Coronavirus und Kurseinbrüche

    Derzeit hält der Coronavirus die ganze Welt in Atem. Nachdem zuvor nur China massiv von dem Virus betroffen war und sich das mit kleineren Kurseinbrüchen bemerkbar machte, breitet sich die Krankheit nun zu einer global umfassenden Pandemie aus. Natürlich bleibt das ganze nicht ohne Folgen für die Weltwirtschaft.

    Titelbild: Unsplash / CDC / 2020

    Starke Kurseinbrüche als unmittelbare Folge des Coronavirus

    Mittlerweile verbreitet sich das Coronavirus seit über zwei Monaten und es wurden bereits in über 50 Ländern Infizierte Personen gemeldet. Natürlich beeinflussen Flugverbote, verminderter Schiffsverkehr, die unter Quarantäne gestellten Mitarbeiter und nicht zuletzt die Angst die globale Wirtschaft. Lieferengpässe, geschlossene Fabriken, ausfallende Arbeitskräfte, Produktionsrückstände, fehlende Nachfrage – all diese Dinge wirken sich unmittelbar auf die ökonomische Verfassung der Unternehmen und damit natürlich auch auf die Aktienkurse aus. Natürlich sind diese Auswirkungen nicht nur in China, sondern auch in zahlreichen europäischen Unternehmen deutlich zu spüren. Nicht wenige rechnen mit einem niedrigen zweistelligen Umsatzeinbruch – zumindest für die erste Hälfte des Jahres. Jedoch werden wir die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus noch sehr viel länger zu spüren bekommen. Bis die Unternehmen wieder zu ihrem ursprünglichen Rhythmus zurückfinden, wird es noch einige Zeit dauern, wenn das überhaupt je der Fall sein wird. Die vorherrschende Ausnahmesituation zwingt auch zum Umdenken. Standortveränderungen, verkürzte Wertschöpfungsketten oder eine eingeschränktere Globalisierung könnten mögliche Konsequenzen sein. Ob diese Entwicklungen positiv oder negativ sind und wie viele Kosten dadurch verursacht werden, werden wir erst im Nachhinein feststellen können.

    17 Prozent Kurseinbruch – Was tun?

    In meinen Depots sieht es derzeit so aus, dass die Kurse meiner ETFs nach der weiteren Verbreitung des Coronavirus um momentan 17 Prozent innerhalb weniger Tage eingebrochen sind. Wie gehe ich jetzt damit um? So wie es im Allgemeinen ratsam ist, mit dem Virus umzugehen, lautet auch im Hinblick auf die einbrechenden Kurse, nicht in Panik zu geraten. Ich verstehe absolut, dass einem die aktuellen Entwicklungen erstmal einen gehörigen Schrecken einjagen können. Aber im Grunde ist das jetzt nichts anderes als eine größere Schwankung, auf die wir uns aber im Zuge unserer Wissensaneignung, also die Ausarbeitung unserer Strategie vorbereitet haben. Was heißt das jetzt genau? Im Zusammenhang mit ETFs und der passiven Anlagestrategie lautet die Devise “Buy and Hold”. Das bedeutet, dass einmal gekaufte ETFs in deinem Besitz bleiben. Komme was da wolle und, wenn es ein Coronavirus ist. Durch die zeitliche Diversifikation, also dass du beim Kaufen und Verkaufen deiner ETFs nicht auf einen bestimmten Zeitpunkt abzielst, sondern diese über einen langen Zeitraum von mindestens 10 Jahre hältst, sollten sich solche Schwankungen relativieren. Hinzu kommt, dass, wenn du dich gut vorbereitet hast, eine breite Streuung in deinem Portfolio aufweisen kannst. Darin sollten sich also nicht nur die DAX Unternehmen befinden, sondern Aktien verschiedenster Länder, Branchen und Entwicklungsstufen. Dadurch soll gewährleistet werden, dass sich auch größere Einbrüche in bestimmten Regionen oder Wirtschaftszweigen ausgleichen. 

    Also, was du jetzt auf keine Fall tun solltest, ist irgendwelche Panikverkäufe zu tätigen, weil die Kurse mal ein wenig runtergehen. Das Kredo lautet: Ruhe bewahren. Zudem ergibt sich nun die Möglichkeit bei gefallenen Kursen günstiger weitere Anteile nachzukaufen.

    Wenn du dich nochmal genau mit der richtigen Strategie und der Vorbereitung auf einen ETF-Kauf beschäftigen möchtest, findest du hier alles was du brauchst: