5 Tipps, um endlich anzufangen und für deine Ziele loszugehen

    5 Tipps, um endlich anzufangen und für deine Ziele loszugehen

    5 Tipps, um endlich anzufangen und für deine Ziele loszugehen

    Was unterscheidet denjenigen, der seine Ziele erreicht, von dem, der immer nur darüber spricht, was er erreichen will? Richtig! Ersterer handelt. 

    Wenn du erfolgreich in dem sein möchtest, was du dir vornimmst, reicht es nicht nur, wenn du dir deine Ziele steckst, sondern du musst auch etwas dafür tun. Wie durch Zauberhand werden sich die Dinge in deinem Leben nicht verändern. Du bist die- oder derjenige, der etwas ändern kann und dafür musst du aktiv werden. 

    So ist es natürlich auch im Hinblick auf deine Finanzen. Sich nur vorzunehmen, dass man sich ja eigentlich mal darum kümmern müsste, ist leider nicht genug. Und auch, wenn du es geschafft hast, dir das entsprechende Wissen anzueignen, fehlt noch der entscheidende Schritt: die Umsetzung!

    Damit dir das gelingt und du immer öfter die Dinge anpackst, anstatt sie zu verschieben, habe ich hier einige Tipps für dich:

    Titelbild: Danielle Macinne / Unsplash / 2019

    Schritt 1: Setze dir Ziele, aber richtig

    Die meisten von uns haben schon mal etwas von der SMART Methode gehört, falls nicht erkläre ich es hier noch mal kurz.

    S – Spezifisch: Versuche dein Ziel so genau wie möglich zu beschreiben

    M – Messbar: Bestimme qualitative und quantitative Messgrößen, anhand du später überprüfen kannst, ob du dein Ziel erreicht hast

    A – Attraktiv: Plane so, dass du dich immer motiviert fühlst dieses Ziel zu erreichen

    R – Realistisch: Das Ziel sollte innerhalb mit den, dir zur Verfügung stehenden Mitteln erreicht werden können. Bei dem Punkt realistisch scheiden sich die Geister. Ich bin ehrlich gesagt auch dafür lieber etwas höher zu pokern und meinem Unterbewusstsein damit das Signal zu geben, nach Lösung für diese anspruchsvollere Aufgabe zu suchen. Auch, wenn ich dann am Ende vielleicht nur 90% des Ziels erreicht habe, ist das immer noch mehr, als, wenn ich mir von Beginn an ein viel zu niedriges Ziel gesteckt hätte.   

    T – Terminiert: Bis wann möchtest du dieses Ziel erreichen?

    Bildquelle: Tim Graf / Unsplash / 2019

    Schritt 2: Nutze die Salamitaktik

    Schneide dir dein großes Ziel in viele kleine Scheiben, sprich Mini-Aufgaben, die du an einem bestimmten Tag auf jeden Fall bewältigen kannst. Wenn du dich immer noch nicht durchringen konntest, dich mit deinen Finanzen zu beschäftigen, aber dich wirklich darum kümmern willst, dann nimm dir doch vor, heute mal zehn Seiten in deinem Buch zu diesem Thema zu lesen oder eine kleine Lektion im Online-Kurs zu erledigen oder du legst heute die Excel-Tabelle an, in der du nun immer deine Einkäufe notieren willst oder oder oder… Falls du nicht weißt wo du anfangen sollst, habe ich das hier in 5 Schritten nochmal zusammengefasst.

    Schritt 3: Beginne deine Aufgabe im Kopf

    Manchmal, wenn ich wirklich keinen Bock habe etwas zu machen und ja ich hab super oft keinen Bock bestimmte Dinge zu tun, so wie jeder andere auch. Neben so nervigen Dingen wie Haushalt betrifft das manchmal auch meine Hobbies. Da sinkt die Begeisterung heute wieder die Gitarre in die Hand zu nehmen, auch mal gegen null. Wie schaffe ich es dann trotzdem zu üben? Oft hilft es mir dann mich vorher gedanklich darauf einzustellen und mir dann vorzustellen, wie ich die Gitarre aus der Halterung nehme und diesen oder jenen Song übe, dann ist die Umsetzung in die richtige Handlung keine so große Hürde mehr. 



    Schritt 4: Tue es ohne nachzudenken

    Das ist im Prinzip das komplette Gegenteil zum dritten Tipp. In einigen Situationen hilft eben diese Strategie, unter anderen Umständen eben eine andere Herangehensweise. Wenn du gedanklich schon eine so große Abneigung gegen das Thema entwickelt hast, wird es dir auch nicht helfen noch weiter darüber zu nach zu grübeln. Ich hab das manchmal auf der Autofahrt nach Hause, wenn ich dann gedanklich noch die restliche Strecke durchgehe, dann muss ich schon zwei mal tief durchatmen, dass ich nicht gleich wieder total entnervt bin. Also einfach fahren. 

    Schritt 5: Gedanken > Gefühle > Handlungen > Ergebnisse

    Wenn ich negative Gefühle einer Sache gegenüber habe, dann gehe ich im Kopf immer diese Kette durch. Ich frage mich dann selbst: Welche Gedanken bringen dich jetzt dazu dieses Gefühl zu entwickeln? Welches Gefühl ist das genau und wie beeinflusst das jetzt meine Handlung? Welches Ergebnis werde ich damit erzielen? Dieses bewusste Hinterfragen hat mich schon aus so manchem Tief geholt. Also sei immer achtsam mit deinen Gedanken, sie beeinflussen deine Ergebnisse. Klingt jetzt nach sonem Konfuzius-Kalenderspruch, aber probier es selbst mal aus.

    Wenn du noch weitere Anregungen brauchst, kann ich dir wärmsten das Buch von Ralf Senftleben – Entdecke deine Willenskraft empfehlen. Er geht hier ganz detailliert nochmal auf einzelne Tipps ein und unterbreitet zahlreiche weitere Lösungsansätze.

    Also komm ins Handeln! 🙂

    Was ist der Unterschied zwischen Verbindlichkeiten und Vermögenswerten?

    Was ist der Unterschied zwischen Verbindlichkeiten und Vermögenswerten?

    Was ist der Unterschied zwischen Verbindlichkeiten und Vermögenswerten?

    Ein ganz wesentlicher Punkt, den du beim Vermögensaufbau berücksichtigen solltest, ist, zwischen Verbindlichkeiten und Vermögenswerten zu unterscheiden.

    Was sind Verbindlichkeiten?

    Mit Verbindlichkeiten sind nicht nur Schulden gemeint, sondern alle Dinge, die mehr Geld kosten, als sie einbringen. Mit dem Besitz einer Verbindlichkeit verschwindet Geld aus deinem Portemonnaie. Ein Auto ist dafür ein hervorragendes Beispiel. Kaum vom Hof gefahren, ist es nur noch die Hälfte wert, wie man so schön sagt. Aber auch eine selbstgenutzte Immobilie generiert (in der Regel) keine Einkünfte. Auch, wenn das immer von allen Seiten behauptet wird, dass ein Haus die ideale Anlage wäre, ist ein Haus, in dem du selbst wohnst, eine Verbindlichkeit und kein Vermögenswert. Eher noch ist eine große Sparbüchse, die dich jeden Monat dazu zwingt, fleißig deinen Kredit abzubezahlen. Ich würde eine selbstbewohnte Immobilie immer als eine Art Lifestyle-Entscheidung betrachten. Reicht die Wohnung oder soll es ein Haus im Grünen sein? Reicht der Fiat oder muss es der Audi sein? Was brauchst du, um glücklich zu sein und deinen Werten zu entsprechen?

    Was sind Vermögenswerte?

    Ein Vermögenswert hingegen ist etwas, das Geld in deine Kasse spült. Das kann beispielsweise über Anleihen oder Aktien der Fall sein. Oder auch Geld, dass du über Bücher, die du selbst geschrieben hast, Bilder, die du gemalt hast oder mit anderem geistigen Eigentum, verdienst. Alles womit du einen positiven Cashflow erzeugen kannst.

    Welcher ist der wichtigste Vermögenswert?

    Und welcher ist der wichtigste Vermögenswert in deinem Leben? Genau, du selbst! Solange du durch dein Wissen und deine Arbeitskraft mehr Geld generierst, als du ausgibst, bist du ein Vermögenswert. Denn mit deinem Humankapital bist du selbst die Basis für deinen finanziellen Erfolg. Machst du allerdings Schulden, bist du nur noch eine Verbindlichkeit. 

    Also entscheide selbst: Vermögenswert oder Verbindlichkeit! Nutze dein Humankapital und schlage dich auf die Seit der Vermögenswerte. 

    Titelbild: Tierra Mallorca / Unsplash / 2019

    5 Schritte, um deine Finanzen in den Griff zu bekommen

    5 Schritte, um deine Finanzen in den Griff zu bekommen

    5 Schritte, um deine Finanzen in den Griff zu bekommen

    Du bist gerade völlig erschlagen von den ganzen Themen rund um deine Finanzen und hast überhaupt keinen Plan, wo du anfangen sollst? Dann bist du nicht allein, denn mir ging es damals ganz genauso, als ich mich das erste Mal wirklich mit meinen Finanzen beschäftigen wollte. Ich habe mich an die Aufgabe Schritt für Schritt herangetastet.

    Titelbild: Kelly Sikkema / Unsplash / 2019

    Schritt 1: Wissen aneignen.

    Schau dir vorher an wie die Börse funktioniert, was Aktien, Anleihen und natürlich ETFs sind. Achte dabei aber darauf dich nicht zu verzetteln. Du solltest ein sicheres Gefühl haben, bei dem was du tust, aber es sollte dich nicht länger als drei Monate kosten, an diesen Punkt zu gelangen.

    Schritt 2: Ermittle deinen Status quo.

    Während du dir das entsprechende Know-How erarbeitest, solltest du dir einen ersten Überblick über deine Finanzen verschaffen. Welche Einnahmen habe ich? Wie hoch sind meine Ausgaben? Habe ich irgendwo noch Reserven, an die ich vorher nicht gedacht habe. Ein Depot, dass meine Eltern mal für mich angelegt haben, ein Tagesgeldkonto, auf dem noch ein paar Tausender schlummern oder eine Immobilie (unwahrscheinlich, dass du diese bei deinem Überblick vergessen könntest, aber der Vollständigkeit halber, sei sie mit erwähnt), mit der du Mieteinnahmen generierst.

    Schritt 3: Sparbetrag festlegen.

    Was bleibt mir denn am Ende des Monats? Das kannst du dann mittels des Haushaltsbuches ganz genau herausfinden. Ein Haushaltsbuch schafft schnelle Erkenntnisse. Dieses Haushaltsbuch kannst du dann auch mal ganz akribisch drei Monate lang führen. Für schnellere (aber möglicherweise ungenauere) Ergebnisse kann die Überprüfung deiner Kontoauszüge der letzten 3 bis 12 Monate sorgen. Falls du alles mit Karte zahlst, ist das ok, wenn du viele Beträge bar bezahlst, erhältst du hier eher unrealistische Zahlen. Wichtig ist, dass du am Ende deinen Sparbetrag ermittelst.  

    Kann ich irgendwo noch mehr rausholen? Es gibt zwei Möglichkeiten sein Einkommen zu erhöhen: 1. Mehr sparen / Ausgaben kürzen, 2. Einnahmen erhöhen / mehr verdienen. Überdenke alle Möglichkeiten, die du hast, um an diesen beiden Stellschrauben zu drehen.  Bevor du beginnst dein Geld anzulegen, lege dir einen Notgroschen an.



    Schritt 4: Risikobereitschaft bestimmen.

    Wie risikofreudig bin ich im Hinblick auf meine Finanzen und welchen Teil lege ich wie an? Ermittle also deine Risikobereitschaft. Mittels der von Gerd Kommer beschriebenen Weltportfolios in seinem Buch Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs , das ich dir nur wärmsten empfehlen kann, kannst du dir dann deine eigene Variante ganz easy zusammenstellen.

    Schritt 5: Endlich loslegen.

    Du hast alle Punkte für dich abgehakt? Dann kannst du nun starten, dein Geld für dich arbeiten zu lassen. Komm ins Tun und hau rein!


    Falls du dich noch unsicher fühlst, dann kannst du auch gern meinen Online-Kurs machen. Dort erkläre ich dir alle Schritte nochmal ganz ausführlich. Du kannst diesen in deinem eigenen Tempo absolvieren und bist danach bestens gerüstet, um dein Geld in ETFs anlegen zu können.

    5 Tipps für weniger Konsum

    5 Tipps für weniger Konsum

    5 Tipps für weniger Konsum

    1. Frage dich selbst: Brauche ich das wirklich?

    Was mir tatsächlich geholfen hat beim kompletten Verzicht auf Klamotten und auch weniger andere Produkte zu kaufen, war die Frage: Brauche ich das wirklich? Und damit meine ich wirklich, wirklich? Denn die meisten Käufe entstehen entweder aus dem kurzen Haben-wollen Impuls heraus oder sind ein langgehegter Wunsch. Jedoch kann es dir bei beiden Kategorien passieren, dass, wenn du genau darüber nachdenkst und in dich gehst, feststellst, dass dieser oder jener Gegenstand gar keinen echten Zweck hat, außer, dass du dich gerade für den Moment des Kaufes besonders gut fühlst. Im schlechtesten Fall spürst du auch noch eine kognitive Dissonanz, weil du auf der einen Seite diese eine Sache unbedingt haben willst, sie auf der anderen Seite aber sehr viel Geld kostet, das du eigentlich nicht ausgeben wolltest, weil du es nicht hast. Das war zum Beispiel bei mir oft der Fall. Ja klar freut man sich dann auch noch mal mega, wenn man die neue Tasche oder das neue Paar Schuhe perfekt zu Outfit xy kombinieren kann. Dieser Effekt hält leider aber nur sehr kurze Zeit an. Bei mir war es meist so, dass, wenn ich etwas ein Mal getragen hatte, es sich für mich als langweilig oder nicht mehr so aufregend anfühlte. Da war der nächste Einkauf vorprogrammiert. Heute hilft es mir, mich daran zu erinnern wie viele Paar Schuhe, wie viele Oberteile und wie viele Taschen ich besitze. Somit wird ein kann ich neuerliche Kaufimpulse gut in Schach halten. Schließlich kann ich auch nur immer eine Tasche und ein Paar Schuhe tragen und es muss nicht jeden Tag etwas Neues sein. 

    Titelbild: Department Store / Pixabay / 2019

    Bildquelle: XU Haiwei / Unsplash / 2019

    2. Warte ab

    Das einzige was ich früher abgewartet habe, war der Eingang meines Lohns, um dann endlich wieder shoppen gehen zu können. Mittlerweile handhabe ich es so, wenn ich mir etwas wünsche, es aber nicht so sehr benötige, dass ich es sofort kaufen muss, dann schreibe ich es auf eine Liste. Dann überlege ich was diese neue Anschaffung kosten würde und wann ich das Geld auf meinem Spaßkonto dafür zusammen hätte. Ab und an schaue ich dann mal wieder auf diese Liste. Manchmal stelle ich dann doch fest, dass sich der Wunsch nach längerem Abwarten doch in Wohlgefallen aufgelöst hat. Wenn ich mir dann aber immer super sicher bin, dass ich dafür mein Geld ausgeben möchte, dann weiß ich, dass es das auch für mich wert ist. 

    So kompliziert musst du es natürlich nicht machen. Oft hilft es auch mal eine Nacht darüber zu schlafen oder den Wunsch eine Woche ruhen zu lassen. Aber beim Kauf solltest du dir sicher sein und vor allem ein sehr gutes Gefühl haben und zwar jedes Mal, wenn du dein Wunschprodukt in die Hand nimmst.

    3. Sortiere aus

    Was ich soll aussortieren, obwohl ich mir nichts Neues kaufen darf? Ja und dafür gibt es mehrere gute Gründe. Zum einen kannst du die Dinge, die noch gut sind, die du aber nicht mehr benötigst wieder verkaufen und dir damit einen kleinen Zuschuss für deinen ETF-Sparplan verdienen. Zum anderen siehst du wie viele Dinge du noch besitzt und wovon du jetzt erstmal nichts Neues mehr kaufen musst. Darüber hinaus hilft dir das dich von altem Ballast zu befreien. So kannst du dich nicht nur des Gerümpels in deiner Wohnung entledigen, sondern auch alle negativen Gefühle loslassen, die du vielleicht noch mit bestimmten Gegenständen verbindest. 



    4. Erstelle eine Liste mit 50 Dingen, die du stattdessen machen könntest

    Nimm dir einmal ein paar Minuten Zeit und erstelle dir eine Liste mit 50 Dingen, die du tun könntest, während du jetzt gerade nicht shoppst. Bei mir stehen dort zum Beispiel Dinge wie: Gitarre spielen, lesen, backen, mit meiner Oma telefonieren, mit meinem Mann diskutieren, einen Blogbeitrag schreiben, meditieren, spazieren gehen, Yoga machen, Musik hören, tanzen,….

     

    Du siehst, es gibt eine Menge Alternativen. Lege dir einige davon zu recht, um im Notfall darauf zurückgreifen zu können.

                               Bildquelle: Tony Rojas / Unsplash / 2019

     Bildquelle: Simon Wilkes / Unsplash / 2019

    5. Sei bewusst und achtsam, mit deinen Gefühlen

    Dieser Tipp gilt übrigens nicht nur für dein Kaufverhalten, sondern für deinen gesamten Alltag. Wenn du einen Kaufimpuls verspürst, höre mal in dich hinein und schaue genau wo dieses Gefühl gerade herkommt und was es dir sagen möchte. Sagt es: Ich bin nicht genug. Ich brauche das, um mich besser zu fühlen. Dann nimm dir eine Beschäftigung von deiner Liste und lass das Gefühl auf andere Weise zu dir kommen. Du wirst sehen, dass du dich auch beispielsweise mit einem Telefonat oder körperlicher Betätigung besser fühlen kannst. Wahrscheinlich wirst du dich sogar doppelt gut fühlen, da die andere Tätigkeit dir einen größeren Mehrwert bietet, als das simple Einkaufen und Anhäufen von Dingen. 🙂 

     

    Warum kaufen wir eigentlich so viel?

    Warum kaufen wir eigentlich so viel?

    Warum kaufen wir eigentlich so viel?

    Wie mein Mann immer so schön sagte: ich bin der perfekte Konsument. Anstatt eines Lohns, könnten mir auch Gutscheine ausgezahlt werden, die ich dann fleißig in den diversen Klamottenläden einlösen würde. Also zumindest war das vor über zehn Monaten noch so. Aber warum habe ich eigentlich nicht aufhören können etwas zu kaufen, obwohl ich wusste, dass weder mein Geldbeutel noch meine Ehe, das auf lange Dauer aushalten würden? Warum machen wir immer weiter? Wie schafft es die Modeindustrie immer wieder unser Verlangen zu wecken?

    Titelbild: jacek dylag / Unsplash / 2019

    Ganz einfach: aus dem Gefühl des Mangels heraus. Ich bin nicht genug. Mit dem Kauf eines Produktes, sei es ein iPhone oder eine Gucci Tasche, wird unserem Unterbewusstsein suggeriert, wir seien nun mehr wert, da wir dieses oder jenes besitzen. Wir wollen durch die Produkte eleganter, kreativer, innovativer, kompetenter oder was uns auch immer gerade, unserer Meinung nach fehlt, wirken. So einfach und so effektiv. Nicht nur bei mir, sondern bei einem sehr großen Teil der Gesellschaft wird so die Lust auf immer mehr Konsum geschürt. Im letzten Jahr (2018) lagen die Gesamtausgaben für Bekleidung und Schuhe in Deutschland bei 77,78 Milliarden EUR.

    Quelle:   https://de.statista.com/statistik/daten/studie/161570/umfrage/konsumausgaben-privater-haushalte-in-deutschland-fuer-bekleidung-zeitreihe/ 

         Bilquelle: Julian O’hayon / Unsplash / 2019

    Immerhin ein kleiner Lichtblick, denn damit haben die Deutschen 2018 weniger für diese Konsumgüter ausgegeben, als noch im Jahr 2017. Nichtsdestotrotz zeigt die Trendlinie klar nach oben. 

    Laut deutschland.de liegen die Ausgaben für Bekleidung mit gerade mal 4,4% nur auf Platz 7 der insgesamt 10 genannten Posten. Das scheint jetzt auf den ersten Blick gar nicht so viel zu sein. Schaut man sich jedoch den Anteil für Bildung mit 0,7% an, der damit auf Platz 10 landet, wird einem schon etwas anders.

    Quelle: https://www.deutschland.de/de/topic/leben/konsumausgaben-dafuer-geben-deutsche-ihr-geld-aus 

         Bilquelle: Georgia de Lotz / Unsplash / 2019

    Neben der Standard-Werbung aus TV und Print (falls sich das noch jemand anschaut), erreichen uns die meisten Werbebotschaften ja eher über facebook und Instagram. In meinem Fall definitiv Letzteres. Auch heute bin ich nicht davor gefeit, mir die hübsch inszenierten Modefotos weitenreichenstarker Influencer anzuschauen und zu denken: “Ach das hätte ich auch gern…!” Bis ich dann direkt daran denke: “Wozu? Du hast alles. Dein Kleiderschrank platzt. Welche Lücke möchtest du mit einem neuen Kleidungsstück füllen und geht das vielleicht auch auf anderem Weg?” Wie in vielen Situationen im Leben hilft auch hier das bewusste Reflektieren. Sei dir deiner Gedanken und Gefühle bewusst. Sei achtsam und schaue dir an wie und warum du dich entsprechend verhältst. 

    So wird es dir immer leichter fallen, bestimmte Muster zu durchbrechen. Manchmal ist es auch viel erfüllender Dinge zu “produzieren”, als zu konsumieren. Mal ein Bild, spiel ein Instrument, schreibe eine Geschichte, fotografiere, sing ein Lied, ….oder oder oder.  Und falls du dir dann doch mal überlegst etwas zu kaufen oder es dich gerade wieder packt, frage dich immer selbst: “Brauche ich das wirklich?” Oft hilft es auch Kaufwünsche eine Nacht oder auch mal eine Woche unberührt zu lassen und sich dann wieder zu fragen: “Möchte ich das noch haben?”. Sei achtsam mit dir und deinen Gefühlen und hinterfrage deine Entscheidungen. Das hilft nicht nur gegen vermehrten Konsum, sondern auch in allen anderen Lebenslagen 😉