nicht davon beirren irgendwelche Luxusgegenstände als Vermögenswerte zu betrachten, wenn sie dich eigentlich nur Geld kosten und / oder an Wert verlieren

    Was habe ich aus “Zero to One” mitgenommen

    Bei diesem Buch ergeht mir leider ähnlich wie bei Rich Dad Poor Dad“. Es war für mich jetzt nicht gerade die Erleuchtung und ich habe schon weitaus bessere Bücher mit größerem Mehrwert gelesen.

    Wer sich dennoch dafür interessiert, hier ein paar kleine Eckdaten:

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    • der deutschstämmige US-Amerikaner Peter Thiel, Jahrgang 1967, wurde durch frühe Investitionen in Paypal und Facebook zum Multimillionär. Er hat etliche weitere Startups aufgebaut
    • in diesem Buch formuliert er seine Gedanken zu Firmengründungen und zur Zukunft der Gesellschaft
    • das Buch ist von 2014, manchmal vielleicht schon etwas veraltet

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    Was habe ich aus „Das Harvard-Konzept“ mitgenommen

    Ein unglaublich tolles Buch, das ich auch nur empfehlen kann. Ich habe tatsächlich ziemlich viel daraus mitnehmen können. Das möchte ich euch nicht vorenthalten, aber lest das Buch auf jeden Fall auch noch mal selbst! Die Tipps werden mit sehr guten Beispielen veranschaulicht und lassen sich auf jede Lebenslage anwenden. Einfach mal ausprobieren 😉

    • immer sachbezogen verhandeln
    • Sätze einleiten mit: korrigieren Sie mich bitte > und sachbezogen das Problem schildern ohne Wertung > so kann die Gegenpartei jederzeit eingreifen und korrigieren
    • “wir danken ihnen für alles was sie für uns getan haben” > sachbezogen sagen was gut war, um die persönliche Ebene rauszunehmen und ein positives Bild des Gegenüber malen, damit dieser dieses bestätigt
    • die gesamte Kommunikation basiert auf sachlichen Argumenten, so kann es auch sein, dass man sich auch von der Gegenseite überzeugen lässt
    • wir wollen die Sache fair angehen und objektive Kriterien anlegen
    • Verhandlungs-Jiu-Jitsu > Angriff ausweichen und zurück zur Sache
    • kein “aber” verwenden, sondern eher ein “und”: Wir sind dankbar und Vertrauen ist nicht das Thema
    • Fragen stellen, ob man tatsächlich richtig informiert ist, um die Fakten noch mal darzulegen: Ist es so, dass das und das..? > weniger provokative Form
    • annehmen, dass der andere gute Gründe für seine Entscheidung hatte, auch, wenn das so nicht war > der andere wird danach suchen
    • die Argumente des anderen wiederspiegeln, um zu zeigen, dass man es verstanden hat
    • eine faire Lösung könnte sein,….
    • wenn wir uns einig werden / wenn wir uns nicht einig werden
    • Wenn man merkt, der andere arbeitet mit schmutzigen Tricks, diese offen ansprechen, > diese verlieren dann ihre Wirkung
    • immer rational handeln, auch, wenn andere das nicht tun, so sachlich wie möglich bleiben
    • nach der Wahrnehmung der anderen fragen > vllt. wird das Handeln der anderen aber als rational betrachtet
    • am Anfang Gemeinsamkeiten / netter Smalltalk helfen die Verhandlung positiv zu beeinflussen
    • Benchmark nennen, also sachbezogene Kennzahlen vorlegen, dabei nagelt man sich selbst nicht auf diese Zahl fest, sondern nennt nur erstmal eine Idee, es ist ein Vorschlag
    • manche Dinge kann man nicht erreichen, deshalb muss man seine eigenen Optionen verbessern, um besser verhandeln zu können > besseres Jobangebot, um sicherer zu sein
    • ein vernünftiger Optimismus zahlt sich aus, fühle dich weder über- noch unterlegen
    • warum nur ein so geringes Angebot > auf was beziehen sie sich hier > den anderen dazu bringen Vergleichszahlen vorzubringen
    • ja das ist eine Option, wir sehen hier eine andere Option
    • vllt. mag das für andere eine Option sein, aber in unserer Verhandlung wollen wir gern darüber sprechen wie wir zu einer Einigung kommen, die für uns beide fair ist

    Sparrate von 58%

    Ach shit!!! Shit! SHIIIIT!! Wie war das Auto fängt mit A an und hört mit O auf! Was ne scheiß Aussage, danke Hirn für den Klugscheißerspruch, was würde ich nur ohne dich machen?! Vielleicht hast du ja auch eine super kluge Antwort darauf, warum ich plötzlich keinen Gang mehr reinkriege? Hmmm?? Das weißte natürlich nich ne? Nee, weiß ich nicht, aber frag doch mal Google, da weiß plötzlich jeder alles. Alles klar, google ich halt mal. Hmm okay, Gänge gehen nicht mehr rein, Kupplung kaputt,… macht für mein Modell etwa 700 EUR… hmmmm…700 EUR!!!!!???? Nachdem logischerweise schon im Januar erst die Autoversicherung abgebucht wurde, jetzt das. Das muss ich erstmal kurz verarbeiten, heißt ich grummel nun so drei Tage vor mich hin und ärgere mich. Das nervt ja jetzt mega. Dieses Ereignis hat zwei Seiten. Zum einen kann ich mir die Reparatur locker leisten, da ich ansonsten ja keine weiteren unnützen Dinge kaufe. Die andere Seite: ich erreiche meinen mir selbst auferlegten fucking Sparplan nicht. Und das jetzt schon im Februar. Was mich aber beeindruckt, ist, dass sofort meine Geldmaschine anspringt, also mein Hirn. Ich druck jetzt nicht im Keller meiner Oma Haufenweise Hunderter.

    Erstmal eine kleine Entwarnung, nachdem ich das Auto in die Werkstatt gebracht habe. Es kostet nur 500 EUR. Super, das tröstet mich doch,…nicht, also nicht wirklich. Egal, ein neues Auto kommt jetzt nicht in Frage und noch brauche ich meinen kleinen Flitzer. Dennoch zieht mich diese Ausgabe erstmal in ein unerwartetes Loch, aber niemals aufgeben lautet die Devise. Ich krame in meinem Kopf schon mal alles zusammen, was sich noch irgendwie zu Geld machen lässt. Da sind zum einen noch Klamotten, die ich eventuell noch aussortieren könnte. Eine Wii, ein Nintendo DS, Kopfhörer und vielleicht noch einiges mehr. Alles Dinge, die ich natürlich auch unbedingt mal brauchte, aber nichts davon hat mir je so viel Freude bereitet wie mein altes Nintendo 64. Sprich ich habe mit dem anderen Kram so gut wie nie gespielt, also weg damit. Mal schauen was sich da noch rausholen lässt.  

    Meine Sparrate liegt also demnach in diesem Monat aufgrund des Autos und allem Drum und Dran gerade mal bei 37%. Ihr seht worauf das hinausläuft, das Auto zieht mich ziemlich runter… 🙁

    Mein fünfter Monat ohne Bekleidung

    Der Februar sollte ja eigentlich der Monat werden, in dem es auf meinem Konto wieder ein bisschen besser aussehen sollte. Allerdings hat mir mein zauberhaftes Auto, dass ich ja eigentlich so liebe, da einen Strich durch die Rechnung gemacht. Du merkst langsam das Verhältnis zu meinem Auto ist recht zwiegespalten. Die Häufigkeit, in der dieses fahrende Vehikel größere Summen kostet, treibt mich langsam in den Wahnsinn. Dennoch bin ich absolut nicht gewillt meinen motorisierten Untersatz aufzugeben. Die typische Hassliebe zwischen Besitzer und Auto eben. Auch, wenn ich schon ziemlich viel Kohle in den Kleinen investiert habe, sind diese höheren Rechnungen meist genau das, was mich davon abhält, dann auch noch Geld für Klamotten auszugeben. Wenn schon mal 500 EUR fürs Auto weg sind, würde es mich noch mehr schmerzen zusätzlich noch meine übliche Summe von 500 EUR für ein gefülltes Päckchen bei Zalando zu lassen. Früher hatte eine größere Ausgabe meist den gegenteiligen Effekt, so, wie wenn man in der Diät einen Keks isst und dann denkt, na nu is auch wurscht und noch eine Tüte Chips und ein Stück Torte hinterher schiebt. So vergeht also auch der fünfte Monat ohne ein Besuch bei Aboutyou, Zara und co. Es fehlt ein ganz klein wenig, aber sicher bei weitem nicht so sehr, als das schlechte Gewissen, wenn ich aufgegeben hätte. Kommt ja gar nicht in die Tüte!

    Titelbild: Unsplash / rawpixel/ 2019