Die 10 besten Tipps zum Sparen

    Es gibt zwei Schrauben, an denen du drehen kannst, wenn es darum geht, ein Vermögen aufzubauen. Zum einen sind das deine Einnahmen und zum anderen deine Ausgaben. Wie du letzteres optimieren kannst, will ich dir mit diesen zehn besten Tipps zum Sparen zeigen. Bereit? Dann lass uns loslegen!

    Ich habe alle Spartipps auch selbst getestet und bin damit tatsächlich ganz gut gefahren.

    Titelbild: Unsplash / Micheile Henderson / 2020

    Spartipp Nummer 1 – Haushaltsbuch

    Lege dir ein Haushaltsbuch an. Für mich der wichtigste Schritt zum Sparen. Das Haushaltsbuch hat mir sehr dabei geholfen, herauszufinden, wo wirklich meine größten auch auch meine unsinnigsten Ausgaben lagen. So fiel mir relativ schnell aus, dass ich beispielsweise über 800 EUR jährlich für Coffee-to-go ausgab. Nach wie vor führe ich ein Haushaltsbuch, um meine Ein- und Ausgaben im Blick zu behalten. Ich empfinde es auch nicht als anstrengend, sondern als sehr hilfreich. 

    Weitere hilfreiche Tipps zum Thema Haushaltsbuch sowie eine entsprechende Vorlage, findest du hier:

    Spartipp Nummer 2 – sinnlose Abso kündigen

    Sinnlose Abos kündigen. Ich weiß dort gibt es unterschiedliche Serien und Filme und ein bisschen Fußball soll es auch noch sein, aber brauch man wirklich ein Netflix, Amazon Prime und ein Sky Abo? Wahrscheinlich nicht. Das Gleiche gilt für Spotify, iTunes oder Amazon Music. Entscheide dich für einen dieser Dienste. Ähnlich verhält es sich mit nicht genutzten Zeitungsabos oder den regelmäßigen Beiträgen fürs Fitnessstudio, in dem du schon drei Monate nicht mehr warst. Überlege dir sehr genau, was du wirklich nutzt. Der Rest kann weg.

    Spartipp Nummer 3 – Verträge überprüfen

    Verträge überprüfen. Das kann nicht nur der Handyvertrag, bei dem man nach den ersten zwei Jahren plötzlich drauf zahlt, sondern auch die Autoversicherung oder der Stromanbieter. Manchmal reicht es zum Ende der Vertragslaufzeit die Kündigung einzureichen, um dann ein besseres Angebot zu bekommen, manchmal kommt man um einen Wechsel nicht herum. Überprüfe auch all deine Versicherungen. Für welchen Notfall möchtest du wirklich abgesichert sein und gibt deine Versicherung das auch her? Auch, wenn es vielleicht ein bisschen Arbeit bedeutet, kann sich das lohnen und wer hat hier gesagt, dass es was umsonst gibt 😉  

     

     

    Also überprüfe alles Verträge / Versicherungen:

     

    • Handy
    • Internet
    • Strom
    • Autoversicherung
    • Unfallversicherung
    • Hausratverischerung

    Spartipp Nummer 4 – Kontowechsel

    Konto wechseln und gegebenenfalls Kreditkarten kündigen. Ich hatte seitdem ich sechzehn Jahre alt war ein Konto bei der Sparkasse und schon meine Großeltern haben dort ihr Geld gebunkert. Also unsere Bank des Vertrauens. Jedoch haben viele Banken die geringen Zinsen durch höhere Kosten für den Kunden umgelagert. So auch die Sparkasse. Eine ganze Zeit lang bezahlte ich noch fleißig meine 5,95 EUR monatlich Kontoführungsgebühren. Doch irgendwann störte ich mich so sehr daran, dass für mich nur noch ein Wechsel in Frage kam. Wie lange man jetzt bei den Direktbanken ohne weitere Kosten auskommen wird, wird sich zeigen, aber so spare ich mir erstmal die 5,95 EUR und habe oben drauf noch 200 EUR für den Wechsel gutgeschrieben bekommen. Ebenso ist es mit Kreditkarten, die einen jährlichen Beitrag kosten. Brauchst du diese wirklich oder gibt es vielleicht noch etwas günstigeres? Ich komme zum Beispiel auch sehr gut ohne aus. Ein Punkt, an dem ich definitiv sparen kann.

    Spartipp Nummer 5 – öffentliche Verkehrsmittel

    Ich komme aus einem kleinerem Dorf nahe Berlin. Hier war es quasi Pflicht mit 17 den Führerschein zu machen und sich hauptsächlich mit dem Auto fortzubewegen. So hab ich das auch über zehn Jahre gehandhabt und mein Auto war mein ein und alles. Ich hätte mir nie vorstellen können, dass ich je ohne meinen fahrbaren Untersatz sein würde. Auch, wenn dieser durch den Umzug nach Berlin, dem zunehmenden Verkehr und die steigenden Kosten immer unpraktischer wurde. Nachdem dann allerdings die dritte große Reparatur innerhalb weniger Monate anstand, hab ich mich dazu entschieden mein Auto und auch die damit verbunden Kosten abzugeben. Mittlerweile fahre ich seit einem halben Jahr mit den Öffentlichen und spare mir dadurch Versicherung, Tankkosten, Steuer und Reparaturen. Für jeden, der nur aus Bequemlichkeit das Auto nutzt, können die Öffentlichen Verkehrsmittel oder das Fahrrad eine super Alternative sein.

    Spartipp Nummer 6 – Großpackungen / Angebote

    Großpackungen kaufen und auf Angebote achten. Zugegeben ein recht simpler, aber doch sehr wirkungsvoller Tipp. Denn indem du öfter mal auf eine größere Menge oder die Familienpackung Shampoo, Kaffee oder Zahnpasta zurückgreifst, kannst immer eine Kleinigkeit sparen. Bei Dingen, die du sowieso täglich verwendest, kann ein kleiner Vorrat nicht schaden, da du ja eh weißt, dass du die Produkte aufbrauchen wirst. Ich mache das immer so mit Drogerieartikeln. Davon kaufe ich gleich eine höhere Stückzahl. Auch, wenn sich Prospekte wälzen jetzt nicht nach der aufregendsten Sonntagsbeschäftigung anhört, kannst du auch hier einiges rausholen. Mache dir einen kleinen Sport daraus und werde zum Schnäppchenjäger. Ich freue mich immer, wenn ich einen Artikel, den ich sowieso gekauft hätte, dann auch noch im Angebot ergattern kann.

    Spartipp Nummer 7 – Wünsche hinterfragen

    Hinterfrage deine Wünsche. Bei mir war es bei den Klamotten immer so, dass ich in jedem Onlineshop elendig lange Wunschlisten mit tausenden von Produkten hatte. Und, wenn ich mir dann mal wieder ein riesen Paket bestellt hatte, gab es ja schon wieder neue Taschen, Schuhe, Kleider und Röcke, die ich unbedingt haben musste. Dabei blieb es nicht nur bei Bekleidung, sondern genauso war es mit Kosmetik, Elektronikartikeln und Sportsachen. Jeder Wunsch, den ich mir erfüllte, wurde sofort durch zehn neue ersetzt. Ich musste sehr lange und muss es auch jetzt noch, an meiner Einstellung arbeiten, um diese Spirale und mein eigenes Verhalten zu durchbrechen. Das war nicht einfach, hat aber mitunter den größten Effekt auf mein derzeitiges Konsumverhalten ausgemacht.

    Spartipp 8 – Schulden begleichen

    Versuche so schnell wie möglich deine Schulden zu begleichen. Konsumschulden bringen nicht nur teure Zinsen mit sich, sondern auch immer einen emotionalen Drucken. “Was ist, wenn ich diesen Monat meine Rate nicht bezahlen kann?” Vor allem Dispokredite, also, wenn wie bei mir früher sehr oft, dein Girokonto regelmäßig in den roten Zahlen steht, kostet dich das eine Stange Zinsen. Diese zusätzlichen Gebühren kannst du dir gut und gerne sparen. Zahle also so schnell wie möglich deine Raten ab und gleiche dein Konto aus. Seit eineinhalb Jahren hab ich auf meinem Konto keine roten Zahlen mehr gesehen und das fühlt sich sehr gut an 🙂

    Spartipp 9 – verschiedene Konten

    Lege dir für bestimmte Bereiche unterschiedliche Konten an. Ich habe zum Beispiel ein Konto für meinen Notgroschen, ein Spaß-Konto, für Dinge, die ich mir gern kaufen möchte, ein Babykonto, auf dem bereits in der Planungsphase regelmäßig Einzahlungen für zukünftige Anschaffungen hinterlegt wurden, ein normales Girokonto für meine Fixkosten und noch ein Tagesgeldkonto, auf dem ich den risikolosen Anteil anspare. Mittels Daueraufträge wandern jeden Monat direkt nachdem mein Gehalt auf meinem Girokonto eingegangen ist, genau festgelegte Beträge auf die jeweiligen anderen Konten. So kann ich auch beispielsweise nur das Geld vom Spaß-Konto für einen Wunsch ausgeben, dass auch wirklich auf diesem Konto ist. Wenn du mehr zur richtigen Kontostruktur wissen willst, dann wirst du hier fündig:

    Spartipp Nummer 10 – regional Reisen

    Mein Mann und ich halten es häufig so, dass wir unsere Urlaubsreisen in die nähere Umgebung verlegen. Also Thailand, die Malediven oder Dubai stehen dabei weniger auf unsere Liste. Für Kurztripps fliegen wir nicht in andere Städte, sondern fahren zum Beispiel in die Natur in der Nähe. Das soll jetzt nicht heißen, dass man nie wieder eine Fernreise machen oder nicht mehr nach London oder Paris fliegen soll. Es geht einfach nur darum, auch hier für sich selbst zu schauen, ob es nicht eine mindestens genauso schöne, aber vielleicht günstigere Alternative gibt. Positiver Nebeneffekt: weniger Reisezeit und du schonst die Umwelt 😉

    Und P.S.: Balance is the key

    Bei der ganzen Sparerei solltest du es natürlich auch nicht übertreiben. Nur ein mal täglich die Klospülung zu drücken, nur zwei Minuten zu duschen und überall das Licht auszulassen, ist hier dann vielleicht nicht der richtige Weg. Du solltest dich bei all deinen Sparmaßnahmen nicht zu sehr eingeschränkt fühlen. Das vermittelt schnell den Eindruck von Zwang und lässt dich das Ganze nicht durchhalten. Es ist wie bei einer Diät. Diese sollte auch so ausgerichtet sein, dass du dich mit allem notwendigen ausreichend versorgt fühlst und nicht aufgrund von Mangelerscheinungen zu Heißhungerattacken neigst. Klar solltest du dich aus deiner bisherigen Komfortzone herausbewegen, aber du solltest es auch nicht übertreiben 😉 Ganz spannend dazu finde ich das Thema Frugalismus. Hier kannst du nochmal alles zu diesem etwas anderen Lebensstil nachlesen: