Mein Fazit für August

    Ich möchte jeden Monat einmal kurz anhand meiner gesteckten Ziele zusammenfassen. Dazu gehören:

    • 3 neue Bücher pro Monat lesen
    • Sparrate 58%
    • keine Bekleidung kaufen

    Drei neue Bücher pro Monat lesen

    Also zu meinem ersten Ziel drei neue Bücher zu lesen. Ich hatte mich für folgende Lektüre entschieden:

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    Was habe ich aus “Die Scrum-Revolution” mitgenommen

    Scrum haben einige von euch vielleicht schon mal gehört, andere vielleicht noch nicht.

    Dabei geht es um ein effektives Projektmanagement-System, dass Zeit und Kosten sparen soll und gleichzeitig die Mitarbeiter motiviert. Klingt ja erstmal zu schön, um wahr zu sein.

    Ich kenne Scrum vor allem aus dem IT-Bereich, aber in dem Buch wird beschrieben, dass man es auch auf jeden anderen Bereich des Lebens anwenden kann, egal, ob es jetzt der Hausbau oder ein anderes größeres Projekt ist.

    Punkte, die ich spannend finde:

    • Die Rollen im Scrum:
      • Die einzelnen Teammitglieder
      • Der Scrum Master: dieser hilft dem Team effektiv mit dem Scrum Modell zusammen zu arbeiten
      • Product Owner: ist für die übergreifende Vision des Projektes zuständig, pflegt das Backlog und legt die Inhalte der nächsten Sprints fest
    • Ein Project-Backlog ist eine Liste, mit Aufgaben, die erledigt werden müssen, priorisiere dann nach Nutzen und zerteile sie in Sprint-Einheiten
    • Worin unterscheidet sich Scrum von anderen Projektmanagement-Modellen:
      • Es hat einen teamzentrierten Ansatz und ist auf ständige Evaluation des Projektes ausgelegt
    • Um die Produktivität des Teams zu erhöhen, gibt es vier wichtige Dinge zu beachten:
      • Die Team-Kollegen sollen entscheiden, wie sie ihre Ziele erreichen wollen
      • Gib ein gemeinsames Ziel vor, so können alle an einem Strang ziehen
      • Lass verschiedene Teams Ergebnisse untereinander austauschen, und sich neue autarke Teams bilden
      • Auf die Anzahl kommt es an: 7 Leute + / – 2 sind ideal
      • Zeitmanagement ist auch hier eine ausschlaggebende Methode zur Zielerreichung
      • Da die meisten Menschen recht schlecht darin sind selbst einzuschätzen wie viel Zeit eine Aufgabe in Anspruch nimmt, gibt es vordefinierte Arbeitsperioden, sogenannte Sprints
      • Sprints umfassen Zeitabschnitte von 1- 4 Wochen, in dieser Zeit wird eine spezifische Aufgabe erledigt, entscheidet euch dabei aber für einen festen Rhythmus
      • Nach Beendigung des Sprints setzt sich das Team zusammen, bespricht den Fortschritt der Aufgabe und passt ggf. Ziele an
      • So werden aufkommende Probleme schneller bemerkt und ihnen entgegengewirkt
      • Zusätzlich können auch noch Daily Scrums (nicht länger als 15 Minuten) abgehalten werden, das sind kleine Stand-Up Meetings, in denen das Team immer die gleichen Fragen beantwortet:
        • Was hast du gestern gemacht, um dem Team zu helfen, den Sprint zu schaffen?
        • Woran wirst du heute arbeiten?
        • Was steht dir im Weg?  
      • So wie ich es auch dem Jira-Ticket System kenne, kann man auch hier die einzelnen Projekte auf einer Scrum-Tafel abbilden mit den Spalten “in Bearbeitung”, “in Prüfung”, “erledigt”
      • Abschließend kann man auch eine Scrum Retrospektive machen in der man den Sprint rückblickend nochmal bewertet und Verbesserungen für die Zukunft mit aufnimmt

    Was habe ich aus “Die 4-Stunden-Woche” mitgenommen

     

     

    Nach einem Burnout wollte Tim Ferriss durch die Welt reisen und konnte so trotzdem innerhalb von 4 Stunden sein Unternehmen führen

    Auch, wenn das nicht für jeden gilt oder alle Punkte anwendbar sind, gab mir das Buch jedoch einen positiven Motivationsschub, einfach in die Richtung, dass doch immer alles irgendwie möglich ist, allein dafür mag ich das Buch schon sehr gern

     

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    Wichtigste Erkenntnisse:

    • Lass dir nicht einreden, dass du erstmal 40 Jahre super hart arbeiten musst, um dich dann später entspannen zu können,  Tim Ferriss geht es darum jetzt schon gut zu leben
    • Reich bedeutet für ihn genau jetzt das zu tun worauf er gerade Lust hat, dafür brauch er vor allem Zeit und seiner Meinung nach gar nicht so viel Geld, wie viele vermuten
    • Dafür sollte man mal (wie immer) seine eigenen Glaubenssätze hinterfragen und sich aus seiner Komfortzone bewegen 
    • Warte nicht auf die Rente, warte nicht auf den perfekten Zeitpunkt loszulegen, bewege dich aus dem Mittelmaß und denke groß, weniger Arbeit bedeutet nicht gleich Faulheit
    • So gut wie jeder Angestellte arbeitet 8 Stunden täglich, aber ist das wirklich sinnvoll? Brauch jede Aufgabe genau diese Zeit? Ist da wirklich produktiv und effektiv? Aber Zeit absitzen, heißt ja nicht, dass man diese effektiv genutzt hat
    • Um so mehr Zeit man hat, um so mehr Zeit verschwendet man auch mit einer Aufgabe
    • Don’t work hard, work smart! Konzentration auf die wirklich wichtigen Dinge > Pareto 80 / 20 
    • Meetings gibt es nur, wenn Entscheidungen getroffen werden müssen, ansonsten nicht hingehen
    • Verkürze Gespräche auf das Wesentlich, wenn du zum Beispiel einsteigst mit: ich habe nur 2 Minuten Zeit
    • Setze dich auf eine Informationsdiät: verzichte auf unnütze Nachrichten und Social Media, lass dir das Wichtigste innerhalb von 5 Minuten von einem Kollegen oder deinem Partner erzählen (man bekommt die Infos dann zwar etwas vorgefiltert, aber für mich klappt das tatsächlich sehr gut)
    • Produktiv: mit möglichst geringem Zeiteinsatz, nur die Dinge erledigen, die einem seinen Zielen näherbringen
    • Diese Dinge haben absolute Priorität und sind in wenigen Stunden erledigt, Anrufe und E-Mails checken fällt damit auf bestimmte kurze Zeiten (ich mache das auch oft, wenn ich wichtige Dinge, an diesem Tag zu erledigen habe, fange ich direkt damit an und lese nicht erst 20 Mails, das kostet mich zu viel Zeit)
    • Mach dich für deinen Arbeitgeber unersätzlich, beweise deinem Arbeitgeber, dass du zu Hause (oder von wo auch immer) viel produktiver bist als im Office
    • Beschäftige einen persönlichen Assistenten, der sich um die Aufgaben kümmert, die nicht von dir erledigt werden müssen
    • Dein Business muss auch ohne dich laufen können, Kommunikation läuft nicht über dich, sondern direkt, die anderen haben genügend Verantwortung, um Entscheidungen auch ohne dich treffen zu können
    • Du musst passives Einkommen erwirtschaften mit beispielsweise einem Online-Shop, du möchtest eine Muse > kein zeitaufwendiges Start-up gründen
    • Teste dafür vorab, ob ein Markt für dein Produkt besteht (mit max. 400 EUR und innerhalb von 4 Wochen), kleine Werbekampagne über Google Ads, ohne, dass es das Produkt überhaupt gibt
    • Überprüfe deine Effektivität: Erfindest du gerade Aufgaben, um die wichtigen Dinge zu umgehen?

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    Was habe ich aus „Entdecke deine Willenskraft“ mitgenommen

    Ich bin schon lange auf der Seite von Ralf Senftleben unterwegs und lese auch regelmäßig seinen Newsletter. Darin sind immer wieder inspirierende Anregungen für die Dinge des Leben, die im Alltag manchmal hinten runterfallen. Achtsamkeit und der Umgang mit den eigenen Gedanken und Emotionen spielen hier eine große Rolle. Daher freue ich mich umso mehr, dass es nun ein Buch von Ralf Senftleben gibt.

    meine wichtigsten Denkanstöße:

    • Wir können und müssen gutes Verhalten trainieren, wie einen Muskel
    • Teile deine Aufgaben in kleine Häppchen ein
    • Wir schieben auf, weil uns die Aufgabe zu groß erscheint, wir Angst haben Fehler zu machen und zu scheitern
    • Bereite dich gut vor, damit du gleich loslegen kannst (Sportsachen, Unterlagen etc. bereitlegen)
    • Frage andere, wenn du Hilfe brauchst
    • Formuliere deine Pläne so konkret wie möglich
    • Setze einen Vertrag mit dir selbst auf, wenn du ganz hart bist, kannst du dir auch Konsequenzen auferlegen, wenn du es nicht schaffst (zum Beispiel Spende an eine gemeinnützige Organisation)
    • Vorsätze können noch so konkret sein, wenn du keine Energie hast, ist jeder Plan vergeblich
    • Aber du kannst selbst über deine Power entscheiden, du kannst selbst bestimmen wie energetisch du bist
    • Energie = Erholung, Ernährung und Bewegung
    • Erholung fängt beim Schlafen an, ist die wichtigste Erholungsphase > ich lese mittlerweile abends nur noch entspannende Romane, anstatt Bücher, die ich durcharbeiten muss
    • Ernährung: wir wissen ja, dass wir uns mehr von Obst und Gemüse und weniger von Süßigkeiten und Chips ernähren sollen
    • Sport, Sport, Sport, ja auch das wissen wir, Bewegung ist essentiell, um in unserer Welt nicht durchzudrehen
    • Achte auf deine inneren Dialoge > musst du dich oft zwingen = Ich MUSS > dann solltest du den Sinn deiner Aufgabe erneut hinterfragen
    • Vernunftgründe: Geld verdienen, um die Familie zu ernähren
    • Emotionale Gründe: Was wünschst du dir wirklich? Anerkennung?
    • Nur über den Zwang kannst du so langfristig keinen Erfolg erzielen
    • Es kommt auch darauf an, wie du dich selbst siehst: bist du Sportlerin, Unternehmerin oder oder oder > ich finde diese Einstellung kann sehr viel mit einem machen
    • Nutze dein Umfeld, um deine Ziele zu erreichen (Freunde können helfen :)) teilen und überprüfen > sozialer Druck
    • Wir werden bei unseren Entscheidungen von 95% unserer Gewohnheiten beeinflusst
    • Überlege dir welche Dinge du ändern möchtest und welche Gewohnheiten du dir dafür aneignen müsstest
    • Einmal eingespielt, musst du nicht mehr darüber nachdenken
    • Schlechte Gewohnheiten ablegen, beseitige den Trigger (z.B. Stress) und ersetze das Verhalten durch eine andere Tätigkeit
    • Mach dir deine inneren Widerstände bewusst und frage dich warum du blockiert bist > warum du das nicht tust, was du dir eigentlich vorgenommen hast
    • Willenskraft kommt da ins Spiel wo unsere positiven Gewohnheiten und emotionalen Gründe nicht mehr ausreichen > härte dich also ab, um so öfter du siegst, um so leichter fällt es dir

    Sparrate von 58%

    Die August-Sparrate läuft unter dem Motto: “Knapp daneben ist auch vorbei”, aber was solls. Ein verfehltes zu hohes Ziel ist immer noch besser, als das Erreichen eines sehr niedrigen Ziels. Man muss sich das ja selber irgendwie schön reden. Also um es auf den Punkt zu bringen: wir landen diesen Monat bei 57%. Dennoch ein Grund zum Freuen, wie ich finde. Juhuuu. Da darf man auch mal kurz jubeln 🙂 Es ist auch wirklich nett anzusehen, wie sich die Konten langsam füllen und sich die harte Arbeit (ja, sparen ist harte Arbeit – zumindest für mich), auch lohnt. Mit das schönste Gefühl ist eben auch, dass man keine Angst mehr haben muss, dass einem beim Blick aufs Konto sofort die roten Zahlen entgegenspringen. Dass man jetzt zwar immer noch der Gehaltszahlung entgegenfiebert, aber nur weil man sich so freut, dass es eben mehr wird und nicht weil man noch schleunigst einige liegengebliebene Rechnungen begleichen muss. Das motiviert natürlich gleich doppelt 🙂

    Mein elfter Monat ohne neue Bekleidung zu kaufen

    Der elfte Monat ist angebrochen. Ich könnte jetzt sagen: “Nein es fiel mir überhaupt nicht schwer in der ganzen Zeit nichts zu kaufen. Vor allem zum Ende hin, wurde es immer leichter, da ich mich ja schon so daran gewöhnt hatte.”, aber das wäre eine glatte Lüge. Denn um ehrlich zu sein, fällt es mir gerade überhaupt nicht leicht, nichts zu kaufen. Instagram und Pinterest sei dank, werden täglich neue Wünsche in mir geweckt. Ja ich bin mir dessen bewusst und nein ich habe trotzdem keine Lust die Apps zu löschen. Warum? Weil es mir auch Spaß macht zu schauen und gucken ist ja wohl noch erlaubt. Also gekauft habe ich natürlich nichts, aber ich sehne schon das Ende meines selbst-auferlegten Klamotten-Zölibats entgegen, obwohl ich weiß, dass ich auch danach weiter sparen und definitiv nicht mein gesamtes Geld für Bekleidung ausgeben möchte. Bis hierhin war es auf jeden Fall eine tolle Erfahrung, denn ich bin wirklich über mich hinaus gewachsen. Ich habe etwas geschafft, dass mir viele andere und auch ich mir selbst nie zugetraut hätte. Und da darf man dann schon mal ein bisschen stolz auf sich sein 🙂 Beim ganzen Auf-die-Schulter-klopfen will ich natürlich nicht vergessen, dass die Zeit noch nicht rum ist und dass ich auch zukünftig immer darauf achten muss nicht wieder in die Konsumfalle zu tappen.  

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