5 Methoden für deinen Jahresrückblick

    Welche Zeit, als jetzt, wäre besser dazu geeignet einen persönlichen Jahresrückblick zu machen? Ich nutze die Tage zwischen den Jahren gern, um die vergangenen Wochen und Monate noch einmal Revue passieren zu lassen. Ein Jahresrückblick bringt viele positive Aspekte mit sich.

    Titelbild: Depositphotos / 2019

    Warum sollte ich überhaupt einen Jahresrückblick machen?

    Ein Jahresrückblick bringt viele Vorteile mit sich:
    • er hilft dir deine Ziele zu überprüfen (wenn du für dieses Jahr bereits welche festgelegt hast, falls du noch Unterstützung bei der Planung deiner finanziellen Ziele für 2020 brauchst, hier entlang)
    • er hilft dir dich dabei zu erinnern, sowohl an positive, aber auch an “negative” Ereignisse 
    • so kannst du dir überlegen, was du davon mitnehmen, anders machen oder fortführen möchtest
    • er hilft dir deine Ziele für das kommende Jahr festzulegen
    • er macht dich dankbar für die all die Erfahrungen, die du in diesem Jahr sammeln durftest

    Methoden für den Jahresrückblick

    Es gibt unzählige Möglichkeiten dein Jahr rückblickend zu betrachten. Um jedoch einfach mal anzufangen, habe ich dir hier fünf Methoden zusammengestellt. Ich habe sie von weniger umfangreich bis etwas zeitaufwendiger sortiert. Also je nachdem wie ausführlich dein Jahresrückblick werden soll, wählst du eine entsprechende Methode aus. Ich würde allerdings empfehlen wenigstens einmal für sich selbst eine umfassendere Übung zu machen. Du hast du ein ganzheitliches Bild des vergangenen Jahres und kannst detaillierter für die kommenden 365 Tage planen. Denk dran, es geht hier ja schließlich um dich, deine Erfahrungen, deine Ziele und deine vielleicht noch verborgenen Wünsche 😉

    1. Die Schlagzeile

    Stell dir vor über dich gibt es einen Zeitungsartikel. Wie würde die entsprechende Schlagzeile auf der Titelseite lauten? Diese Methode kannst du entweder zusammenfassend für das gesamte vergangene Jahr oder auch für jeden Monat des letzten Jahres verwenden. Sei dabei gern kreativ, tobe dich aus und nimm kein Blatt vor den Mund. Du darfst dabei auch gern übers Ziel hinausschießen und deine Schlagzeilen sehr überspitzt formulieren. Achte jedoch darauf, dass du hier auf einen positiven Tenor achtest. Es geht bei dieser Übung nicht darum dir deine eigenen Fehler unter die Nase zu reiben. Die “Schlagzeile” eignet sich auch hervorragend für den Ausblick auf das nächste Jahr. Sei gern ein bisschen größenwahnsinnig, wenn du daran denkst, was wohl am Ende des nächsten Jahres über dich zu lesen sein wird 🙂

    2. Die Timeline

    Nimm dir dafür am besten ein DIN A4 Blatt und zeichne darauf einen Zeitstrahl für das vergangene Jahr. Darauf trägst jeden Monat von Januar bis Dezember ein. Nun kannst du zu den jeweiligen Monaten deine entsprechenden Highlights eintragen. Natürlich kannst du auch Dinge notieren, die nicht so gut liefen, jedoch solltest du dich auch dabei hauptsächlich auf das positive daran konzentrieren. Schreib als erstes die Dinge auf, die dir spontan einfallen, später kannst du auch deinen Kalender unterstützend hinzuziehen. Was mir sehr gut geholfen hat, mich zu erinnern, waren die Fotos auf meinem Smartphone. Diese sind automatisch in den richtigen Zeitabschnitten sortiert und so konnte ich sehr schnell Ereignisse und Monate zuordnen. So sind mir auch Situationen wieder ins Gedächtnis gekommen, die ich sonst einfach vergessen hätte, obwohl ich damit sehr positive Erinnerungen verbinde. Wichtig ist, dass du dich bei deiner Aufzählung daran erinnerst, was dir gut gelungen ist, wo du dich weiterentwickelt hast und was du lernen konntest.

    3. Jahrein / Jahraus

    Bei dieser Übung geht es darum das vergangene Jahr von außen nach innen zu betrachten. Das kommende Jahr soll dann genau andersherum geplant werden, also von innen nach außen.

    Dazu kannst du dir folgende Fragen zum vergangenen Jahr stellen:

    2019 (von außen nach innen):

    • Was ist in der Welt geschehen, das mich berührt hat (politische Ereignisse etc.) ? 
    • Was ist in meinem eigenen Leben passiert (Reisen, Todesfälle, Umzug, Beförderung etc.)?
    • Wie habe ich mich dabei gefühlt? Was hat es mit mir gemacht (Trauer, Ungewissheit, Motivation etc.)
    • Was ist die Essenz meines Jahres 2019? Hierbei geht es um ein paar Wörter oder einen kurzen Satz, der das Jahr zusammenfasst. 

    2020 (von innen nach außen):

    • Wie lautet dein Motto für 2020?
    • Wie möchtest du dich 2020 fühlen?
    • Was musst du dafür in 2020 tun, was muss geschehen?
    • Was möchtest du der Welt in diesem Jahr geben?

    Bei dieser Übung gefällt mir besonders, dass nicht nur die Ereignisse an sich betrachtet werden, sondern auch, wie man sich dabei gefühlt hat und wie man sich zukünftig fühlen möchte. Ebenso bietet die Betrachtung von außen nach innen einen anderen Blickwinkel. Ich habe mir dazu einen Rückblick des Jahres 2019 angeschaut, um mir nochmal kurz ins Gedächtnis zu rufen, was in diesem Jahr alles so passiert ist und wie mich diese Ereignisse beeinflusst haben. Genauso verhält es sich mit der umgekehrten Herangehensweise – von innen nach außen. Sich selbst die Frage zu stellen, was man im kommenden Jahr in der Welt bewirken kann, finde ich persönlich sehr spannend.

    4. Ziele und Gewohnheiten  

    Das ist zwar eine eher zukunftsgerichtete Methode, aber finde diese Übung sehr effektiv, daher möchte ich sie dir nicht vorenthalten. Bei dieser Aufgabe geht es darum, die eigenen Ziele festzulegen und die dafür notwendigen Tätigkeiten und Gewohnheiten zu definieren. Dabei werden unterschiedliche Lebensbereiche (Beziehungen, Gesundheit, Spiritualität, Entwicklung, Finanzen) in unterschiedlichen Zeitabschnitten betrachtet. So werden grobe Ziele für die nächsten 10 – 25 Jahre festgelegt, für die Gewohnheiten festgelegt werden mit denen man beginnen muss (Quartal Start) und die man sich abgewöhnen muss (Quartal Stop). 

    Die dazugehörige Matrix könnte beispielsweise so aussehen:

     
    BeziehungenGesundheitSpiritualitätEntwicklungFinanzen
    10 – 25 Jahreeng verbundene Freundschaft mit meinen ehemaligen KommilitonenMein jetziges Gewicht von xxkg halten, 50 LiegestützeEntspannt und gelassen seinein Business rund um Mentaltraining aufbauenMillinär sein
    1 Jahrmin. 4 x treffen  3 x wöchentlich Krafttraining2 x wöchentlich Yoga, täglich min. 10min meditierenAnmeldung zu zwei Seminaren, 10 Bücher lesen, Website aufbauen, Coachausbildung machen ein Online-Business aufbauen und 50% meines Einkommens investieren, mein Einkommen um 20% steigern
    Quartal (Start)1 Treffen vorschlagen und mitorganisierenMontag, Mittwoch, Freitag ins Fitnessstudio gehen, täglich Liegestütze üben, 6 x wöchentlich gesunde ErnährungMeditationsapp runterladen, täglich morgens um 6:30 Uhr meditieren, Dienstag und Donnerstag 25min Yoga 6h pro Woche lesen, Anmeldung zum ersten Seminar, 3h pro Woche am Websiteaufbau arbeitenmonatlich 50% meines Einkommens sparen, mich mit meinen Finanzen auseinandersetzen und über ETFs informieren
    Quartal (Stop)mehrere Tage nicht auf Nachrichten antwortenkeine Süßigkeiten mehr essenBei jeder Kleinigkeit an die Decke gehenkeine Hilfe in Anspruch nehmen, knifflige Aufgaben nicht aufschiebenGeld für unnütze Dinge ausgeben
      Die Matrix zum Herunterladen findest du hier: Deine Ziele solltest du entsprechend bestimmter Vorgaben aufbauen. So kannst du sie später besser überprüfen. Alles zur richtigen Zielsetzung findest du hier:

    5. Der detaillierte Rundumblick  

    Einen sehr schönen Jahresrückblick, der auch einen Abschnitt zur zukünftigen Planung enthält, habe ich unter https://yearcompass.com/ gefunden. Hier kannst du ein Booklet herunterladen:

    Hier kannst du sehr detaillierte Fragen beantworten, in dich gehen und durch tolle Anregungen noch weitere Aspekte des vergangenen Jahres betrachten. Für diese Methode solltest du allerdings ein bisschen Zeit mitbringen. In der Anleitung wird beschrieben, dass du für das Ausfüllen des Booklets schon drei Stunden einplanen solltest. Aber es lohnt sich.